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G´day Tour 2023

(Letzte Änderung: 15.09.2023 @ 19:30)

Tag 1 (25.06.2023)

Die Nacht war – merkwürdig. Um halb zehn war bei uns gestern Schicht im Schacht. Nichts ging mehr. Um viertel nach elf bin ich nach knapp zwei Stunden Tiefschlaf putzmunter und liege zwei Stunden wach. Das Nächste, was ich merke, ist der Wecker um sieben. Er schrillt vor sich hin. Und schrillt. Und schrillt. Schlaftrunken springe ich auf und stelle ihn ab.

Pool oder nicht Pool? Heute mal nicht, schnell unter die Dusche reicht.

Wir kramen noch ein bisschen herum, dann schleppen wir unseren ganzen Krempel runter und warten auf das Uber.

Australien

Aber nur ganz kurz, denn keine fünf Minuten später ist der Fahrer da und bringt uns nach Winnellie zu Mighty. Dort kommen wir um zehn vor neun an – keine Minute zu früh. Es ist schon gut was los, und nach uns wird es richtig voll. Trotz Sonntag Hochbetrieb.

Eingecheckt haben wir bereits online, also muss nur noch die Kreditkarte gezückt werden. 3500 AUD wechseln den Besitzer – das ist die Kaution, die schon mal vorsorglich abgebucht und nicht nur geblockt wird. Dann warten wir eine knappe Stunde, während der dunkle Wolken am Vermietungshorizont aufziehen. Die Dame, die uns bedient hat, meint, wir sollten lieber in einer Stunde wiederkommen. Sie würde uns ein Taxi rufen, Geld würde refunded. Ok, meinetwegen.

Wir lassen uns zum nächsten Mc Donald´s chauffieren – schon wieder Mc D. Dabei stehen wir eigentlich gar nicht so auf Fast Food. Aber was soll man an einem Sonntagmorgen ohne fahrbaren Untersatz in einem Vorort von Darwin ausrichten? So bekommen wir wenigstens sehr gute Cappuccinos, akzeptable Rösti und richtig schlechte Pancakes, die definitiv nicht die Kernkompetenz des Burgerbraters ausmachen.

Zurück fahren wir mit einem anderen Uber und stehen pünktlich um elf wieder bei Mighty auf der Matte. Die dunklen Wolken verdichten sich zu einem Gewitter, denn es gäbe ein Problem. Aha. Die Windschutzscheibe wäre defekt, noch ein anderes Paar hätte dasselbe Problem. Und an einem Sonntag wäre keine Reparatur in Sicht.

Wir gucken ein wenig indigniert, was offenbar Eindruck macht. Zehn Minuten später wird entschieden, dass die beiden kleinen chips in der Scheibe doch nicht so schlimm sind und wohl halten werden. Garantiert, da sind wir schon mit viel größeren Macken weitergefahren während diverser USA-Trips.

Interessant wird es, als die Dame, die uns den Wagen erklärt, fragt, ob wir Campingtisch und Stühle buchen möchten. Kostenpunkt 44 AUD. Okay, sage ich, machen wir. Ja fein, aber sie könnte den Preis auch um 44 AUD reduzieren, wenn wir eine gute Bewertung bei Google oder sonstwo hinterlassen, optimalerweise unter Erwähnung ihres Namens. Quasi als „Aufwandsentschädigung“. Okay, deal! Dem WLAN bei Mighty sei Dank erledigen wir unseren Teil des Jobs und bekommen prompt die begehrten Utensilien ausgehändigt. Für umme. So läuft das also.

Mit gut zwei Stunden Verzögerung gehen wir also endlich auf die Piste. An den Linksverkehr habe ich mich nach zwei Minuten gewöhnt, komischerweise ist das nie ein Problem. Weder in Südafrika 2019 noch damals (1997) in Australien noch in England.

Wir fahren nach Coolalinga, wo wir einen ersten Großeinkauf bei Woolworth machen. Den Tipp haben wir von den Vermietern erhalten, so sparen wir uns den Weg in die falsche Richtung nach Darwin Downtown. Coolalinga liegt genau en route zum Litchfield Nationalpark, wo wir heute hin möchten. Außerdem gibt es hier nicht nur Woolworth, sondern alle möglichen Fast Food-Ketten und ein Shopping Center. Wir gucken kurz bei Mc Donald´s rein und versorgen uns mit Cappuccinos und einem Happen zu essen.

Dann geht es weiter Richtung Süden, die Sonne im Nacken (!), den Stuart Highway entlang. Diesen verlassen wir wenig später und biegen rechts ab. Wir kommen an der Berry Springs Tavern vorbei und machen einen kurzen Stopp. Aber nicht, um zu essen, wie es sehr viele Leute tun, sondern auf der Suche nach einem offenen WLAN. Gibt es aber nicht. Also müssen unsere Kinder ohne Nachricht bleiben.

Wir nehmen den Abzweig zum Litchfield Nationalpark.

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Rechts und links tauchen die ersten riesigen Termitenhügel auf, aber um diese zu fotografieren, gibt es eine weitaus bessere Location. Also fahren wir durch bis zu unserem Campground Florence Falls. Wir haben Site #15 reserviert – herrlich gelegen unter Bäumen und schön nach rechts und links abgegrenzt.

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Gleich hinter unserer Site führt ein Weg zu den Florence Falls. Zunächst geht es zum gleichnamigen Lookout.

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Hätte ich nicht gedacht, dass die Fälle so kräftig sind in der Dry.

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Überraschend grün alles.

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Gefällt uns richtig gut.

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Bei 32° im Schatten hält uns jetzt nichts mehr. Wir wollen ins Wasser. 135 Treppenstufen später sind wir unten und folgen dem Florence Creek.

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Dann sind wir am Ziel und hüpfen in das angenehm kühle Nass des Rockholes.

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Eine tolle Erfrischung in einer ziemlich coolen Landschaft.

Beim Einstieg in das Wasser hilft eine Treppe. Allerdings muss man aufpassen. Der Boden ist nicht eben, sondern mit großen Felsbrocken übersät. Da kann man sich hervorragend die Knie und Schienbeine demolieren.

Zurück bei unserer Campsite nimmt uns das Wetter die Entscheidung ab, ob wir noch zu den termite mounds fahren. Es hat sich bewölkt, sieht sogar nach Regen aus. Dabei wollte ich die Termitenhügel, für die der Litchfield NP auch berühmt ist, doch bei Sonnenuntergang fotografieren! – Kann man nicht ändern.

Bis die Dämmerung hereinbricht, dauert es nicht mehr lange. Wir setzen uns noch eine halbe Stunde in unsere Campingstühle, dann vertreiben uns die Moskitos. In Horden fallen sie über uns her und lassen uns in den Camper flüchten. Dort ist es allerdings stickig und sehr, sehr warm. Also versuchen wir, uns so wenig wie möglich zu bewegen und verbringen den Abend mit Seriengucken.