California Dreaming
(Letzte Änderung: 9.06.2026 @ 19:33)
Beschreibung
California Dreaming – so heißt nicht nur ein unsterblicher Song der Mamas & the Papas aus dem Jahr 1965. The Golden State ist für sich allein schon eine Welt: bevölkerungsreichster Staat der USA, fünftgrößte Volkswirtschaft der Erde, mit dem höchsten und dem tiefsten Punkt der 48 Contiguous States in fast unmittelbarer Nachbarschaft – Mt. Whitney (4.421 m) und Badwater im Death Valley (−86 m) liegen keine 130 km Luftlinie voneinander entfernt. Dazu eine der schönsten Küsten der Welt und mehr Nationalparks als jeder andere Bundesstaat.
Ja, definitiv: Man kann die USA bereisen und dabei nur durch Kalifornien cruisen. Spricht nichts dagegen. Just do it!
Diese Route zeigt Kalifornien von drei Seiten: zuerst an der Küste nordwärts – Muir Woods, Point Reyes, Napa Valley, Redwoods. Dann durch das Landesinnere südwärts – Lassen Volcanic NP, Lake Tahoe, June Lake, Yosemite, Alabama Hills, Death Valley, Joshua Tree, San Diego. Und schließlich zurück nach Norden auf dem legendären Pacific Coast Highway – über Los Angeles, Big Sur und Carmel.
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Start und Ziel: San Francisco. Drei Wochen – und trotzdem bleibt vieles liegen. Wer mehr Zeit hat, kann Death Valley und Yosemite großzügiger einplanen.
Tagesetappen
1. Tag: Anreise
Ankunft in San Francisco. Je nach Flugzeit bleibt vielleicht noch etwas für einen ersten Spaziergang am Fisherman's Wharf oder entlang der Embarcadero. Bevorzugt Downtown übernachten – dann ist man am nächsten Morgen gleich mittendrin.
2. Tag: San Francisco
Golden Gate Bridge, Lombard Street, Cable Car, Coit Tower, Fisherman's Wharf, Presidio, Twin Peaks – ein voller Tag reicht kaum. Wer Alcatraz Island besuchen möchte, sollte die Tickets lange im Voraus gebucht haben.
3. Tag: San Francisco
San Francisco verdient einen zweiten Tag. Haight-Ashbury, das Castro District, der Golden Gate Park mit dem de Young Museum, oder eine Fährüberfahrt nach Sausalito mit Blick zurück auf die Skyline. Wer Alcatraz noch nicht gebucht hat: heute nachholen für den nächsten Aufenthalt – oder auf eine der Abendtouren ausweichen.
4. Tag: San Francisco → Muir Woods NM + Point Reyes National Seashore (ca. 80 km)
Eine halbe Stunde von San Francisco entfernt und doch eine andere Welt: Die Küstenredwoods im Muir Woods National Monument sind beeindruckend – früh da sein, Parkplatz unbedingt im Voraus reservieren. Danach weiter zur Point Reyes National Seashore: dramatische Klippen, einsame Strände, Elk-Herden im Abendlicht. Übernachtung in Point Reyes Station oder Olema.
5. Tag: Point Reyes → Napa Valley (ca. 100 km)
Vom rauen Pazifik in die sanften Hügel der Wine Country – kein großer Umweg, aber ein starker Kontrast. Das Napa Valley ist kein Geheimtipp, die Weine und die Landschaft aber dennoch wert. Wer etwas weniger touristisch möchte, weicht ins benachbarte Sonoma Valley aus. Übernachtung in Napa oder Yountville.
6. Tag: Napa Valley → Redwood NP – Avenue of the Giants / Humboldt Redwoods SP (ca. 280 km)
Lange Fahrt nach Norden, vorbei an der Mendocino Coast – wer Zeit hat, legt hier einen kurzen Stopp ein. Das eigentliche Ziel ist die Avenue of the Giants: 50 km durch den Humboldt Redwoods State Park, vorbei an den größten Küstenmammutbäumen der Welt. Übernachtung in Garberville oder Myers Flat.
7. Tag: Humboldt Redwoods → Redwood National & State Parks (ca. 160 km)
Weiter nach Norden in die Redwood National & State Parks rund um Crescent City. Der Prairie Creek Redwoods State Park mit dem Fern Canyon – einem schmalen, farnbewachsenen Schluchtenpfad, der aussieht wie aus einem Urwelt-Film – ist ein absolutes Highlight. Am Strand mit etwas Glück Elche. Übernachtung nahe Crescent City oder Arcata.
8. Tag: Redwood NP → Lassen Volcanic NP (ca. 280 km)
Ab heute geht es ins Landesinnere. Der Lassen Volcanic NP ist einer der am meisten unterschätzten Nationalparks Kaliforniens: aktiver Vulkanismus, brodelnde Schlammtöpfe, türkisfarbene Seen, Schneeflächen bis in den Sommer. Über ihn redet kaum jemand – zum Glück, könnte man sagen. Übernachtung im oder nahe dem Park.
9. Tag: Lassen Volcanic NP → Lake Tahoe (ca. 220 km)
Durch das nördliche Sacramento Valley und hinauf in die Sierra Nevada. Der Lake Tahoe auf 1.900 m Höhe ist einer der schönsten Bergseen der USA – kristallklares Wasser, Kiefernwälder, spektakuläre Ausblicke von den umliegenden Pässen. Im Sommer ideal zum Baden. Übernachtung in South Lake Tahoe oder Tahoe City.
10. Tag: Lake Tahoe → June Lake Loop / Mammoth Lakes (ca. 200 km)
Südwärts auf dem US-395, einer der schönsten Panoramastraßen Kaliforniens – links die karge Hochwüste des Great Basin, rechts die schneebedeckten Kämme der Sierra Nevada. Die June Lake Loop ist eine kurze Rundstraße durch eine der reizvollsten Seenlandschaften der Region, Mammoth Lakes gleich nebenan. Übernachtung in June Lake oder Mammoth Lakes.
11. Tag: June Lake → Yosemite NP via Tioga Pass (ca. 100 km)
Über die CA-120 (Tioga Pass Road) in den Yosemite NP – die Passstraße selbst ist schon ein Erlebnis. Wichtig: Die Tioga Road ist saisonal gesperrt (typischerweise November bis Mai/Juni je nach Schneelage), und für den Aufenthalt im Yosemite Valley ist eine Reservierung Pflicht. Das Valley ist in den Sommermonaten sehr stark besucht. Übernachtung im Park oder in der Umgebung (Lee Vining, kleine Orte westlich des Parks).
12. Tag: Yosemite NP
Wandern! El Capitan, Half Dome, Yosemite Falls, Mirror Lake – der Park bietet für jeden Konditionsgrad das Richtige. Wer es ruhiger angeht: im Yosemite Valley stehen bleiben und zuschauen, wie das Abendlicht die Granitwände anstrahlt. Das kostet nichts und ist schwer zu übertreffen.
13. Tag: Yosemite NP → Alabama Hills / Lone Pine (ca. 230 km)
Raus aus dem Park nach Süden, hinunter in den Owens Valley auf dem US-395. Die Alabama Hills bei Lone Pine – bizarre Felsbuckel vor dem Panorama des Mt. Whitney – sind der Traum jedes Fotografen und gleichzeitig die Kulisse für Dutzende Western und Hollywoodfilme. Das Beste daran: keine Eintrittsgebühr, kaum Menschenmassen. Übernachtung in Lone Pine.
14. Tag: Alabama Hills → Death Valley NP (ca. 130 km)
Über den Owens Valley und den Towne Pass hinab ins Tal. Der Death Valley NP ist unbedingt sehenswert – Badwater Basin (tiefster Punkt Nordamerikas), Zabriskie Point, Artists Drive, Mesquite Flat Sand Dunes. Im Hochsommer sind die Temperaturen extrem (über 50 °C mittags sind keine Seltenheit); die Route funktioniert im Frühjahr und Herbst deutlich angenehmer. Immer ausreichend Wasser dabei haben. Übernachtung in Furnace Creek – frühzeitig reservieren, die Unterkunftsmöglichkeiten im Park sind begrenzt und schnell ausgebucht.
15. Tag: Death Valley NP → Joshua Tree NP (ca. 200 km)
Morgens noch Dante's View oder die Mesquite Flat Dunes im frühen Licht, dann südwärts über den Owens Valley in Richtung Joshua Tree NP. Der Park ist eines der seltsamsten und stimmungsvollsten Landschaftsbilder der USA – skurrile Josuabäume, riesige Granitbrocken, absolutes Schweigen. Abends den Sternenhimmel abwarten: hier gibt es kaum Lichtverschmutzung. Übernachtung in Twentynine Palms oder im Park (Camping).
16. Tag: Joshua Tree NP → San Diego (ca. 270 km)
Morgens noch Skull Rock, Cholla Cactus Garden oder Keys View – dann westwärts aus der Wüste heraus Richtung Küste. San Diego ist Kalifornien von seiner entspanntesten Seite: tolle Strände, das lebendige Gaslamp Quarter, der Balboa Park mit seinem weltberühmten Zoo. Übernachtung in Downtown San Diego oder Mission Bay.
17. Tag: San Diego
Coronado Island mit dem ikonischen Hotel del Coronado, Old Town San Diego mit den historischen Adobe-Gebäuden, oder ein Ausflug nach La Jolla: Robbenkolonien direkt an den Klippen, das Scripps Institution of Oceanography und eine der schönsten Küstenpromenaden Südkaliforniens. Abends: Craft Beer in einer der vielen Brauereien der Stadt – San Diego ist für seine Bierkultur bekannt.
18. Tag: San Diego → Los Angeles (ca. 200 km via PCH)
Ab jetzt führt der Weg zurück nach Norden – entlang des Pacific Coast Highways. Von San Diego über Carlsbad, Oceanside und Dana Point nach Malibu: der südliche PCH ist weniger spektakulär als Big Sur, aber die Strandabschnitte, die Klippen und das Licht über dem Pazifik entschädigen. Venice Beach und der Boardwalk als erster L.A.-Eindruck. Übernachtung in Los Angeles (Santa Monica oder West Hollywood als gute Basen).
19. Tag: Los Angeles
L.A. ist groß – ein Tag kratzt nur an der Oberfläche. Der Griffith Observatory-Ausblick über die Stadt ist Pflicht. Die Santa Monica Mountains NRA mit dem Mulholland Drive ist das grandioseste und am meisten unterschätzte Hinterland der Stadt. Das Getty Center mit seiner Sammlung und den Aussichten über L.A. lohnt ebenfalls. Wer den Walk of Fame möchte: kurzer Abstecher, nicht zu viel Zeit einplanen.
20. Tag: Los Angeles → Big Sur (ca. 380 km via PCH)
Weiter auf dem Pacific Coast Highway nordwärts. Durch Malibu (El Matador State Beach für einen Stopp), Santa Barbara – die „amerikanische Riviera” – und weiter durch San Simeon, wo ein kurzer Stopp bei Hearst Castle lohnt. Dann der Anstieg in das Big Sur-Gebiet: Bixby Creek Bridge, McWay Falls, Pfeiffer Beach. Man kommt kaum voran, weil man ständig anhält. Das ist auch richtig so. Übernachtung in Big Sur – früh reservieren, Unterkünfte sind rar.
21. Tag: Big Sur → Carmel-by-the-Sea → San Francisco, Abflug (ca. 250 km)
Morgens noch der 17-Mile-Drive auf der Monterey Peninsula, dann das charmante Carmel-by-the-Sea – Mittagspause. Danach zügig auf dem PCH nordwärts zurück nach San Francisco. Mietwagenrückgabe am SFO. California Dreaming – nicht nur im Song.