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   Mein Amerika-Roman: Im Westen ist Amerika

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Off-the-beaten-Track 2012

(Letzte Änderung: 9.07.2017 @ 10:04)

7. Tag: 12.10.2012 (Fortsetzung)

Weiter geht´s Richtung Capitol Reef NP. In Caineville gibt es einen guten Rodeway Inn, in dem ich schon einmal übernachtet habe. Der Laden ist ziemlich neu und hat ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, was man von den Alternativen in Hanksville nicht unbedingt behaupten kann.

Wir checken aber noch nicht ein, sondern wollen abwarten, wie sich der weitere Tag - vor allem wettertechnisch - entwickelt. Wer weiß, wo wir heute noch landen.

Geplant ist jetzt eigentlich die Notom Bullfrog Road, aber diese relativ lange, nicht asphaltierte Strecke dürfte ziemlich feucht sein, um es mal vorsichtig auszudrücken. Es regnet nämlich in Strömen. Keine Ahnung, ob die eigentlich harmlose Strecke unter diesen Bedingungen passierbar ist. Wir wagen einen Versuch und biegen kurz vor dem Eingang zum Capitol Reef NP links ab.

Anfangs ist die breite Straße asphaltiert und danach eine breite gravel road. Der Bodenbelag ist einigermaßen fest und man hat mit den Offroad-Reifen des Wranglers eine gute Traktion. Bei Trockenheit kann man hier locker mit 40 mph entlang heizen, aber heute besser nicht. Wir sind vorsichtig und fahren langsam.

Im weiteren Verlauf der Notom Bullfrog Road kommen ein paar Schikanen in Form Wasser führender Furten ins Spiel. Da müssen wir wohl oder übel durch. Schnell oder langsam, das ist hier die Frage. Schnell hat den Vorteil, dass man nicht im Schlamm verreckt, langsam, dass man evtl. erodierte Stufen unterbaufreundlicher nimmt. Wir entscheiden uns für die langsame Variante und liegen damit vermutlich richtig.

Es hat jetzt aufgehört zu regnen, aber die schwarzen Wolken, auf die wir geradewegs zufahren, machen uns Sorgen. Wenn das mal gut geht. Mitten in der Pampa in einem Schlammloch stranden, ist keine lustige Vorstellung.

Während die ersten Meilen auf der Notom Bullfrog Road durch offenes Weideland führen und relativ uninteressant sind, kommt jetzt der landschaftlich wesentlich schönere Teil. Man befindet sich nun auf dem Gebiet des Capitol Reef Nationalparks und die Straße führt herrliche Badlands, deren Farben bei dem Sauwetter natürlich nicht richtig zur Geltung kommen.

Die Straßenverhältnisse werden immer problematischer. Der slickrock-Belag ist extrem seifig und es ist schwer den Wagen in der Spur zu halten. An manchen Stellen gleitet er fast unkontrolliert dahin, so als würde man auf Glatteis fahren. Die Lenkung blockiert hin und wieder und auch die Bremsen verdienen den Namen kaum.

Wir halten an um die Reifen näher zu inspizieren und das Problem ist ziemlich offensichtlich. Das starke Profil der Jeep-Reifen hat sich fast vollständig mit zähem, klebrigen Schlamm zugesetzt. Genau aus diesem Grund wird (zu Recht) davon abgeraten, solche Dinge zu machen, wir wir es gerade tun.

Mit Mühe, Not und einigen Schweißperlen auf der Stirn lassen wir die Notom Bullfrog Road hinter uns, die jetzt in den Burr Trail übergeht. Wir kommen zu den bekannten switchbacks und fahren die Serpentinen langsam und extrem vorsichtig bergauf. Das klappt besser als gedacht, denn die Straße ist nicht mehr so schlammig, wie zuvor die Notom Bullfrog Road.

Oben mache ich ein paar Bilder von der schönen Landschaft und muss dabei immer einen riesigen Hund im Auge behalten, der es offenbar auf mich abgesehen hat. Zumindest kläfft er mich wütend an und ein Halter ist erst einmal nicht in Sicht. Dann taucht Herrchen auf und hat Mühe die Bestie zurückzupfeifen. Ich bin froh wieder im Auto zu sein.

Mittlerweile sind wir wild entschlossen unser geplantes Tagesprogramm trotz der Straßenverhältnisse komplett durchzuziehen, zumal es ein wenig freundlicher wird. Hin und wieder schickt die Sonne ihre hochwillkommenen Strahlen zur Erde und wertet die bezaubernde Landschaft optisch noch weiter auf.