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seattle (ca)

(Letzte Änderung: 21.07.2018 @ 10:20)

Most-liked U.S. City (Quelle: www.publicpolicypolling.com).

#1 Smartest City in North America (Quelle:www.fastcoexist.com).

Second for Most Literate Cities in the U.S. (Quelle: www.theatlanticcities.com).

Second in 'Super Green' Cities of America (Quelle: www.bizjournals.com).

#1 Top U.S. Cities For Energy Efficiency (Quelle: kplu.org).

#3 for Job Satisfication in America (Quelle: www.glassdoor.com).

Das sind nur einige Beispiele, die in der Zusammenschau ein bisschen nach "Ich-wünsch-mir-was" oder Utopia klingen. Vor allem aber zeigen sie, dass Seattle als eine hippe, grüne, fortschrittliche Großstadt gesehen wird, in der es sich gut leben lässt. Gut als Lebensmittelpunkt, gut für Ausbildung und Karriere und gut als Unternehmensstandort.

Wieso aber taucht bei Umfragen ausgerechnet Seattle immer wieder ziemlich weit vorne auf? Das kann ja nicht von ungefähr kommen.

Eine Antwort lautet: hochwertige und karriereträchtige Jobs. Micrsosoft und Google. Starbucks, Amazon, Costco, Boeing. Auch Apple und der amerikanische Ableger von Nintendo in Redmond sind nur einen Katzensprung entfernt. Das ist eine sagenhafte Dichte ganz großer Player im Big Business (vor allem im HighTech-Sektor), die in der erweiterten Seattle Area offenbar eine äußerst investitionsfreundliche Großwetterlage vorfinden. Fast überflüssig zu erwähnen, dass Seattle Best City for Tech Jobs 2012 wurde (Quelle: www.forbes.com).

Ein weiterer Faktor dürfte die crime rate sein, die im Vergleich zu anderen amerikanischen Großstädten relativ niedrig ist. Bei einem Wohnortwechsel, den viele aufstrebende Amerikaner z.T. mehrfach vollziehen, spielen solche Dinge eine Rolle. Vor allem, wenn Familie und Kinder im Spiel sind.

Seattle gilt als Intellektuellenhochburg, was bei einem Anteil von 53% Akademikern in der Stadt wenig erstaunlich ist (Quelle: www.americanet.de). Obama hat hier 2008 für eine Großstadt unglaubliche 84% der Stimmen einkassiert. Die Stadt war die erste amerikanische Großstadt mit einer Frau als Bürgermeisterin und ist bei Themen, wie der Legalisierung von Marihuana und der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Ehen, äußerst tolerant. Gewisse Parallen zu San Francisco liegen auf der Hand.

Ein paar Worte zur Seattle-Musikszene: Seattle hat eine traditionell starke Independent-Musikkultur. Hier wurden im Jahr 2013 pro Kopf gerechnet die meisten Independent-Musikalben in den USA verkauft (Quelle: www.geekwire.com). Bands, wie Nirvana, Pearl Jam, Alice in Chains oder Soundgarden, hoben Grunge als neuen Musikstil aus der Wiege. Dass ausgerechnet eine gegen den Strich gebürstete mainstreamferne Musikrichtung in Seattle ihren Ursprung fand, mag Zufall sein. Oder auch nicht.

Die unmittelbare Lage am Pazifik bei sgleichzeitiger Nähe zu dem Hochgebirge der Cascade Range sorgt für einen extrem hohen Freizeitwert. Ausflugsziele für die outdoorbegeisterten Amerikaner gibt es in Hülle und Fülle. Drei große Nationalparks liegen quasi vor der Haustür (North Cascades NP, Olympic NP, Mount Rainier NP). Von Vancouver Island im nahegelegenen Kanada gar nicht zu reden.

Die Stadt wird wegen ihrer vielen Bäume, immergrünen Pflanzen und Parks auch Emerald City genannt. Gleichzeitig hat Seattle eine sehr schöne Skyline, mit der anlässlich der Weltausstellung 1962 gebauten Space Needle als eyecatcher. Von oben hat man einen fantastischen Blick.

Space Needle

Bei guter Sicht sieht man sogar den mächtigen Mount Rainier im Hintergrund (auf dem unteren Foto im Dunst nur schemenhaft zu erkennen).

Space Needle

Wer Seattle besucht, sollte den Pike Place Market nicht verpassen. Das ist eine Mischung aus Flohmart, farmers market, also Wochenmarkt, Restaurant- und Shoppingviertel. Der Marktplatz liegt mitten in Downtown und existiert seit 1907.

Wo so viel Sonne ist, muss doch auch ein wenig Regen sein. Keine Stadt der Welt ist perfekt. Auch Seattle nicht, denn das mit dem Regen kann man getrost wörtlich nehmen. Seattle wird auch Rain City genannt, was quasi gleichbedeutend mit ganz vielen Wermutstropfen ist. Und zwar solchen, die in schöner Regelmäßigkeit vom Himmel fallen.

Dabei ist Seattle weder die Stadt mit dem meisten Niederschlag in den USA - sogar Chicago und Dallas sind feuchter (Quelle: seattle.about.com) - noch sind 150 Regentage und 58 Sonnentage überaus furchtbar. Problematischer sind wohl eher die 225 Tage mit bedecktem Himmel und dass der Regen in Seattle nicht in wenigen sintflutartigen Sturzbächen kommt, sondern als nerviger, langanhaltender drizzle bei gleichzeitiger zäher Grau-in-Grau-Tristesse.

Das mit dem nicht immer optimalen Wetter ist jedoch nur ein wenig Wasser in den vielen leckeren Wein, den diese Stadt kredenzt. Seattle fällt für mich eindeutig in die Kategorie not to be missed.

Directions

Good to know

Lesertipp: Die Underground-Tour soll hervorragend sein. Nach dem Motto: Nicht über den Dächern von Nizza, sondern unter den Straßen von Seattle. Werde ich bei nächster Gelegenheit ausprobieren.

My Visits

Seattle stand zweimal auf der Agenda: 1999, damals ziemlich verregnet, und 2009 (Traumwetter).

My Rating

Alleine schon die Überfahrt von Bainbridge Island zu den Docks mit der Skyline im Hintergrund ist klasse. Die Stadt hat mit ihrem sensationellen Umland einen riesigen Freizeitwert.

Gallery

Diese Gallery besteht aus 55 Farbbildern. Die Bilder stammen aus den Jahren 1999 und 2009.