viveLaFrance Tour 2025
(Letzte Änderung: 11.08.2025 @ 13:41)
Tag 7: 21.04.2025 (Teil 1)
Nachts um zwei Uhr: Geschrei. Aber mal so richtig! Da haben sich ein paar Voll-Honks so richtig Mühe gegeben, die halbe Stadt von der Matratze zu reißen. Direkt vor unserem Hotel. Zum Glück ist es mit der Kondition der Schreihälse nicht allzu üppig bestellt bzw. der Strapazierfähigkeit ihrer Stimmbänder ...
Ein morgendlicher Blick vom Balkon, der zwar nicht zu unserem Zimmer gehört, aber gleich um die Ecke für jeden Hotelgast zugänglich ist. Das Wetter passt, Roseau schläft am Karfreitag aus. Vielleicht waren doch alle wach in der Nacht.
Unser Hotel sind nicht übel aus von innen. Alle Flure in anderen, sehr "dezenten" Farbtönen. Wir mögen es. Einfach, aber ganz stylish.
Ein Blick in unser Zimmer. Das Bett lässt sich nur von einer Seite "besteigen". Suboptimal, aber bei der Enge des Raumes unumgängich. Wir sehen darüber hinweg, stört uns für die paar Nächte nicht wirklich.
Heute Morgen ist die Eigentümerin des Hotels beim Check-In. Sie begrüßt uns freundlich und sagt, dass sie uns gestern auf der Fähre gesehen hat. Sie klagt darüber, dass es einfach furchtbar gewesen sei. Sehr hohe See, viel zu warm und voll. Und dann die katastrophale Immigration! - Ging scheinbar nicht nur uns so, sondern sogar den Locals. Es scheint ihr beinahe peinlich zu sein, dabei kann niemand etwas dafür. Sie schon mal gar nicht.
Frühstück gibt es nicht, darum müssen wir uns anderweitig kümmern. Kaffee aber immerhin. Wussten wir auch vorher, kein Problem.
Während ich mir das durchaus genießbare Koffein zuführe, chatte ich mit dem Autovermieter über Whatsapp und teile mit, dass wir schon auf den Beinen sind. Passt ihm gut, er sagt, dass er gleich vorbeikommt, dann müssen wir uns nicht beim Hafen treffen wie eigentlich verabredet. Sehr praktisch.
Ein paar Minuten vergehen, dann trudelt der Mann ein. Mit ihm ein Auto, an dem wir nicht mehr viel kaputtmachen können, den unübersehbar vielen Lackschäden nach zu urteilen. Scheint hier niemanden zu jucken, uns auch nicht. Zumal man uns versichert, dass kleinere Schäden überhaupt kein Problem wären, das wäre normal. Wir sollen nur die großen vermeiden. Okay, wir geben uns beste Mühe.
Formalitäten gibt es quasi nicht. Wir sollen uns melden, wo wir die Karre stehenlassen und wann. Interessant. Aber auch irgendwie charmant. Auf jeden Fall habe ich einen guten Eindruck von dem Mann und komme mir nicht verar... vor. Passt schon.
Unser Frühstück nehmen wir auf dem Zimmer ein: Mini-Packungen Raisin Bran-Müsli, Joghurt, alles aus dem Supermarkt und gestern eingekauft. Spartanisch, aber nach den kulinarischen Verwöhnungen auf Guadeloupe auch mal ganz erfrischend.
Wir sind startklar und packen unsere Luxus-Karosse. Dann geht es los. Ach, auf Dominica ist übrigens Linksverkehr.
Als Erstes fahren wir zu einem absoluten must-see, das auch von Kreuzfahrttouristen überlaufen wird - wenn man nicht so früh am Start ist wie wir heute Morgen. Die Rede ist von den Trafalgar Falls - habe ich schon erwähnt, dass hier alles very british ist?
Wir sind scheinbar die einzigen Gäste, auf dem Hof werkelt ein Mensch an dem Unkraut herum, dass lustig sprießt. Eintritt? Wo soll man den zahlen, ist ja keiner da, der kassieren könnte.
Ein Pfad führt durch dichten Regenwald zu einer Aussichtsplattform, von der aus man einen prima Blick auf die beiden (!) Fälle hat.
Da sind sie in all ihrer Pracht.
Finde ich schon recht beeindruckend, das hier ist definitiv mehr als ein Rinnsal, das den Fels runterplätschert, wie schon einige Male andernorts erlebt.
Lange halten wir uns nicht auf.
Auf dem Rückweg begegnet uns doch tatsächlich noch ein anderer Besucher.
Die Vegetation in diesen tropischen Ländern fasziniert mich immer wieder aufs Neue, auch wenn ich mich mit Botanik überhaupt nicht auskenne.
Nächstes Ziel: Emerald Pool mit dem gleichnamigen Wasserfall. Ein Stückchen weiter nördlich. Wir fahren die Küstenstraße entlang, wo ein Kreuzfahrtschiff liegt - huch, wann ist das denn angekommen? Muss wohl am ganz frühen Morgen eingelaufen sein.
Die Straßen zum Emerald Pool führen durch Urwald, sind aber sehr gut ausgebaut. Leider ist hier, im Inselinneren, von Sonne nicht mehr viel zu sehen. Es stippelt sogar hier und da. Was will man im tropischen REGENwald auch anderes erwarten? Da regnet es nunmal bisweilen.
Auch hier können wir kein Eintrittsgeld loswerden. Karfreitag geht wohl alles seinen gemächlichen Gang und prinzipiell später los. Ist bei uns zuhause ja auch nicht anders.
Wir gehen den Trail, der uns ebenfalls sehr gut gefällt. Wieder stechen die exotischen Pflanzen ins Auge. Beziehungsweise ins Kamera-Objektiv.
Es geht steil bergab und über eine kleine Brücke. Dann rechts ab, und schon sind wir da.
Sehr idyllisch:
Zwei, drei Leute außer uns sind hier. Eine Dame badet in dem Pool. Dabei drizzelt es leicht von oben. Warm ist es aber sowieso, also warum nicht?
Auch der Rückweg - wer hätte es gedacht? - führt durch eine tolle, tropische Pflanzenwelt.