Vive la France 2025!
(Letzte Änderung: 11.08.2025 @ 14:36)
Tag 11: 25.04.2025 (Teil 2)
Schweißgebadet kehre ich zum Auto zurück, wo Anja wartet. Die sieben Kilometer durch den Urwald waren gar nicht mal so einfach, vor allem, weil man beim Gehen an vielen Stellen gut aufpassen muss.
Wir fahren zurück an die Küste, aber nicht nach Süden, sondern nach Westen, dann rechts ab nach Norden. Wir kommen durch das hübsche Saint-Pierre mit der beeindruckenden Kirche, erreichen schließlich unser Ziel: Plage de l`Anse Céron.
Auch hier Musik aus fetten Anlagen, versorgt über Generatoren - man ist bestens ausgerüstet, wenn es an den Strand geht.
Das Wasser ist herrlich, wir machen einen wunderbaren Badestopp.
Weiter geht es über einen Hügel. Eine steile Straße, die auch wieder steil zum Ufer hin abfällt. Parken: schwierig bis unmöglich. Wir fahren einmal ganz runter zum kleinen Parkplatz, wo auch nichts mehr frei ist. Also zurück. Und ja, wieder Glück: ein Auto fährt raus, wir manövrieren kurzentschlossen rein.
Zehn Minuten Fußweg, über ein Flüsschen, und man kommt zu den Ruinen der Habitation Céron, eine ehemalige Zuckerrohrfabrik, die durch den Ausbruch des Mont Pelée im Jahr 1902 teilweise zerstört wurde.
Ich mag diese Lost Places ja irgendwie.
Dann sind wir an Ort und Stelle: Anse Couleuvre.
Auch schick.
Auf dem Rückweg steigen wir in Saint-Pierre aus - ist einfach schön hier, nicht nur auf dem langen Pier.
Die Kirche Notre Dame de l'Assomption, eine ehemalige Kathedrale, dominiert den Ort.
Es ist jetzt schon viertel nach drei, noch über eine Stunde Rückfahrt wartet. Außerdem verzieht sich die Sonne immer mehr hinter Wolken - wir beschließen, den Rückzug Richtung Hotel anzutreten.
In Fort-de-France kommen wir in dichten Verkehr und haben Gelegenheit, die Häuser näher zu begutachten. Hier, in der Inselhauptstadt, sehen viele nicht gerade toll aus, um es mal vornehm auszudrücken. Jedenfalls nicht da, wo wir gerade herfahren. Ärmlich. Baufällig.
Immer mal wieder Stop&Go vor den Kreisverkehren, es zieht sich.
Zurück beim Hotel gönnen wir unser erst einmal den Früchtekuchen vom Vortag. Dieser ist sowas von lecker, also der Kuchen, das ist nicht mehr feierlich. Ich könnte mich reinlegen! Und Anja daneben.
Abendessen gibt es trotzdem noch, wir wollen ja nicht fasten. Wir kehren beim sehr guten O Calebassier ein. Hier gibt es nur Tagesgerichte, die auf einer Tafel prangen. Der Kellner begeistert mit einem charmanten französischen Wortschwall, von dem wir rein gar nichts verstehen - wie ihm unsere erstaunten Gesichter wohl verklickern. Also noch mal ganz langsam von vorn. Das ist der Fisch, Dorade - aha. Und das Lamm - ok. Beides extrem lecker. Nicht gerade billig mit 19,- EUR bzw. 20,- EUR, aber das sind mittlerweile auch in Europa normale Preise. Dazu zwei Cocktails: Mango für Anja und Passion Fruit für mich. Super!
Wir sind begeistert, als wir pappsatt von hinnen ziehen.