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Devil's Postpile National Monument (CA)

(Letzte Änderung: 12.06.2026 @ 21:12)

Devil's Postpile National Monument und Basaltsäulen

Postpile? Online-Lexika kennen keinen deutschen Ausdruck für diesen merkwürdigen Begriff. Poststapel wäre wohl die direkte Übersetzung, die aber hier wenig Sinn macht, denn es geht um ein etwa 20 m hohes Kliff aus säulenförmigen Basaltpfeilern.

Columnar Jointing, Rainbow Falls und Ansel Adams Wilderness

Devils Postpile National Monument

Sinnvoller erscheint da die Übersetzung, die ich in einem Linguistikforum gefunden habe: Telegrafenstangen. Diese sind in den USA immer noch sehr gebräuchlich und tatsächlich erinnern die Steinsäulen mit ein bisschen Fantasie an die schlanken Übertragungsmasten, die amerikanische Highways auch in sehr ländlichen Gebieten säumen. Wo dann aber Mr. Devil, Luzifer höchstpersönlich, ins Spiel kommt, bleibt für mich ein Rätsel.

Von der Sprachpoesie nun zur Geologie.

Die Basaltsäulen im Devils Postpile National Monument entstanden, als vor etwa 100.000 Jahren infolge eines Vulkanausbruchs ein Lavastrom in ein Becken floss und darin langsam auskühlte (columnar jointing). In der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren wurden die Säulen von der Seite und der Oberseite freigelegt.

Wieso nahmen bei dem Abkühlen der Lava die Säulen ausgerechnet eine so symmetrische sechseckige Form an, zu der es in der Natur einige Analogien gibt? (Z.B. sind Bienenwaben sechseckig. Auch Schildkrötenpanzer und sogar Seifenblasen weisen diese Form auf.) Man geht davon aus, dass das an der platz- und energiesparenden Sechseck-Anordnung der Flächen liegt.

Devils Postpile National Monument

Sechseckige Basaltsäulen sind übrigens kein Alleinstellungsmerkmal des Devils Postpile National Monuments. So etwas gibt es z.B. auch in Irland (Giant’s Causeway), Schottland (Fingal's Cave), Israel (Hexagon Pool), Island (Svartifoss Waterfall).

Wer sich für geologische Besonderheiten nicht besonders erwärmen kann, wird vielleicht Gefallen an den Lower und Upper Rainbow Falls finden, die innerhalb der Parkgrenzen liegen. Natürlich ist die Hochgebirgslandschaft der Ansel Adams Wilderness Area, von der das Devils Postpile National Monument umgeben ist, schon für sich eine Attraktion.

Hiking

Ein kurzer, 0,4 Meilen langer trail ist Pflicht: der Spazierweg zum Basaltkliff. Schön ist auch der Blick vom Kliff runter ins Tal, wofür man aber einen ca. 15-minütigen Anstieg in Kauf nehmen muss.

Den 2,5 Meilen langen (one way) trail zu den Rainbow Falls kenne ich nicht.

Camping

Den kleinen NPS-Campground im Monument gibt es zwar noch auf dem Papier, er ist aber schon seit 2016 geschlossen. Wer übernachten will, muss auf die umliegenden USFS-Campgrounds im Reds Meadow Valley ausweichen.

Directions

Das Devils Postpile National Monument liegt im malerischen Reds Meadow Valley. Um dorthin zu kommen, fährt man von Mammoth Lakes aus Richtung Mammoth Mountain und weiter hinunter ins Reds Meadow Valley. In der Hauptsaison geht das für die meisten Besucher nur mit dem obligatorischen Shuttle.

GPS-Koordinaten Devils Postpile NM

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier):

GPS Reds Meadow Campground: 37.619465, -119.074293

Good to know

Das Devils Postpile National Monument war früher Teil des Yosemite National Parks. Im Jahr 1911 wurde der Park eigenständig.

Es gibt in der Hauptsaison einen obligatorischen Shuttle-Service, mit dem man die Haltestellen im National Monument erreicht. Außerhalb der Shuttle-Saison darf man meist selbst hinunterfahren, sollte die schmale, steile Straße aber nicht unterschätzen. Für die Stichstraße zum Monument gilt außerdem ein Längenlimit von 25 Fuß.

Das National Monument ist aufgrund der Hochgebirgslage mit möglichen ersten Schneestürmen schon im Herbst nur saisonal geöffnet - in guten Jahren ungefähr von Mitte Juni bis Mitte oder Ende Oktober. Exakte Daten variieren mit dem Wetter.

Nach dem 15. Oktober wird die Straße nicht mehr geräumt; auch Overnight Parking im Valley ist dann stark eingeschränkt beziehungsweise nicht mehr möglich.

My Visits

Das Devils Postpile NM habe ich zwei Mal besucht. 1994 durfte man, wenn ich mich recht erinnere, noch mit dem eigenen PKW bis zum Parkplatz im Tal fahren. Aus dieser Zeit konnte leider kein Dia ins digitale Zeitalter rübergerettet werden.

2015 waren wir dann mit dem Shuttle-Bus dort.

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Das Devils Postpile National Monument bekommt von mir nur einen Stern, weil das Basaltkliff zwar interessant ist, aber man sich auch nicht grämen muss, wenn man es nicht aus nächster Nähe gesehen hat. Insgesamt handelt es sich um eine kleinere Sehenswürdigkeit in der Eastern Sierra Nevada, die man mitnehmen sollte, wenn man sowieso in der Nähe ist und Zeit hat für die mit dem Shuttle-Bus etwas aufwändige Hinfahrt.

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