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Hawai'i

(Letzte Änderung: 26.01.2023 @ 12:43)

Big Island

Big Island (aka Hawai'i) ist ein schwieriger Fall. In mehrerer Hinsicht.

Es ist kaum möglich in kürzerer Zeit eine Insel zu erfassen, die gut 100 Mal so groß ist wie Sylt und dabei kaum über inselüberquerende Straßenverbindungen verfügt.

Bei einem Zeitbudget von einer Woche wird man sich in aller Regel entscheiden müssen zwischen einer Unterkunft an der Ostküste (Hilo) oder an der Westküste (Kailua-Kona).

Das ist jedoch mit erheblichen Kompromissen verbunden, denn die Inselhälften unterscheiden sich landschaftlich gravierend und eigentlich möchte man sie beide erleben. Während die niederschlagsreiche Osthälfte eher etwas für Freunde üppiger Vegetation und Wasserfälle geeignet ist (Vorsicht: Hilo gilt als Regenloch erster Güte), kommen Sonnenanbeter eher an der trockenen Westküste auf ihre Kosten. Dort gibt es folgerichtig die meisten klassischen Ferien-Resorts.

Das Inselinnere wird von den beiden großen Vulkanen Mauna Loa und Mauna Kea dominiert. Beides Viertausender, die zwar von weitem nicht danach aussehen, weil ihre langen Flanken eher gemächlich zum Pazifik hin auslaufen, aber wenn man bei guter Sicht auf dem Gipfel des Mauna Kea steht und unter einem Ozean, Wolken und Horizont miteinander verschmelzen, werden einem die Dimensionen klar. Dazu der Kilauea, der als einer der aktivsten Vulkane der Erde gilt.

Abgesehen von den logistischen Problemen stellt sich die Frage, ob es sich bei begrenztem Zeit- und Geldbudget überhaupt lohnt nach Big Island zu reisen. Oder bleibt man besser ein paar Tage länger auf Maui bzw. Kaua'i? Diese Überlegung habe ich selbst bei der Planung unserer großen Hawai'i-Rundreise im Jahr 2013 gestellt.

Wir haben uns für Big Island entschieden und das war gut so. Die Insel ist anders als die übrigen Hawai'i-Inseln. Traumstrände der Kategorie Postkarte gibt es hier zwar auch, aber man muss danach suchen. Offensichtlicher - schon beim Anflug nach Kona - sind die ausgedehnten schwarzen Lavafelder, die man mit einem Tropenparadies erst einmal nicht assoziiert. Die Sprödheit dieser Landschaft mag auf den einen oder anderen schon ein wenig irritierend wirken. Sind wir hier eigentlich auf Lanzarote oder in einem Tropenparadies?

Der Vergleich hinkt natürlich vorne und hinten, aber unter dem Strich bleibt, dass ich Big Island zwar empfehlen kann, aber nur für Leute, die sich zuvor mit der Insel beschäftigt haben und wissen, was sie erwartet. Wer eine Rundreise durch den Westen der USA wegen der günstigen Flugverbindungen noch mit einer Woche Tropenparadies abrunden möchten, sollte besser nach Maui oder Kaua'i fliegen.

Big Island ist ein wenig kompliziert.

Kaua'i

Aus einem Amerika-Forum:

"... wir sind im August 9 Tage auf Oahu. Wir würden gerne einen Tagesausflug nach Kauai machen. Nach Flügen habe ich bereits geschaut, da kann man morgens rüberfliegen und abends wieder zurück ..."

"... ich glaube nicht, dass sich das lohnt. Was wollt Ihr in Kauai anschauen? Nur die Napali-Coast? Es gibt so viel zu sehen, da kommt Ihr an einem Tag nicht rum. Also 2 oder 3 Übernachtungen ..."

Zwei oder drei Übernachtungen? Mindestens. Besser eine ganze Woche. Ich würde sogar soweit gehen und empfehlen NUR nach Kaua'i zu fliegen, wenn man lediglich eine Woche für Hawai'i insgesamt einplanen kann. Nur eine Woche Hawai'I? Machen viele, z.B. in Kombination mit einer Rundreise durch den Westen der USA.

Kaua'i kann man in einer Woche bequem "abarbeiten" ohne das Gefühl haben zu müssen nur einen Bruchteil gesehen zu haben. Auf Maui oder Big Island ist das kaum möglich.

Zwar gibt es auf Kaua'i kein Pearl Harbor und auch keine lavaspeienden Vulkane. Auch ist Kaua'i nicht so mondän wie Maui. Und dennoch ist die älteste Insel des Hawai'i-Archipels für Leute auf der Suche nach einem ursprünglichen Tropenidyll eine gute Wahl.

Es gibt traumhafte Postkartenstrände und vor allem ganz viel Grün. Der Name The Garden Island kommt nicht von ungefähr. Mit der Na Pali Coast hat die Insel ein As im Ärmel, das vermutlich auf der ganzen Welt seinesgleichen sucht. Und dass der beeindruckende Waimea Canyon auch als Grand Canyon of the Pacific bezeichnet wird, ist auch kein Etikettenschwindel.

Mit insgesamt ca. 1,1 Mio. Besuchern in 2013 bei steigender Tendenz (Quelle: skift.com; Link nicht mehr abrufbar) kann man davon ausgehen, dass die Vorzüge Kaua'is wohlbekannt sind. Kaua'i hatte schon immer seine Fans und war und ist weit mehr als ein Geheimtipp, zumal die Inselhauptstadt Lihu'e sogar über einen internationalen Flughafen verfügt, der von zahlreichen amerikanischen Städten in relativ hoher Frequenz angeflogen wird.

Jedoch macht Kaua'i keinesfalls einen überlaufenen Eindruck - wenn man nicht gerade Sonntagnachmittag auf der Rückfahrt von der Nordküste in Wailua im Stau steht.

Top-Strände, Top-Wälder, Top-Küste, Top-Gebirge: Kaua'i bietet einen fantastischen Querschnitt der Vielfalt Hawai'is.

Maui

"... wir sind im August 9 Tage auf Oahu. Wir würden gerne einen Tagesausflug nach Kauai machen. Nach Flügen habe ich bereits geschaut, da kann man morgens rüberfliegen und abends wieder zurück ..."

"... ich glaube nicht, dass sich das lohnt. Was wollt Ihr in Kauai anschauen? Nur die Napali-Coast? Es gibt so viel zu sehen, da kommt Ihr an einem Tag nicht rum. Also 2 oder 3 Übernachtungen ..."

Zwei oder drei Übernachtungen? Mindestens. Besser eine ganze Woche. Ich würde sogar soweit gehen und empfehlen NUR nach Kaua'i zu fliegen, wenn man lediglich eine Woche für Hawai'i insgesamt einplanen kann. Nur eine Woche Hawai'I? Machen viele, z.B. in Kombination mit einer Rundreise durch den Westen der USA.

Kaua'i kann man in einer Woche bequem "abarbeiten" ohne das Gefühl haben zu müssen nur einen Bruchteil gesehen zu haben. Auf Maui oder Big Island ist das kaum möglich.

Zwar gibt es auf Kaua'i kein Pearl Harbor und auch keine lavaspeienden Vulkane. Auch ist Kaua'i nicht so mondän wie Maui. Und dennoch ist die älteste Insel des Hawai'i-Archipels für Leute auf der Suche nach einem ursprünglichen Tropenidyll eine gute Wahl.

Es gibt traumhafte Postkartenstrände und vor allem ganz viel Grün. Der Name The Garden Island kommt nicht von ungefähr. Mit der Na Pali Coast hat die Insel ein As im Ärmel, das vermutlich auf der ganzen Welt seinesgleichen sucht. Und dass der beeindruckende Waimea Canyon auch als Grand Canyon of the Pacific bezeichnet wird, ist auch kein Etikettenschwindel.

Mit insgesamt ca. 1,1 Mio. Besuchern in 2013 bei steigender Tendenz (Quelle: skift.com; Link nicht mehr auffindbar) kann man davon ausgehen, dass die Vorzüge Kaua'is wohlbekannt sind. Kaua'i hatte schon immer seine Fans und war und ist weit mehr als ein Geheimtipp, zumal die Inselhauptstadt Lihu'e sogar über einen internationalen Flughafen verfügt, der von zahlreichen amerikanischen Städten in relativ hoher Frequenz angeflogen wird.

Jedoch macht Kaua'i keinesfalls einen überlaufenen Eindruck - wenn man nicht gerade Sonntagnachmittag auf der Rückfahrt von der Nordküste in Wailua im Stau steht.

Top-Strände, Top-Wälder, Top-Küste, Top-Gebirge: Kaua'i bietet einen fantastischen Querschnitt der Vielfalt Hawai'is.

Moloka'i

Ob Moloka'i entschleunigt zum Quadrat ist, oder sich unübersehbar im Niedergang befindet, kann man bei einem Kurzbesuch schwer einschätzen. Old Hawai'i hin Friendly Island her - der Eindruck, den ich von der Insel im Sommer 2013 bekommen habe, ist nicht der beste.

Während die kleine Inselhauptstadt Kaunakakai mit intakter Infrastruktur (Schule, Krankenhaus usw.) und einigen Geschäften relativ betriebsam wirkt, scheinen im Westteil der Insel langsam die Lichter auszugehen. Die Strände dort waren sehr einsam und ursprünglich, um es positiv auszudrücken. Über allem schwebte aber ein Hauch von Vernachlässigung und Morbidität. Das wäre dann die weniger positive Deutung.

Feriencondo-Anlagen, die kaum Gäste zu haben scheinen, eine semi ghost town (Maunaloa), die so wirkte, als würden im nächsten Moment Zombies aus den teilweise verlassenen Gebäuden strömen, verstärkten das Bild.

Für eine differenzierte makroökonomische Analyse ist hier nicht der richtige Platz, aber dass die ökonomische Entwicklung Moloka'is problematisch ist, wird schon bei einer oberflächlichen Internetrecherche offenkundig (z.B. themolokainews.com; Link nicht mehr auffindbar).

Der einst prosperierende Ananasanbau erhielt schon in dem 1970er Jahren einen herben Rückschlag, nachdem Big Player im Ananasgeschäft ihre Bezugsquellen nach Mittelamerika verlagerten, wo es billigere Arbeitskräfte gab. Ende der 1980er Jahre verabschiedete sich mit Del Monte das letzte große Ananasunternehmen aus Moloka'i.

Als dann auch noch im Jahr 2008 der größte Arbeitgeber der Insel, die Moloka'i Ranch, ihre Pforten schloss und viele der 120 Arbeitnehmer vor die Tür setzte, nahm der Niedergang neue Dimensionen an. Maunaloa Town, einst "Pineappletown", siecht, wenn ich meinem Eindruck aus 2013 glauben darf, weiter dahin, auch wenn die Moloka'i Ranch Ende 2012 wieder das operative Geschäft aufgenommen hat.

Vielleicht kann eine aufstrebende Kaffeeindustrie Moloka'i neuen Antrieb geben.

Auf den Tourismus zu setzen, erscheint jedenfalls ein wenig zu optimistisch. Moloka'i kann landschaftlich einfach nicht mit dem berühmten Nachbarn Maui mithalten. In Punkto Exklusivität und Mondänität sowieso nicht. Das verhält sich so ähnlich wie die Geschichte von Aschenputtel, nur ohne das Happy End einer Verwandlung in eine bezaubernde Prinzessin.

Natürlich hat auch Moloka'i seine Reize. Auch landschaftliche, wie z.B. das Halawa Valley (wo ich allerdings selbst noch nicht war), Kalaupapa (mit dem gleichnamigen Overlook) oder die Strände am West End, aber gegenüber Maui nimmt sich das doch eher bescheiden aus.

Sicherlich kann man die Beschaulichkeit Moloka'is entspannend finden, den spröden Charme der einsamen Westküste schätzen, wo man wirklich das Gefühl hat away from it all zu sein, aber mit Blick auf die nackten Zahlen stellt sich dann doch ein wenig Ernüchterung ein.

In 2012 kamen ca. 54000 Touristen nach Moloka'i, das sind ungefähr ein Viertel dessen, was Maui in einem Monat hat (Quelle: www.mercurynews.com). Die Gesamtentwicklung ist stark rückläufig. Während im Jahr 1997 558.301 Besuchertage pro Jahr gezählt wurden, waren es den Historical Visitor Statistics zufolge 2004 noch 308.865 und 2012 sogar nur noch 258.772 (Quelle: www.hawaiitourismauthority.org; Link nicht mehr auffindbar).

Ich habe mir fest vorgenommen irgendwann noch einmal nach Moloka'i zu reisen. Hoffentlich sind die Lichter dann noch an.

 

State Info

Nickname: Aloha State

Poipu Beach


Polihale SP


Na Pali Coast


Haleakala NP

Population: 1.431.603 (rank 40/50)
Capital: Honolulu
Largest City:Honolulu
Size: 6.422 square miles
Featured Sites:

Big Island
Kaloko-Honokohau NHP
Mauna Kea
Pu'ukohola NHS
South Island Sights 1
S. Kohala/N. Kona Beaches 2

Kaua'i
Ha'ena SP
Koke'e SP
Na Pali Coast
North Shore Sights 3
Polihale SP
South Shore Beaches 4
Waimea Canyon SP

Maui
East Maui Sights 5
Haleakala NP
Makena Beach SP
North-of-Kapalua Sights 6
South Maui Sights 7
Waianapanapa SP
West Maui Beaches 8

Moloka'i
Pala'au SP
South Moloka'i Beaches 9
West Moloka'i Beaches 10

Quellen: Wikipedia sowie U.S. Census Bureau

1 featuring South Point, Black Sand Beach, Green Sand Beach
2 featuring Kahalu'u Beach Park, La'aloa Bay Beach Park, Hapuna Beach SRA, Mauna Kea Beach, Spencer Beach Park
3 featuring Hanalei Valley Overlook, Queen`s Bath, Kepuhi Beach, Tunnels Beach, Lumaha'i Beach
4 featuring D.L. Poipu Beach Park, Kiahuna Beach, Brennecke Beach, Gillin`s Beach, Kaiwaloa Bay
5 featuring Road to Hana, Hana-Kipahulu Area, Pi'ilani Highway
6 featuring Oneloa Bay, D.T. Fleming Beach, Slaughterhouse Beach, Honolua Bay, Kahekili Highway
7 featuring Wailea Beach, Kama'ole Beach I, Polo Beach, Pa'ako Beach, La Perouse Bay
8 featuring Black Rock,Ka'anapali Beach, Kahekili Beach Park, Kapalua Beach, Napili Beach
9 featuring Kumimi Beach
10 featuring Kepuhi Beach, Papohaku Beach Park



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