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   Mein Amerika-Roman: Im Westen ist Amerika

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   Mein Amerika-Roman: Im Westen ist Amerika

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   Mein Amerika-Roman: Im Westen ist Amerika

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(Letzte Änderung: 3.12.2018 @ 13:35)

Anreise (Teil 2): 08.10.2016

Das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen ist eher spärlich bestückt, aber für den Preis (ca. 100 EUR incl. ÜF und 14 Tage Parken) kann man nicht meckern. Ein paar kleine Croissants und Joghurt reichen mir. Außerdem ist der Cappuccino gut, den man sich aus einem Automaten holen kann.

Einen Check-Out gibt es beim Ibis Budget nicht, wozu auch? Schlüssel, die man abgeben könnte, gibt es nicht, eine Minibar auch nicht und außerdem hat man ja mit Kreditkarte gezahlt. Gegen 8.00 Uhr startet dann der Shuttle, der mich wieder zum Flughafen bringt. Diesmal machen wir beim Ibis Station, wo viele Gäste, die meisten anscheinend aus Deutschland, zusteigen. Es ist rappelvoll, aber die Fahrt dauert nur ein paar Minuten.

Das Einchecken geht total problemlos. Das übliche Security-Interview (recht ausführlich), Koffer abgeben und das war´s auch schon. Bei Security ist gar nichts los und ich bin auch da ruckzuck an der Reihe. Mein Rucksack wird, wie viele andere ebenfalls, nach dem Zufallsprinzip "rausgewunken" und einem kurzen Sprengstoffcheck unterzogen.

Der Flug nach Houston verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Akzeptables Essen (Risotto, Blattspinat und das unvermeidliche Chicken oder die Pasta-Alternative), In-Seat Entertainment und alle Passagiere geben Ruhe.

Flug

Der Service, den die United cabin crew bietet, ist sehr gut. Fast stündlich werden Getränke gebracht und die Damen und Herren sind ausgesprochen höflich und zuvorkommend. Auch Economy-Patienten werden offenbar hochgeschätzt.

Kurz vor der Landung werden die Customs-Formulare ausgeteilt und spätestens jetzt bin ich dankbar, dass ich meine Brille noch geholt habe. Pünktlich gegen 14.40 Uhr Ortszeit landen wir in Houston und gegen 15.00 Uhr stehe ich dann in der immigration hall. Eine gewaltige Menschenflut hat sich hier versammelt, so voll habe ich es noch nirgendwo erlebt. In nicht enden wollenden Windungen steht man an, bis endlich die APC-Automaten erreicht sind, die für Visa Waiver Holder obligatorisch sind.

Während ich anfangs dachte, dass ich meinen Flug nach Phoenix nie im Leben schaffen würde, geht es dann doch relativ flott. Eine knappe Dreiviertelstunde dauert es, bis ich beim immigration officer stehe, der noch ein paar höfliche Standardfragen stellt und mir dann den Stempel in den Pass drückt: Welcome to America!

In der baggage claim area stehen die Koffer der AMS-IAH Passagiere schon neben dem Band, auf dem sich längst Gepäckstücke eines anderen Fluges drehen. Da ich einen connecting flight habe, kann ich meinen Koffer, nachdem ich durch Customs durch bin, gleich wieder abgeben. Dann kommt wieder Security, wo mein Rucksack wieder genauer unter die Lupe genommen wird. Diesmal sorgen meine Medikamente, die ich immer dabei haben muss, für ein paar freundliche Nachfragen, dann kann ich meinen Krempel wieder einpacken und passieren. Wenigstens konnte ich meine Mini-Wasserflasche, die an Bord ausgeteilt worden ist, behalten.

Ohne Terminalwechsel bin ich schon gegen 16.00 Uhr am Gate E1, wo ich mich erstmal zu Hause melde und ein bisschen mit meiner Familie schwatze. Die amerikanische Telefonkarte, die ich schon in Deutschland gekauft habe, ist mittlerweile im Einsatz.

Bei Starbucks hole ich mir einen Latte gegen die allmählich einsetzende Müdigkeit und vertreibe mir dann noch ein wenig die Zeit bis zum Boarding. Wird wohl noch eine Weile dauern, denn planmäßig geht der Flug nach Phoenix um 17.36 Uhr.

Über den gut zweistündigen Flug gibt es wenig zu berichten, alles läuft reibungslos. Ich sitze wieder am Gang, kann also meine Beine ganz gut ausstrecken, bekomme aber ansonsten wenig mit. Ich versuche ein wenig zu dösen, um Kräfte zu sparen, denn noch warten einige kleine Hürden, bis ich endlich im Bett liegen werden.

In Phoenix dauert es ca. eine halbe Stunde, bis ich meinen Koffer habe, dann geht es vor die Tür, wo mich warme Arizonaluft empfängt. Ich bin viel zu warm angezogen und reiße mir erstmal den Hoodie vom Leib. Gut, dass ich noch die kleine Wasserflasche habe, die ich runterkippe.

Mit dem Shuttle geht es nach kurzer Wartezeit zum Rental Car Center, wo sich die Mietwagenfirmen befinden. Dort gehe ich fälschlicherweise gleich die Treppe runter zur Sixt-Parketage, werde aber zurückgeschickt, weil ich oben die Formalitäten erledigen muss. Dort setzt eine gewisse Ernüchterung ein. Einen 4WD-Wagen gibt es nicht, überhaupt gäbe es nur sehr wenig Auswahl berichtet mir die Dame am Schalter. Einen Chevy Traverse könne sie mir anbieten, ansonsten nada.

Auf meine Nachfrage, ob denn wenigstens Werkzeug und ein Ersatzreifen an Bord sei, erhalte ich die Antwort, dass Sixt solche Banalitäten grundsätzlich nicht bereitstellt, weil die Kunden sie immer kaputt gemacht hätten. Wie bitte? Solche Scherze brauche ich jetzt nicht wirklich und ich werde ein wenig ungehalten an der Grenze zu geradeweg stinksauer. Die Dame versichert sich noch pflichtschuldigst bei einer Kollegin, doch das Resultat bleibt: keine Ersatzreifen. Ich könnte morgen gegen Mittag wiederkommen, vielleicht würde dann ein etwas geländegängigeres Fahrzeug in meiner Fahrzeugklasse eintrudeln. Vielleicht aber auch nicht, nichts Genaues weiß man nicht.

Ein Upgrade hätten sie noch, wird mir berichtet. Volvo C60 für 220 USD Aufpreis. Ich lehne ab und prompt soll die Kiste nur noch 150 USD mehr kosten. Aha, das ist ja eine sehr transparente Preisgestaltung. Wäre ich nicht so müde, würde ich weiter verhandeln, aber eigentlich möchte ich auch gar keinen C60. Der kann im Gelände auch nicht mehr als der Traverse, abgesehen davon werde ich ja auch keine richtig heftigen Strecken fahren, sodass ich 4WD eh nicht brauche.

Mir graut nur angesichts der Reifenpannen, die ich bisher hatte (Death Valley 2015 z.B. - ganz grandios), und ich insistiere, ob nicht doch irgendein anderes Auto... Fehlanzeige. Enttäuscht zische ich ab und fahre auf der langen Rolltreppe runter zur Parkgarage, wo ich jetzt am richtigen Ort bin. Dort wird mir gezeigt, wo mein Traverse steht. Sieht gar nicht mal so übel aus. Die ground clearance ist nicht schlechter, als bei den ganzen riesigen Fullsize-SUV Straßenkreuzern à la Yukon, Tahoe etc. Der Mitteilung der Schalter-Lady zum Trotz gucke ich mal in den Seitenfächern des Kofferraums nach einem Wagenheber und siehe da: vollständiges Werkzeug. Noch unbenutzt, aber definitiv vorhanden. Was aber soll man mit Werkzeug machen, wenn man keinen Reifen hat. Ich nestele noch ein wenig an der Kofferraumabdeckung rum und zum Vorschein kommt ein provisorischer Ersatzreifen. Kein vollwertiges Rad, aber für den Notfall völlig ausreichend.

Noch ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung und ich bin überzeugt, dass die schlimmsten Reifenprobleme in den Griff zu bekommen sein würden. Geht doch! Vielleicht sollte Sixt mal eine betriebsinterne Schulung machen und den Mitarbeitern erklären, was sie da überhaupt vermieten.

Nachdem ich das Navi mit der Adresse der Econo Lodge an der East van Bueren Street gefüttert habe, fahre ich los. Der Wagen hat gut 14000 Meilen auf der Uhr und fährt sich gar nicht mal schlecht. Das passt schon. Kurz nach 20.00 Uhr bin ich am Ziel.

Der Check-In dauert fünf Minuten, dann habe ich endlich ein (ziemlich schönes, neues) Zimmer mit einem Bett. Draußen ist es noch immer hochsommerlich warm, ich schätze knapp 30° C. Bevor ich mich ins hinlege, muss ich mich noch einmal aufraffen und unbedingt Wasser kaufen. Die Automaten in der Motel-Lobby sind leider out of order. Zur K-Mart Tankstelle zwei, drei (unbebaute) Blocks die Straße hoch gehe ich zu Fuß (wie unamerikanisch!) und kehre mit einem geschulterten 24-Pack Wasser für knapp vier USD zurück.

Nächster und letzter TOP: am Kopfkissen horchen. Endlich!