South Island Sights (Big Island)
(Letzte Änderung: 10.10.2026)Der südliche Zipfel von Big Island ist sowohl für "Normal-Touristen" geeignet als auch für Individualisten, die gerne mal abseits der Haupttouristenpfade unterwegs sind.
Hier gibt es klassische Reiseziele, wie z.B. den Black Sand Beach oder South Point, sowie einige gut versteckte Feinheiten, die außer unter locals wohl kaum bekannt wären, hätte sie nicht Andrew Doughty in seinem Reisebuch-Knaller revealed.
Leider kann ich von diesen Besonderheiten nur den Green Sand Beach anbieten, da ich nur diesen selbst besucht habe.
South Point, Green Sand Beach und Punalu'u
Travel note: Ka Lae / South Point ist nicht nur der südlichste Punkt der 50 US-Bundesstaaten, sondern auch extrem windig und ozeanisch rau. Schwimmen ist dort wegen der starken Strömungen nicht zu empfehlen.
Papakolea / Green Sand Beach ist geologisch ein Sonderfall: Die grüne Farbe kommt von Olivin aus dem Tuffring Pu'u Mahana. Der Strand ist nur zu Fuß legal erreichbar; die Piste ist rau und wird durch illegale Fahrten und Erosion weiter zerfurcht.
Punalu'u ist der klassischste Black-Sand-Stop der Gegend: schwarzer Basaltsand, oft honu am Strand, aber das Schwimmen ist wegen Felsen und Brandung heikel.
South Point
Dass jener fotogen bepinselte Beton-Poller an der Ecke Whitehead St und South St in Key West den südlichsten Punkt der USA markiert, ist eine weit verbreitete Erkenntnis. Und falsch.
Richtig ist vielmehr, dass es sich dabei nur um den Southernmost Point of Continental USA handelt. Das insgesamt südlichste Zipfelchen Land der 50 Bundesstaaten befindet sich auf Big Island (HI) und nennt sich bezeichnenderweise South Point.
Kurz hinter Naalehu zweigt eine gut befahrbare asphaltierte, aber manchmal etwas rumpelige Stichstraße ab. Die Fahrt führt über windgepeitschtes offenes Weideland, das ein wenig an den Westen Irlands erinnert. Kurz vor dem Ziel hält man sich an einer Weggabelung rechts und erreicht bald einen rudimentären Parkplatz, von dem aus es zu Fuß weitergeht. Immer den Fußspuren folgen und den beacon links liegen lassen.
Ka Lae ist zugleich ein historisch wichtiger Ort mit sehr frühen hawaiianischen Siedlungsspuren, alten heiau und den bekannten Bohrlöchern in den Felskanten, an denen einst Kanus vertäut wurden.
Der eigentliche South Point ist eine Ansammlung schwarz-brauner Lavafelsen, die sich ein interessantes Farbenwechselspiel mit dem stahlblauen Pazifik und den weißen Schaumkronen der Brecher liefern, die auf die Küste krachen.
Achtung: Kopfbedeckung festhalten.
Black Sand Beach
Punalu'u Black Sand Beach um genau zu sein.
Nicht weit von der kleinen Ortschaft Pahala entfernt befindet sich der vielleicht schönste schwarze Lavastrand Big Islands. Der Sand besteht aus Basalt, also zerkleinertem Lavagestein, und die Küste wird regelmäßig von Hawksbill- und Grünschildkröten besucht, die dort gerne am Strand liegen.
Experiment geglückt, finde ich.
Green Sand Beach
Jetzt wird es richtig extravagant. Wem schwarze Strände nicht ungewöhnlich genug sind, kann es ja mal mit einem grünen probieren.
Allerdings gibt es zwei Einschränkungen. Erst einmal ist der offizielle Zugang nur zu Fuß erlaubt (rund 2,5 Meilen pro Strecke, also 5 Meilen hin und zurück): Das Department of Hawaiian Home Lands (DHHL) untersagt private Fahrzeuge auf der Piste ausdrücklich, und gängige Mietwagenverträge schließen diese Offroad-Strecke ohnehin praktisch immer aus. Vor Ort bieten lokale Pickup-Truck-Fahrer trotzdem inoffizielle Shuttle-Fahrten an (ca. 20-25 USD pro Person, hin und zurück) - rechtlich nicht abgesichert, in der Praxis aber toleriert. Los geht's ganz in der Nähe vom South Point.
Zweitens ist der Green Sand Beach nicht quietschgrün. Auch nicht knallgrün oder grasgrün, sondern eher braun-grün. Die Farbe kommt von Olivin aus dem Tuffring Pu'u Mahana; der Blick auf die kleine Bucht mit der Steilklippe im Rücken ist trotzdem spektakulär.
Unabhängig von der Farbe ist das einer der geologisch spannendsten Strände Hawai'is.
Directions
Die Südspitze der Big Island liegt in Hawai'i. Der Black Sand Beach und auch South Point sind schon am Küstenhighway 11 ausgeschildert und kaum zu verfehlen.
Um zum Green Sand Beach zu kommen, ist mehr Aufwand erforderlich. Die Piste geht an der Kaulana Boat Launch los und führt dann über Stock und Stein am Ozean entlang. Es gibt viele Pisten, die wie Narben in die dünenähnliche Landschaft geschlagen wurden.
Zwar weiß man die grobe Richtung und kann nicht richtig verloren gehen, aber welche Piste ist die beste und welche nur für ATVs geeignet? Da hilft nach meiner Erfahrung nur Ausprobieren oder Glück haben und einem local folgen.
GPS-Koordinaten South Shore Beaches
(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier)
GPS Green Sand Beach:18.936165, -155.647101
GPS Black Sand Beach:
19.134668, -155.505212
GPS South Point: 18.912864, -155.681175
Good to know
Die Piste zum Green Sand Beach ist rau und für Privatfahrzeuge offiziell gesperrt (DHHL-Regel); gängige Mietwagenverträge schließen die Strecke ohnehin fast immer aus. Wer nicht laufen möchte, nutzt die inoffiziellen, aber geduldeten Pickup-Truck-Shuttles vor Ort (ca. 20-25 USD/Person, hin und zurück).
South Point und Green Sand Beach sind sehr windig. Ausreichend Wasser, Sonnenschutz und feste Kopfbedeckung sind hier keine schlechte Idee.
My Visits
Alles 2013 gemacht. Vorher war ich noch gar nicht auf Big Island.
Black Sand Beach und South Point sind mainstream. Green Sand Beach hingegen nicht, da die Aussicht auf einen grünen Strand zwar viele Touristen lockt, aber der Aufwand, dorthin zu kommen, nicht gerade unerheblich ist.
Wer nur wenig Zeit auf Big Island hat, muss die Südküste nicht unbedingt ins Programm aufnehmen. Ich würde dann andere Prioritäten setzen.
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