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Vive la France 2025!

(Letzte Änderung: 11.08.2025 @ 13:50)

Tag 7: 21.04.2025 (Teil 2)

Wir fahren zurück zur Küste. Je näher wir ihr kommen, desto trockener wird es, desto mehr Sonne zeigt sich. Richtig durch kommt sie jedoch nicht. Schleierwolken sind im Wege.

Wir stoppen bei einer Baustelle. Ich steige aus und mache ein paar Bilder - unter mir: Saint Joseph.

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Knapp dahinter: der dunkle Sandstrand Mero Black Sand Beach. Wir parken direkt dort, in einer Gegend mit recht ärmlicher Wohnbebauung. Sehr ursprünglich, sehr verschlafen.

Am Strand ist kaum was los. Das Geschäft der Liegenvermieter liegt (noch) brach.

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Hübsch hier, aber nicht überwältigend. Die streunenden Hunde stören mich, ich bin da immer etwas skeptisch. Obwohl wir selbst einen Vierbeiner in der Familie haben, aber dieses penetrante Hinterhergelaufe nervt mich. Vor allem, wenn es gleich mehrere sind.

Geht offenbar auch nicht nur uns so, denn wir werden gefragt, ob die Hunde zu uns gehören. Man ist scheinbar wenig begeistert darüber.

Wir fahren weiter. Besser gesagt: zurück. Die Exploration des Nordens von Dominica wollen wir nicht heute angehen, wir sind ja noch etwas länger hier.

Also geht es zurück Richtung Roseau. Wir kommen durch kleine Örtchen, ziemlich ärmlich, viel Verfall. Allerdings gibt es auch viele bunte Häuschen. Der Unterschied zu EU-Guadeloupe ist frappierend. Unsicher fühlen muss man sich allerdings keineswegs - die Leute gucken alle ganz freundlich, wenn wir durchfahren.

In Roseau einmal kurz in den Supermarkt, um Getränke nachzuladen und Raisin Bran. Was uns hier gar nicht gefällt, sind die beiden aggressiven Bettler, die uns anquatschen und sogar nachstellen. Man wird sie nicht los, sie wirken bedrohlich. Ich habe irgendwann genug und begebe mich in die Nähe des Einwanderungsgebäudes, wo Leute in Uniform sind. Anja flüchtet derweil in den Laden und kauft ein. Einer der Bettler probiert sogar Autotüren - übel. Also gehe ich Anja entgegen, damit sie den Typen nicht allein begegnen muss auf dem Weg zum Auto. Zum Glück verziehen sich die Kerle alsbald, nachdem ich einen genauso angeblafft habe wie er mich.

Wir gehen noch auf einen Sprung ins Hotel, machen dort eine kleine Pause.

Anschließend geht es in den Süden der Insel, genauer gesagt zum Scotts Head. Hier ein paar Eindrücke von der Fahrt durch die südlichen Outskirts von Roseau.



Wir kommen am vielbesungenen Champagne Reef vorbei, wo man gut schnorcheln kann. Kein Mensch zu sehen, der Strand ist auch keineswegs schön. Wir steigen nicht mal aus, denn Unterwasser-Equipment haben wir nicht.

Scotts Head ist nicht nur die vorgelagerte Halbinsel an der Südspitze Dominicas, sondern auch ein kleines Örtchen mit bunten Häusern. Auch hier, wie in vielen anderen Ortschaften, laute Musik. Die Leute halten sich auf oder nahe der Hauptstraße auf. Man lässt es sich gut gehen. Das nächste Karibik-Klischee erfüllt.

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Wir lassen den Wagen am Steinstrand stehen und verzichten darauf, ihn zum Parkplatz ganz am Ende einer zuerst holprigen, dann betonierten schmalen, sehr steilen Straße zu befördern. Stattdessen gehe ich zu Fuß.

Schweißtreibend, aber tolle Aussicht auf die Soufriere Bay. Im Hintergrund das gleichnamige, idyllisch gelegene Dorf. Dort unten, am Ende der Häuser, wo der Strand beginnt, steht unser Auto.

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Das Kanonenrohr auf dem Foto erklärt sich wie folgt: "Scotts Head erhielt seinen Namen von Colonel George Scott, der mit der britischen Invasionstruppe nach Dominica kam, welche die Insel 1761 von den Franzosen eroberte, und wurde Lieutenant Governor von Dominica von 1764 bis 1767. Scott veranlasste den Bau eines Forts auf der Halbinsel; heute ist der Großteil dieser Befestigungen von den Klippen gestürzt, einige Ruinenteile blieben jedoch bisher erhalten, unter anderem eine kleine Kanone." (Quelle: Wikipedia)

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Sobald die Sonne voll durchkommt, ist die Wasserfarbe einfach atemberaubend.

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Wenn sie sich hinter Wolken versteckt, ist das nicht mehr so. Schön aber allemal.

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Ich gehe noch ein Stück höher, es gibt einen Pfad der zu einem Funktmast führt. Die Aussicht von hier unterscheidet sich jedoch nicht wesentlich von der von dem offiziellen Viewpoint.

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Wir kehren nach Roseau zurück, relaxen ein wenig im Zimmer. Dieses aber ist klein, lädt nicht zum längeren Verweilen ein. Sauber und ordentlich, wie gesagt, ist alles jedoch.

Ein paar Views vom Balkon.

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Die Vermieterin bittet uns, den Wagen umzuparken. Wo wir gerade stehen, direkt vor dem Hotel, würde am nächsten Morgen ihr Bruder einen Verkaufsstand aufbauen. Okay, kein Problem. Später sehen wir, dass bereits Ware angeliefert wird, und zwar in rauen Mengen - irgendwas Wurzelartiges. Ich glaube, es ist Maniok.

Dinner wäre nicht schlecht. So viel hat es heute noch nicht gegeben, um es mal vorsichtig auszudrücken. Ausgesucht haben wir die Escape Bar, doch diese ist am Karfreitag geschlossen, wir stehen vor verschlossenen Türen. Next Try: Old Stone Grill, doch auch der ist zu. Ein paar ältere Herrschaften erklären, dass am Karfreitag alles dicht wäre außer das Restaurant bei/in Fort Young, einem Hotel, früher ein historisches Fort. Wir bedanken uns für den Tipp und gehen schon mal in die Richtung.

Hier ein Eindruck vom Straßenbild in Roseau.

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Wo wir schon mal in der Nähe sind, können wir vor dem Essen gerade noch einen Abstecher zum Präsidentenpalast machen.

Edel, edel. Der Präsident ist übrigens eine Präsidentin, die im Ausland studiert hat - irgendetwas mit der Entwicklung ländlicher Gebiete, was gut zu Dominica passt.

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Im Hotel Fort Young gibt es das Palisades, ein Restaurant der besseren Art direkt am Wasser. Wir bestellen Wraps mit karibischem Curry gefüllt - lecker.

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Sehr lecker ist der Ausblick auf die Bucht vor Roseau.

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Mit der Sonne geht auch dieser interessante, schöne Urlaubstag zu Ende.