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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

Paderquellen - Bär ermittelt Neu

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Jacksonville (FL)

(Letzte Änderung: 21.05.2026 @ 18:57)

Die unterschätzte Großstadt in Florida

Die größte Stadt in Florida? Miami natürlich.

Natürlich falsch.

Die größte Stadt in Florida ist Jacksonville. Die City ist flächenmäßig so riesig zugeschnitten, dass sie vielen gar nicht wie eine klassische Millionenraum-Stadt vorkommt. Jacksonville ist in dieser Hinsicht ein Sonderfall und zählt flächenmäßig zu den größten Großstädten der zusammenhängenden USA. Hätte ich nicht gedacht, bevor ich mich mit dem Thema beschäftigt habe.

Allerdings geht das offenbar vielen so, wie der folgende Beitrag aus einem amerikanischen Forum unter der Fragestellung "What are the most underrated big cities in America?" zeigt (die Zahlen sind allerdings von 2011):

"All classified as large cities according to the US population requirements for large cities (over 550,000), but are often mistaken for mid sized cities (under 550,000). On the other hand, actual mid sized cities like Atlanta (pop.420,003), Minneapolis (pop.385,378), Miami (pop.399,457), Kansas City (pop.459,787), St. Loui s (pop.319,294), New Orleans (pop.484,674), and the two Ohio cities I mentioned, are often mistaken as big cities."

Underrated ist das Stichwort. Als wir 2014 eine ungeplante Übernachtung in Jacksonville eingelegt haben, um das schlechte Wetter auszusitzen, hatte ich Gelegenheit zu überprüfen, ob das stimmt. Allerdings gereicht schlechtes Wetter in Form von Dauerregen keiner Stadt der Welt zum Vorteil.

Skyline, Flussufer und Stadtgeschichte

Erster Indikator für die Attraktivität einer amerikanischen Großstadt ist für mich immer die Skyline. Hochhäuser sind klasse, vor allem, wenn man auf Architekturfotos steht. Jacksonville ist in der Hinsicht ... nun ja, sehen Sie selbst. Das ist sie im Wesentlichen:

Downtown Jacksonville

Eher überschaubar und zwar auch bei richtig gutem Wetter.

Weitere Sehenswürdigkeiten? Es gibt am Ufer des St. Johns River nette Riverwalk-Abschnitte, Restaurants und ein paar ganz angenehme Downtown-Ecken. The Jacksonville Landing war früher einmal ein naheliegender Anlaufpunkt, existiert in dieser Form aber nicht mehr. Seit dem Abriss wird das Gelände am Fluss neu entwickelt, sodass sich dort je nach Baufortschritt und aktueller Nutzung immer wieder Änderungen ergeben.

Was sonst? Am anderen Flussufer befindet sich das Museum of Science & History. Es gibt dort verschiedene Themenwelten, von denen die historische Entwicklung Jacksonvilles nach meinem Eindruck besonders schön dargestellt wird. Beginnend mit der Besiedlung der Region durch indianische Ureinwohner (Timucua) über die Zeit der europäischen Kolonialisierung Floridas bis hin zum verheerenden Großfeuer von 1901 und dem Wiederaufbau der Stadt zur heutigen Metropole werden bedeutsame Epochen anschaulich dargestellt.

So sah das Stadtbild im Jahr 1893 aus; schon damals war der mächtige St. Johns River die Lebensader der Stadt:

Museum of Science & History Jacksonville

Für Reisende, die Städte, wie z.B. Miami, Boston, Philadelphia usw. kennen und lieben (von NYC, San Francisco und Chicago ganz zu schweigen), ist Jacksonville unter dem Strich jedoch eher eine Enttäuschung. Die Stadt ist kein Touristenmagnet, so viel steht für mich fest.

Jacksonville ist in erster Linie eine Industriestadt, die vor allen in den Bereichen Transport und Logistik viele Arbeitsplätze bietet. JAXPORT ist z.B. einer der größten Verschiffungshäfen für Autos in den USA. Der Hafen ist gleichzeitig ein großer Stützpunkt der US Navy.

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Jacksonville bot uns 2014 Unterschlupf vor dem Dauerregen.

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Ja mei, Jacksonville!

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