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Olympic National Park (WA)

(Letzte Änderung: 30.08.2018 @ 15:11)

Machen Sie lieber Urlaub am Meer, in den Bergen oder bevorzugen Sie tiefe Wälder mit schier unendlichen Wandermöglichkeiten? Sie können sich nicht entscheiden oder sind gar maßlos und wollen alles?

Dann habe ich einen speziellen Tipp:

"Olympic National Park is a land of beauty and variety. A day's exploration can take you from breathtaking mountain vistas with meadows of wildflowers to colorful ocean tidepools. Nestled in the valleys are some of the largest remnants of ancient forests left in the country. Olympic is like three magical parks in one." (Quelle: National Park Service)

Drei Parks in einem. Das trifft den Nagel auf den Kopf, denn es sind drei große Landschaftsformen, die im Olympic Nationalpark in der höchsten Liga spielen:

Olympic National Park Olympic National Park Olympic National Park Olympic National Park

Mountains
Der Olympic Nationalpark hat mit der Hurricane Ridge eine der schönsten Gebirgsketten der USA im Portfolio. Dichte Wälder in den tiefer gelegenen Regionen und dann nackter schroffer Fels ähnlich der europäischen Alpen. Die höchsten Gipfel sind auch im Sommer mit Schnee und Eis garniert.

Als würde dieser imposante Anblick nicht reichen, bekommen Besucher der Hurricane Ridge an klaren Tagen auch noch grandiose Ausblicke über die knapp 1600 m tiefer gelegene Strait of Juan de Fuca bis rüber nach Vancouver Island serviert.

Bei meinem ersten Besuch im Olympic Nationalpark war von all dem nichts aber auch gar nichts zu sehen. Es lag ein guter halber Meter Schnee. Ende Juni wohlgemerkt. Alle Campingplätze und trails waren under snow. Außerdem war es neblig wie bei "The Fog - Nebel des Grauens". (Kennen Sie diesen Klassiker von John Carpenter aus dem Jahr 1980 noch?) Als würde das nicht reichen, wurde die nicht vorhandene Sicht auch noch durch grauenhafte Kälte abgerundet. Der Olympic National Park hat mich damals alles andere als vom Hocker gerissen.

Gut, dass 2009 ein zweiter Anlauf unternommen wurde. Die Hurricane Ridge erstrahlte in vollem Glanz, der ganze Nationalpark zeigte sich wettermäßig von seiner besten Seite. Mutter Natur hat wohl eingesehen, dass man weit gereiste Touristen nicht zwei Mal so kalt abservieren darf.

Coast
Die 73 Meilen Küste des Olympic Nationalparks sind eine Augenweide. Ich liebe die Vielfältigkeit, es gibt hier nicht einen langen und breiten Sandstrand nach dem nächsten (wie in vielen Gegenden Süd-Kaliforniens), sondern ganz unterschiedliche Abschnitte. Sand, Felsen, Steilküste, dichte Wälder bis fast an die Wasserlinie - alles dabei.

Für Küsten-Fotografen ist die Westseite der Olympic Peninsula eine der besten Jagdreviere überhaupt. Ruby Beach (s. Bild oben) und Rialto Beach sind hier Begriffe, die das Herz vieler Küstenfreunde höher schlagen lassen. Weiter südlich gibt es noch die ebenfalls schönen Beach #1, Beach #2 Beach #3 und Beach #4. Wo so viele Naturschönheiten existieren, kann man sich auch weniger kreative Namen leisten.

Forest
Oh Hoh!

Ein waschechter Regenwald hoch oben im Norden? Solcherlei assoziiere ich eher mit Tropen, Äquatornähe, Regenzeit usw. Dem aufmerksamen Reisenden wird aber angesichts des vielfältigen Informationsmaterials vor Ort nicht entgehen, dass es auch in den gemäßigten Zonen Regenwälder gibt.

Der nach dem indianischen Volk der Hoh benannte Hoh Rain Forest ist ein solcher. Eigentlich wenig verwunderlich, denn der westliche Teil des Olympic National Park ist eine der regenreichsten Regionen der USA.

Im Jahresmittel sind es ca. 3.600 bis 4.200 mm. Zum Vergleich: Das für sein Schmuddelwetter berühmt-berüchtigte London bekommt jährlich gut 600 mm Wasser von oben und wirkt gegenüber der westlichen Olympic-Peninsula wie eine von Dürre bedrohte Wüstenmetropole.

Zwar gibt es im Hoh-Regenwald keine Palmen, Kokosnüsse oder von Baum zu Baum hüpfende Affen, aber die Vegetation ist dennoch dschungelartig. Grün dominiert. In allen Variationen, seien es Farne, Flechten, Moose oder die Kronen riesiger Fichten und verschiedener Laubbäume (Ahorn, Erle usw.). Der Wald wirkt undurchdringlich wie eine grüne Wand. Fast ein wenig beklemmend.

In den abgelegenen Gebieten ziehen Pumas und Schwarzbären umher. Ein richtiger Urwald.

Olympic Peninsula Beim Olympic National Park muss ich keine Sekunde nachdenken: fünf Sterne. Alles andere wäre eine Beleidigung für den aus meiner Sicht großartigsten aller US-Nationalparks.

Sie müssen das gesehen haben.

 

Fact Sheet

Location: North West Washington
Established: 1938
Visitation: 3.263.761 (2015; 28/368) 1
Size: 3.734 km²
Elevation: lowest 0 ft (0 m)
highest 7.962 ft (2.426 m)
Information:official NPS site
Wikipedia
My Visits: 1999, 2009
My Rating:
Highlights: Hurricane Ridge
Hoh National Forest
Lake Crescent
Rialto Beach
Ruby Beach
Quelle: NPS Reports

1 Absolute Besucherzahlen sowie Rangplatz unter allen erhobenen 368 National Park Sites (Jahr 2015)

Climate

Die folgenden Angaben gelten Für die Elwha Ranger Station:

Normal Daily Max (Max) and Normal Daily Min (Min) in Degrees Fahrenheit

Hiking

Ein Nationalpark wie der Olympic National Park lädt zum Wandern geradezu ein. Dementsprechend viele und verschiedenartige trails gibt es.

Hier finden Sie eine nach Regionen bzw. Landschaftsformen differenzierte PDF-Datei zur Übersicht.

Camping

16 campgrounds mit insgesamt 910 sites sollten für´s Erste reichen.

Auf der offiziellen Park-Website findet sich eine informative Übersicht.

Directions

Der Olympic Nationalpark liegt im äußersten Nordwesten Washingtons. Viel weiter können Sie (abgesehen von Alaska und Hawaii) nicht von Ihrer deutschen Heimat entfernt sein.

Von Downtown Seattle sind es bis nach Port Angeles gut 80 Meilen (via Bainbridge Island Ferry). Von Port Angeles bis hoch zur Hurricane Ridge weitere 20 Meilen.

DIe Entfernung von Port Angeles nach Vancouver (BC) wird leicht unterschätzt. Es sind via Seattle immerhin gut 170 Meilen. Grenzformalitäten eingerechnet ist das kein Tagesausflug.

GPS-Koordinaten Olympic NP

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier)

GPS Hoh Rain Forest Visitor Center: 47.860417, -123.934389
GPS Hurricane Ridge Visitor Center: 47.969333, -123.498222
GPS Rialto Beach: 47.921306, -124.637944
GPS Sol Duc Campground: 47.966914, -123.856986
GPS Kalaloch Campground: 47.61306, -124.37472

Good to know

Der Hoh Rain Forest ist Mückenterritorium. "Mücken" ist aber verniedlicht, es sind mosquitoes, black flies, deer flies, horse flies, no-see-ums... Trotz der Nachteile kommt man an DEET nicht vorbei.

Oben habe ich nur Berge, Küste und Wald gepriesen. Als würde das nicht reichen, gibt es auch noch wunderschöne Seen. Grandios ist z.B. Lake Crescent.

Wenn das Wetter gar garstig ist, lohnt sich die ca. 30 Minuten lange Anfahrt (von Port Douglas aus) auf die Hurricane Ridge m.E. nicht. Man sieht wahrscheinlich wenig bis nichts.

Regen ist das beherrschende Thema. Werdiesem aus dem Weg gehen möchten, hat von Juni bis August die besten Karten. 1999 hatten wir Ende Juni allerdings gebietsweise Tiefschnee. Camping unmöglich.

Gallery

Diese Gallery besteht aus 50 Farbbildern. Die Bilder stammen aus den Jahren 1999 und 2009.