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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

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Lava Beds National Monument (CA)

(Letzte Änderung: 22.05.2026 @ 13:58)

Lava Beds National Monument und Modoc-War-Geschichte

Winter 1872. Die Spannungen zwischen den Modoc-Indianern und den Soldaten erreichen ihren Siedepunkt.

Gebrodelt hat es schon seit Langem. In den 1860er Jahren verbannten weiße Siedler die Modocs ins Klamath-Reservat, wo es zu Auseinandersetzungen mit den dort lebenden Klamath und Yahooskin Stämmen kam. Im April 1870 verließen 370 Modocs das Reservat und kehrten zu ihren heimischen Jagdgründen am Tule Lake und Lost River zurück. Das war quasi die Initialzündung für die heiße Phase eines Krieges, der als Modoc War in die Geschichtsbücher einging.

Am 28. November 1872 schickt Major John Green Truppen von Fort Klamath, um die widerspenstigen Modocs notfalls mit Waffengewalt zurück in das für sie vorgesehene Klamath-Reservat zu treiben. Schnell brechen Kämpfe zwischen den Indianern und den weißen Soldaten aus.

Die Modocs werden versprengt und unter der Führung von Häuptling Kientpoos ("Captain Jack") flüchten etwa 50 Modoc-Krieger sowie ihre Frauen und Kinder in das Gebiet nahe des Tule Lakes - unmittelbar nördlich des heutigen Lava Beds NM gelegen. Dort verschanzen sie sich an einem Ort, der später Captain Jack´s Stronghold genannt wird (s. Bild). Sie werden aufgespürt und angegriffen, schlagen aber eine Übermacht von 300 Soldaten in die Flucht.

Es folgen gescheiterte Friedensverhandlungen, Hinterhaltangriffe auf Unterhändler, weitere Belagerungen und Scharmützel zwischen Weißen und Indianern. Der Modoc War war - gemessen an der geringen Zahl der bekämpften Indianer - einer der relativ aufwändigsten Kriege der amerikanischen Geschichte.

Einen ausführlichen historischen Abriss der Ereignisse finden Sie auf der offiziellen Website des Lava Beds NM.

Captain Jack's Stronghold, Lavafelder und Schonchin Butte

Captain Jack´s Stronghold

Captain Jack hätte nicht so lange in seiner Festung (heute auch als Lava Fortress bezeichnet) ausharren können, wäre das Gelände des heutigen Lava Beds NM nicht so unwegsam und unübersichtlich.

Zerklüftete Lavafelder, Überreste von Lavaströmen des Medicine Lake Vulkans, prägen das Landschaftsbild. Es zeigen sich deutliche Parallelen zum El Malpais NM in New Mexico. Malpais - schlechtes Land - sowohl für Ackerbau und Viehzucht als auch für die Verfolgung Flüchtiger.

Hinzu kommen weite prärieartige Flächen, aus denen hier und da kleinere Vulkankegel sowie einige markante Asche- und Schlackenkegel (cinder buttes) herausragen. Besonders eindrucksvoll ist der düster wirkende Schonchin Butte:

Schonchin Butte

Besonders eindrucksvoll ist der Anblick des mit ewigem Eis überzogenen Gipfels des Mount Shasta (4317 m ) am Horizont (s. Bild oben).

Im südlichen Teil des Lava Beds National Monument gibt es mehr als 800 Lavaröhren (lava tube caves), die sich als unterirdische Hohlräume aus Lavaflüssen gebildet haben.

Hiking

Es gibt eine ganze Reihe trails, über die eine spezielle Info-Broschüre informiert. Diese ist auf der offiziellen Broschüren-Seite des NPS verlinkt.

Leider habe ich selbst noch keinen Weg gemacht.

Camping

Der historische Indian Well Campground (43 sites plus eine Group Site) ist eine halbe Meile vom Visitor Center entfernt. Er wurde in den 1930er Jahren von den Civilian Conservation Corps errichtet.

Directions

Das Lava Beds National Monument liegt in einer abgelegenen Region im äußersten Norden Kaliforniens. Die nächste etwas größere Stadt ist Klamath Falls (OR) ca. 40 Meilen nördlich. Aktuelle Karten und Broschüren finden Sie auf der offiziellen Broschüren-Seite des NPS.

GPS-Koordinaten Lava Beds NM

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier):

GPS Lava Beds Visitor Center: 41.711889, -121.505535
Offizielle Adresse Visitor Center: 1 Indian Well Hqts., Tulelake, CA 96134

Good to know

Das Lava Beds National Monument eignet sich hervorragend als Zwischenstopp, wenn man auf der Durchreise, z.B. aus der Lake Tahoe Region Richtung Norden (z.B. Crater Lake NP), ist.

Beim Anblick des Mount Shastas am Horizont (Luftlinie ca. 70 km) können Fotografen nicht widerstehen. Langes Tele raus. Aber aufgepasst: Dunst und Luftverwirbelungen verhindern oftmals knackscharfe Langdistanzaufnahmen.

Wer Höhlen erkunden möchte, sollte vorher unbedingt im Visitor Center vorbeischauen. Der NPS empfiehlt dort die aktuelle Beratung zu Höhlenstatus, Ausrüstung und Sicherheit. Es gibt auch guided tours. Sehr informativ sind die downloadbaren Broschüren.

"Most caves in the monument are open for exploration without a guide, and many are well marked, easily accessible, and relatively safe to explore with flashlights, a helmet, and sturdy footwear and clothing." (Quelle: NPS)

My Visits

1999 und 2009 war ich im Lava Beds National Monument.

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Für das Lava Beds NM vergebe ich zwei Sterne. Mit den großen Nationalparks kann es nicht mithalten, aber die Abgelegenheit ist sehr reizvoll.

Dass man den Zuckerguss-Gipfel von Mount Shasta höchst fotogen am Horizont sieht, ist ein weiterer Pluspunkt.

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