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Im Westen ist Amerika Das reinste Licht

ISBN (978-3-347-05606-0) ISBN (978-3-347-59687-0)

amerikaroman.de

Das reinste Licht


Im Westen ist Amerika

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Das reinste Licht

northwest reloaded tour 2009

(Letzte Änderung: 25.12.2016 @ 10:15)

16. Tag: 17.07.2009 (Teil 1)

Am nächsten Morgen wurden wir durch Handwerkergeräusche aus den Federn gerissen. Der Eigentümer war früh auf den Beinen um letzte Renovierungsarbeiten zu erledigen. In zwei Wochen sollte Neueröffnung seines Restaurants sein. Mir schwante nichts Gutes und ich gelobte Demut, schließlich standen wir widerrechtlich auf seinem Grundstück.

Der Mann war super-nett. Man schickte uns weder fort noch trieb man uns zur Eile an. Wir sollten in Ruhe frühstücken und außerdem: Where ya from? - Oh, cool. - Have a nice day! Ohne Worte. Für solche Erlebnisse und diese Herzlichkeit liebe ich Amerika und die Amerikaner. Der Tag fing gut an.

Das Wetter tat sein Übriges - strahlende Sonne ließ die gewaltige Eishaube des Mount Rainier weiß-blau glitzern, als wir uns dem Riesenkoloss näherten.

Mit ein paar Fotostopps fuhren wir bis Paradise durch, wo ganz schön viel Betrieb war. Es war Wochenende und viele Outdoor-Fans aus den Großräumen Seattle und Portland waren auf Achse. Mit etwas Mühe fanden wir einen Parkplatz ein wenig die Straße runter und liefen dann zurück zum Visitor Center.

Angesteckt vom Ehrgeiz und Adrenalin vieler Anderer entschied ich mich spontan eine kleine Bergwanderung zu machen. Ein festes Ziel hatte ich nicht, sondern wollte einfach so weit laufen, wie ich Lust hatte. Richtung bergauf natürlich. Dass ich es nicht bis ganz nach oben schaffen würde, war natürlich logisch, aber um ein wenig in die Hochgebirgswelt des Mount Rainier einzutauchen, muss man auch nicht bis zum Gipfel wandern.

Während Anja und die Kinder lieber ein wenig in der Nähe des Visitor Centers spazieren gehen wollten, begab ich mich dick mit Sonnencreme eingeschmiert auf den trail, der gut ausgerüstete Gipfelaspiranten zum Basislager Camp Muir führt. Durch tiefen Schnee ging es steil bergauf. Ich folgte einer Wanderergruppe, die wie die Bergziegen hintereinander herstiefelten.

Die Ausblicke auf die Bergwelt waren atemberaubend.

Nach einer Weile erreichten wir den Panorama Point, der das Ende der "offiziellen" trails im Park ist, wenn man von dem Aufstieg zum Gipfel absieht. Die Wanderergruppe, die ich überholt hatte, zog von hier aus weiter Richtung Camp Muir, während ich eine kleine Pause machte und überlegte, wohin ich eigentlich noch laufen wollte.

Ich fühlte mich topfit und hatte unbändige Lust weiterzuklettern, aber die Vernunft siegte. Es gab ja auch noch einen Rückweg, außerdem war ich schlecht ausgerüstet und Anja wartete auf mich. Also entschloss ich mich schweren Herzens nach ein paar Metern jenseits des Panorama Points umzukehren. Another time ...

Noch ein Bild vom Gipfel.

Auf dem Rückweg hatte ich Gelegenheit mich mehr mit der Aussicht auf die umliegenden Vulkanberge in Blickweite zu befassen. Ich glaube, dass das hier Mount St. Helens ist. (Bitte Korrektur, falls das nicht stimmt - Danke!)