headerbildmobil1 headerbildmobil2 headerbildmobil3 headerbildmobil4 headerbildmobil1
Logo

Bryce Canyon National Park (UT)

(Letzte Änderung: 1.09.2018 @ 15:25)

Der Bryce Canyon ist ein must see des amerikanischen Südwestens. Oder ganz klassich ohne Denglisch: muss man gesehen haben. Ein Reiseziel, das eigentlich bei keiner Newbie-Tour fehlen darf. In einem Atemzug mit dem Grand Canyon, Yellowstone oder dem Yosemite National Park zu nennen.

Bei der Planung unserer ersten USA-Reise im Jahr 1991 konnte ich z.B. mit dem Zion Nationalpark nicht so viel anfangen, wir haben ihn letztendlich nur auf dem Weg zum Bryce Canyon durchquert. (Natürlich haben wir damit dem Zion National Park komplett unrecht getan, wie uns längst wohlbekannt ist.) Die Felsen des Bryce Canyon National Parks hingegen leuchteten schon damals von den Titelseiten diverser Reiseprospekte und übten magische Anziehungskraft aus. Da mussten wir hin!

Ich habe den Bryce Canoyn Nationalpark zuletzt im Jahr 2015 besucht. 24 Jahre nach dem ersten Mal war ich noch genauso begeistert von den knalligen Farben, dem mit dem Orange der Felsen drastisch kontrastierenden Grün der limber pines, der Weite der Landschaft und der Klarheit der Höhenluft, denn der Park liegt auf 2400-2700 m ü NN.

Dass ein gewisser Ebenezer Bryce, ein in Schottland geborener mormonischer Siedler, der in den 1860er Jahren in die Region kam und nach dem der Park benannt wurde, die Sache etwas nüchterner betrachtete, kann man allerdings verstehen, wenn man z.B. vom Inspiration Point (s. Bild unten) auf das Labyrinth von Felsnadeln, und -türmchen blickt. Für Viehtreiber sei es einfach "a hell of a place to lose a cow." Für die ersten Siedler stand nicht die Schönheit der Natur im Vordergrund, sondern die Möglichkeit diese urbar zu machen.

Bryce Canyon Inspiration Point

Auch die Natural Bridge und der Agua Canyon sind interessante Aussichtspunkte an der Parkstraße und es gibt noch viele mehr.

Bryce Canyon Natural Bridge Bryce Canyon Agua Canyon

Die Höhenlage des Parks macht die Sommerhitze der high desert in Südwest-Utah erträglich. Auch ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt für weniger hitzetolerante Mitteleuropäer. Gegen Abend und vor allem nachts wird es aber ganz schön schattig.

Zelten im Bryce Canyon Nationalpark kann dann eine echte Herausforderung sein, vor allem, wenn - so wie ich es 1991 erlebt habe - mitten in der tiefschwarzen Nacht ein thunderstorm monumentalen Ausmaßes losbricht und den Sunset Campground binnen weniger Minuten unter Wasser setzt.

In meiner persönlichen Wertung bekommt der Bryce Canyon National Park drei von fünf möglichen Sternen. Die Landschaft ist zwar traumhaft, aber es gibt Nationalparks, die noch mehr Abwechslung bieten. Beim Befahren der Parkstraße hat man manchmal den Eindruck: habe ich doch schon mal gesehen. Weiter zum nächsten Stopp.

Jammern auf hohem Niveau!

 

Fact Sheet

Location: Southwest Utah
Established: 1928
Visitation: 1.745.804 (2015; 47/368) 1
Size: 145 km²
Elevation: lowest 6.565 ft (2.001 m)
highest 9.115 ft (2.778 m)
Information:official NPS site
Wikipedia
My Visits: 1991, 1994, 2007, 2010, 2015
My Rating:
Highlights: Sunset Point
Sunrise Point
Bryce Point
Inspiration Point
Rainbow Point
Natural Bridge
Quelle: NPS Reports

1 Absolute Besucherzahlen sowie Rangplatz unter allen erhobenen 368 National Park Sites (Jahr 2015)

Climate

Normal Daily Max (Max) and Normal Daily Min (Min) in Degrees Fahrenheit

Days with Precipitation and Average Number of Thunderstorms

Hiking

Sehr schöne und empfehlenswerte trails sind der Navajo Loop Trail und der Queens Garden Trail. Letzterer ist der einfachste trails, der direkt in den Canyon hinein führt, von dem aus man also die Felszinnen aus nächster Nähe bewundern kann.

Beide Wege bin ich gelaufen, den Queens Garden Trail 2007 (mit meiner ältesten Tochter im zarten Alter von 5), den Navajo Loop Trail im Jahr 1994. 2015 habe ich die gesamte Loop bestehend aus einem kurzen Stück Rim Trail, dann dem Queen's Garden Trail und schließlich dem Navajo Trail gemacht. Diese klassische Kombi beginnt beim Sunset Point, führt zum Sunrise Point und endet schließlich wieder beim Sunset Point.

Wer nur kurz Zeit hat, ist mit den genannten Wegen meines Erachtens am besten bedient. Selbstverständlich gibt es zahlreiche weitere Wege unterschiedlicher Länge und Anforderungsniveaus.

Camping

Camping im Bryce Canyon National Park ist eine gute Alternative zu der einzigen alternativen Unterkunft im Nationalpark selbst, der Bryce Canyon Lodge. Ansonsten bleibt in der Nähe des Parks nur noch das Ruby´s Inn, welches mir allerdings definitiv zu touristisch und rummelig ist.

Zur Verfügung stehen zwei Campingplätze: North und Sunset, beide in Nähe des Visitor Centers. Für WoMo-Freunde: Es gibt keine Hook-ups.

Auf beiden Plätzen stehen einige campsites für Reservierungen zur Verfügung, der überwiegende Teil wird nach dem first-come-first-served Prinzip vergeben. Gerade in den Sommermonaten sollte man ohne vorherige Reservierung besser am frühen Nachmittag ankommen und außerdem Glück haben.

Directions

Viele Besucher erreichen den Nationalpark vom Zion NP kommend. Das gilt vor allem im Sommer für zahllose Las Vegas Urlauber, die sich über die I 15 nach Norden aufmachen, kurz hinter St. George Richtung Zion NP abzweigen, diesen durchqueren und schließlich über die famose und berühmte UT 12 (eine der schönsten Straßen in den USA überhaupt) den Bryce Canyon NP erreichen.

Wie oben gesagt, Bryce gehört mittlerweile zum festen Portfolio von Millionen USA-Touristen aus aller Welt. Insbesondere Südwest-Ersttäter nehmen häufig die beschriebene Route.

Vom Zion NP aus fährt man noch etwa 150 km zum Bryce Canyon NP bei etwa zwei Stunden Fahrtzeit. Von Las Vegas aus sind es gut 400 km, bei ca. 4,5 Stunden reiner Fahrtzeit.

Hier finden Sie die offizielle Park-Map.

GPS-Koordinaten Bryce Canyon NP

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier):

GPS Visitor Center: 37.64, -112.17
GPS Sunset Campground: 37.622922, -112.172774
GPS North Campground: 37.63444, -112.16694

Good to know

Ein angenehmer Nebeneffekt der großen Höhe besteht darin, dass es im Sommer erträglich bleibt. Während im Zion National Park noch in der Hitze gebrutzelt wird, ist hier schon entspanntes Chillen angesagt.

Die Parkstraße ist ca. 30 km lang. Dafür gehen locker drei Stunden drauf, wenn man an den vielen Aussichtspunkten ein wenig verweilen möchte.

Wer nur wenig Zeit hat, kann darauf verzichten, bis zum Rainbow Point zu fahren. Einen sehr guten Eindruck geben auch die nördlicher gelegenen Viewpoints (z.B. Sunset Point, Bryce Point oder Inspiration Point, um nur mal die meines Erachtens wichtigsten zu nennen).

WoMo-Fahrer, die vom Zion National Park kommen, müssen einkalkulieren, dass sie den Zion National Park über einen Tunnel verlassen müssen und dafür einen Escort-Service des NPS benötigen.

Es lohnt sich nach dem Besuch des Bryce Canyon weiter nach Osten auf der UT 12 zu reisen. Diese führt zwischen Escalante und Boulder spektakulär über einen Felsgrat und schließlich zum Capitol Reef National Park.

Gallery

Diese Gallery besteht aus 88 Farbbildern. Die Bilder stammen aus den Jahren 1991, 2007 und 2015.