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   Mein Amerika-Roman: Im Westen ist Amerika

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Off-the-beaten-Track 2012

(Letzte Änderung: 9.07.2017 @ 10:04)

6. Tag: 11.10.2012 (Fortsetzung)

Mit ein bisschen Trickserei finden wir einen guten Standort. Die Sonne muss abgeschirmt werden und dafür eignet sich ein Sonnen-Shelter bestens. Der ist auch aus anderem Grund hochwillkommen, denn es ist mittlerweile deutlich über 30° C heiß. Im Hochsommer sind die Bedingungen bestimmt mörderisch.

Die Rainbow Bridge ist die größte natürliche Steinbrücke der Welt und wirkt mit ihren 82 m Spannweite majestätisch und zerbrechlich zugleich.

Fast genauso schön wie die Brücke finde ich den Forbidding Canyon, der die Rainbow Bridge mit dem Lake Powell verbindet. Die Sandstein-Felswände der engen Schlucht werden von der Sonne angestrahlt und trotz des hohen Sonnenstands sind die Farben sehr intensiv.

Als wir uns wieder an Bord einfinden, hat sich der Himmel verdüstert. Es sieht definitiv nach Regen aus. Nur gut, dass dieser erst jetzt im Anmarsch ist und wir die Rainbow Bridge noch bei gutem Wetter besuchen konnten. Die Passage durch die enge Schlucht habe ich in einem schwer oskarverdächtigen Video für die Nachwelt festgehalten.

An Bord unseres Bootes befindet sich ein seltsamer Zeitgenosse. Demonstrativ trägt er ein Werbe-Shirt der NRA (National Rifle Association) mit einem ziemlich aggressiven Motiv. In meinen Augen ist dieses eindeutig waffenverherrlichend. Ralf und ich können darüber nur mit dem Kopf schütteln. Wie kann man so etwas in Zeiten immer wiederkehrender Amokläufe an Schulen provozierend zur Schau stellen?

Als wir wieder an der Lake Powell Lodge ankommen, fahren wir erst mal zu Jack-in-the-Box um die Kalorienvorräte wieder aufzustocken. Ich finde die Jacks gar nicht mal so schlecht. Kann man hin und wieder essen, obwohl es natürlich junk food ist und bleibt.

Auf dem Weg dorthin kommen wir an schönen Overlooks vorbei. Komisch, von Regen ist keine Spur mehr, die Wolken haben sich komplett verzogen. Dabei sind für heute Abend schwere Regenfälle angekündigt.

Eigentlich ist geplant als nächstes zum Marble Canyon und zur Navajo Bridge zu fahren. Aus Zeitgründen canceln wir das und fahren stattdessen nach Osten Richtung Monument Valley.

Wir kommen am Navajo National Monument vorbei und beschließen, dass dieses angesichts des hervorragenden Lichts jetzt am späten Nachmittag einen Stop wert ist. Das Monument wird gleich geschlossen, aber das kleine Visitor Center ist noch geöffnet. Die Ranger sind offenbar alle indianischer Abstammung.

Da ich schon einmal hier war, weiß ich, dass es einen kurzen trail zu einem sehr schönen Aussichtspunkt gibt. Diesen Sandal Trail gehen wir und kommen nach ca. einer halben Meile zum Betatakin Overlook. Von hier hat man einen unverstellten, aber ziemlich distanzierten Blick auf cliff dwellings aus der Anasazi-Zeit. Leider ist mein Kamera-Akku leer und beide Ersatzakkus sind im Auto. So ein Käse, jetzt kann ich exakt fünf Bilder von den Ruinen machen, dann ist Sendepause.

Als wir wieder am Visitor Center sind, machen wir noch einen kurzen Stopp am Tsegi Point Overlook. Am Himmel ziehen wieder dichtere Wolken auf, die zusammen mit der tief stehenden Sonne eine einzigartige Atmosphäre schaffen.

Mit dem wirklich allerletzten Licht kommen wir im Monument Valley an. Am Himmel hängen dichte Wolken, aus denen hin und wieder ein paar Tropfen fallen. Bereits heute Nacht soll es anfangen zu regnen und die Wetteraussichten für morgen sind schlichtweg katastrophal. Offenbar zieht eine üble Schlechtwetterfront über den Südwesten.

Wir stöbern noch ein wenig im Souvenir-Shop des The View Hotels und fahren dann zum San Juan Inn nach Mexican Hat. Ich kenne das Motel von früheren Reisen und finde es ok. Viel Auswahl gibt es in der Region sowieso nicht. Also hoffen wir, dass noch ein Zimmer frei ist.

Wir haben Glück und bekommen ein Zimmer auf dem second floor, also im ersten Stock. Von oben kann man direkt auf den San Juan River sehen.

Da die Verpflegungslage etwas kritisch zu werden droht, gehen wir ins dem Motel angeschlossene Restaurant. Wir probieren einen Navajo Taco, der im Prinzip gut zubereitet aber leider scheinbar komplett ungesalzen ist. Ich stehe ja auch nicht auf versalzenes Essen, aber so laff wie hier, muss es nun wirklich nicht sein. Schade um die eigentlich gute Gericht-Idee.