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USA A-Z

(Letzte Änderung: 9.07.2017 @ 10:04)

Floskeln

"How are you?" "How ya doing?" "How´s it going?" - Man grüßt sich in Amerika. Selbst wildfremde Menschen tun das. Im Aufzug. Im Supermarkt. Beim Wandern. Überall. Richtige Antworten auf diese höflichkeitsbedingte Standardfloskel wären z.B. "Doing fine. Thanks." Oder "Great, and you?" Ganz falsch kämen differenziert-skeptische Auskünfte, wie z.B.: "I'm ok. Feeling tired and stressed out." Oder gar: "I'm doing bad." Viel zu direkt, auch wenns stimmt. Wasserstandsmeldungen den eigenen Gesundheitszustand betreffend will in diesem Fall keiner hören.

"Have a nice day." "Have a good one." - Schönen Tag noch. Hört man alle Nase lang.

"You are welcome." - Gern geschehen! Und nicht überschwänglich: Du bist Willkommen!

"Where' s the restroom?" - Eigentlich keine Floskel, sondern restroom oder (in Privathäusern) bathroom ist ein amerikanischer Euphemismus fürs stille Örtchen. Pausen- oder Waschraum klingt aber distinguierter als Toilette, oder nicht? Überhaupt ist die amerikanische Sprache mit einem reichhaltigen Fundus an Beschönigungen im Sinne von political correctness gesegnet, aber das ist ein anderes Thema.

Im Restaurant immer wieder herrlich: "Hiiiii (manchmal so exaltiert und oktavenverkehrt, dass man schlimme Dinge vermuten möchte), my name is Alex. I´m your waiter/ waitress tonight. How can I help you?" Oder so ähnlich. Kellner stellen sich (in etwas besseren Läden) namentlich vor.

"Take care." - Selbst Wildfremde verabschieden sich gerne so. "Pass auf dich auf", ist dabei nicht gemeint, sondern "Tschüss".

"I would like to..." ist viel besser als "I want to..." - Letzteres wäre viel zu direkt für den sensiblen amerikanischen Nerv, oder um in der Landessprache zu bleiben rude.

"For here or to go?" - In Fast Food Läden usw. eine Standardfrage. "Creme or sugar?" - für den Kaffee; nicht nur in Fast Food Läden häufig gehört.

"How would you like your eggs?" - Spiegeleier, Rühreier, gebratene Eier, Spiegeleier (zerlaufen) ...

"How is everything?" - Im Restaurant wäre das die Frage, ob alles in Ordnung ist. Very Good sollte die Mindestantwort sein, alles Weitere wird über´s Tringeld (tip) geregelt. Man sagt einfach nicht direkt ins Gesicht, dass etwas mies war. Die Devise lautet besser nichts zu sagen, wenn man nichts Nettes beizutragen hat.

Nachfolgend noch einige Smalltalk-Schnipsel für typische Alltagssituationen:

"Where are you from?" (Man erkennt am Akzent, dass wir nicht von hier sind.) - "Germany" - "Oh, that´s nice. Such a nice country. My father/ brother lived there. How do you like California?" - "Great. It´s fantastic. Love it." (Great ist das Mindeste, was Sie antworten sollten, um nicht unser Land als miesepetrig zu blamieren.) - "Have you been here before?" oder "Are you having a good trip?" - Logisch, dass auch der trip mindestens great ist und man nichts von der Reifenpanne vorgestern, der Hitze, dem Jet Lag und anderen Kalamitäten berichtet.

Genau so schnell, wie man in solche harmlosen Unterhaltungen gerät, gerät man auch wieder raus. Der gegenseitige Austausch von Höflichkeit wird gerne mit einem "Nice to meet you!" beendet.

to be continued...