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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

Paderquellen - Bär ermittelt Neu

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White Sands National Park (NM)

(Letzte Änderung: 1.07.2026 @ 16:39)
Auf einen BlickDer White Sands National Park bei Alamogordo schützt das größte Gipsdünenfeld der Welt – blendend weiße Dünen aus Calciumsulfat bis zum Horizont, am eindrucksvollsten am Ende des Dunes Drive (Heart of the Sands). Man kann die Dünen frei besteigen (barfuß ein Erlebnis); der Dunes Drive wird wegen Raketentests der angrenzenden Holloman AFB gelegentlich gesperrt.
Beste Reisezeit: Herbst bis Frühjahr (Sommer bis 40 °C; Alkali Flat Trail nur früh/spät, viel Wasser!)
Zeitbedarf: 1 bis zwei Tage; in der Nähe der Oliver Lee Memorial State Park

White Sands National Park in New Mexico

Von Weitem wirken sie gar nicht so spektakulär und es mischt sich leise Enttäuschung in die Vorfreude auf die Dünen von White Sands. Wie größere Sandhügel sehen sie aus, kaum größer als die Dünen am Weststrand von Sylt, möchte man meinen. Nur die Farbe dieser Gipsdünen ist irritierend hell, beinahe weiß. Das beeindruckt auch schon aus der Ferne.

Je näher man allerdings dem größten Gipsdünenfeld der Welt kommt, desto spektakulärer erscheint die Landschaft. Die Parkstraße sollte man nach Passieren des Eingangsbereichs also unbedingt bis zum Ende - dem Heart of the Sands - weiter fahren. Dort sind die Dünen überwältigend dominant. Weiß-grauer Gipssand, wohin man auch blickt. Man ist von einer einzigartiger Landschaft umgeben. Dabei bestehen die Dünen aus Calciumsulfat-Dihydrat, einem Mineral, das durch die Erosion der umliegenden Berge in das Tularosa-Becken gelangt ist.

Es ist diese Mischung aus Postkartenidylle (weißer Sand, blauer Himmel, ein wenig exotische Wüstenvegetation) und postapokalyptischer Ödnis, von der eine faszinierende Wirkung ausgeht.

Gipsdünen und Heart of the Sands

Die gezackten Gebirgszüge der San Andres Mountains, die das Tularosa Basin umranden, wirken abweisend. Die ganze weitere Umgebung am Rande der Chihuahuan Desert ist menschenfeindlich, ebenso wie das Klima. Im Sommer sind Temperaturen von bis zu 40° keine Seltenheit. Celsius wohlgemerkt und zwar im Schatten (welcher jedoch nirgendwo vorhanden ist).

Faszinierend finde ich die Anpassungsfähigkeit und den Überlebenswillen von Fauna und Flora. Man könnte meinen, dass nichts toter sei als diese Gipslandschaft. Doch das stimmt nicht. Besonders fotogen finde ich die yucca, die es hier in verschiedenen Variationen gibt.

Mein erster Besuch fand im Jahr 1994 statt. Damals stand ich noch unter dem Eindruck der Landschaftsaufnahmen aus dem Action-Thriller White Sands (1992). Einmal im Fernsehen oder auf Video gesehen und die Location stand ganz oben auf meiner damaligen To-Do-Liste.

1994 hatten wir leider schlechtes Wetter (s. großes Bild oben), also folgte ein weiterer Besuch im Jahr 2012 bei strahlend blauem Himmel. 2016 war ich wieder mal in der Region und natürlich habe ich einen Abstecher nach White Sands gemacht.

White Sands ist ein großartiger Park, absolut sehenswert. Vier Sterne!

 

Fact Sheet

Location: South New Mexico
Established: 2019 (formerly National Monument)
Visitation: 659,742 (2025: 107/399) 1
Size: 581,7 km²
Elevation: 4,235 ft (1291 m)
Information:official NPS site
Wikipedia
My Visits: 1994, 2012, 2016
My Rating:
Highlights: Alkali Flat Trail
Quelle: NPS Reports

1 Absolute Besucherzahlen sowie Rangplatz unter allen erhobenen 399 National Park Sites (Jahr 2025)

Climate

Monat | Hoch (°F) | Niedrig (°F)
Jan
55°
35°
Feb
62°
39°
Mar
71°
45°
Apr
80°
52°
May
90°
60°
Jun
101°
70°
Jul
104°
74°
Aug
100°
72°
Sep
93°
66°
Oct
81°
55°
Nov
66°
43°
Dec
55°
36°

Quelle (nur Daten): Destination Parks

Hiking

Neben den speziellen hiking trails ist es möglich die Dünen selbst zu besteigen – einfach draufkraxeln, was im Oktober 2012 frühmorgens und im Oktober 2016 am frühen Abend barfuß ein herrlich erfrischendes Erlebnis war. Wie sich der Gipssand, die Sonne reflektierend, im Hochsommer ohne Schuhwerk anfühlt, möchte ich lieber nicht wissen.

Neben diesem auch für Kinder amüsanten Erlebnis gibt es verschiedene kurze trails, z.B. den Interdune Boardwalk. Dieser endet an einem schönen viewpoint.

Wer richtig Kalorien verbrennen möchte, könnte über den Alkali Flat Trail nachdenken, sollte aber den unten stehenden Hinweis (Good to know) unbedingt lesen. Der Alkali Flat Trail geht über knapp 8 km round trip. Ich habe ihn im Oktober 2016 gemacht.

Camping

Abgesehen von einige primitive tent sites inmitten der Dünen ist Camping nicht möglich.

Directions

Der White Sands National Park liegt an der NM 70, ca. 25 km südlich von Alamogordo.

Der Park ist von dem militärischem Sperrgebiet der White Sands Missile Range umgeben. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Holloman Airforce Base.

GPS-Koordinaten White Sands NP

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier):

GPS Visitor Center: 32.779720, -106.171669
GPS Alkali Flat Trailhead: 32.820808, -106.273824

Good to know

Der Park wurde ursprünglich am 18. Januar 1933 von Präsident Herbert Hoover als White Sands National Monument ausgewiesen. Im Dezember 2019 wurde das Gebiet dann offiziell zum Nationalpark erklärt und bekam damit einen höheren Schutzstatus.

Wegen militärischer Raketentests kommt es hin und wieder zu Sperrungen des Dunes Drives. Davon ist manchmal sogar der Highway NM 70 betroffen.

Hier noch mehr als anderswo auf ausreichenden Schutz vor der UV-Strahlung achten: Der helle Sand reflektiert das Licht, man verbrennt schnell. Außerdem: Trinken, trinken, trinken! Hitze und Wüstenwind führen zur Dehydrierung.

Im Sommer 2015 ist ein französisches Ehepaar im White Sands National Monument ums Leben gekommen. Die beiden starben dehydriert den Hitzetod, während ihr 9-jähriger Sohn knapp überlebt hat. Die Familie war auf dem Alkali Flat Trail unterwegs. Dieser ist alles Andere als flat, und führt vor allem auf den ersten Meilen stetig steile Dünen bergauf und bergab. Das geht ganz schön in die Beine. Immer mit ausreichend Wasser loswandern, lieber noch eine kleine PET-Flasche extra mitnehmen! Das gilt prinzipiell für jede Wanderung in den USA, aber in Wüstengegenden wie dem White Sands National Monument im Sommer ist ein richtiges Flüssigkeitsmanagement ganz besonders wichtig. Unbedingt die zahlreichen Warnhinweise zu Beginn des trails beachten. Im Hochsommer würde ich den Weg nur frühmorgens oder kurz vor Sonnenuntergang laufen, ansonsten läuft man Gefahr am Spieß gegrillt zu werden.

Eintritt: 25 USD pro Fahrzeug (America the Beautiful Pass akzeptiert). Der Park öffnet täglich; der Dunes Drive kann wegen Raketentests der angrenzenden Holloman Air Force Base temporär gesperrt sein — aktuelle Infos auf der NPS-Website.

Fotografen-Tipp: Um das Weiß der Dünen richtig einzufangen, ist häufig eine reichliche Überbelichtung angebracht (ca. eine ganze Blende). Sonst wundert man sich zu Hause am PC, warum die Dünen grau aussehen.

In der Nähe lohnt sich auch ein Abstecher zum Oliver Lee Memorial State Park südlich von Alamogordo — schöner Canyon-Trail mit Blick über das Tularosa-Becken.

My Rating

White Sands ist einzigartig. Muss man gesehen haben.

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