Vive la France 2025!
(Letzte Änderung: 11.08.2025 @ 14:31)
Tag 11: 25.04.2025 (Teil 1)
(Achtung: Spinnenbild auf dieser Seite weiter unten!)
Es ist längst nicht mehr so voll im Frühstücksraum. Sind doch einige abgereist und waren wohl nur über Ostern hier. Es geht viel ruhiger zu, morgens um viertel nach sieben - gut so. Cappuccino gibt es aber leider immer noch nicht. Wir werden es überleben.
Nach dem Frühstück noch schnell ein paar Bilder vom "Hotelstrand" - same procedure as gestern.
Anschließend fahren wir in den Norden von Martinique, ins Gebirge. Dabei machen wir einen kurzen Stopp beim Cascade Saut Gendarme, den wir eigentlich gar nicht auf dem Schirm haben. Wir kommen aber direkt daran vorbei, und hier stehen auch einige Autos. Genügend Argument, um sich die Sache mal näher anzusehen. Ein kurzer, an manchen Stellen etwas glitschiger Trail führt zunächst steil bergab, danach kreuzt er einen Bach, über den man auf Steinen balanciert, die freundlicherweise an geeigneten Stellen parat liegen.
Und schon steht man vor einem Becken mit einem wirklich hübschen Wasserfall in exotischem Setting.
Wir bleiben nicht lange, ein kurzer Besuch reicht hier auch, wobei manche die Stelle auch nutzen, um zu baden.
Wir fahren weiter. Nach insgesamt 75-minütiger Fahrt vom Hotel an gerechnet, überwiegend durch dichten Urwald - jedenfalls nachdem wir den urbanen Süden der Insel verlassen haben -, nach schier endlosen Kurven und Serpentinen und zwei steilen, aber mal so richtig steilen Bergab-Sträßchen, erreichen wir den Trailhead vom Canal des Eclaves. Dabei handelt es sich um einen Bewässerungskanal, der im 18. Jahrhundert von Sklaven an einem Steilhang angelegt wurde, um die Brennereien von Saint-Pierre und Carbet zu bewässern.
Wir brauchen eine Weile, um herauszufinden, wo der Weg wirklich losgeht, denn der in den Apps eingezeichnete Trailhead ist nicht mehr zugänglich - Privatbesitz. Man kann die Stelle aber leicht umgehen, wenn man weiß, dass man dafür der rechts abgehenden Straße ein Stück bergauf (!) folgen muss. Diese fällt dann wieder, und man trifft an einer etwas späteren Stelle auf den Kanal.
Für Anja ist hier bald Schluss. Der Weg führt direkt am Rand des Kanals entlang. Links geht es steil und tief bergab. Rechts der nur zwanzig Zentimeter mit Wasser gefüllte Kanal - aber wer will schon nasse Füße bekommen? Es ist ein bisschen wie auf dem Schwebebalken, vielleicht doppelt so breit, an manchen Stellen auch breiter. Im Prinzip aber folgt man die ganze Zeit dem künstlichen Wasserlauf.
Die Pflanzenwelt - einfach immer wieder klasse. Wie auch schon auf Guadeloupe und Dominica.
Ich komme kaum vorwärts, muss immer wieder anhalten und fotografieren.
Die Fauna ist auch "interessant".
Ein schweißtreibender, aber sehr, sehr cooler Weg, den ich bis zum Ende gehe, wo er auf eine asphaltierte Bergstraße führt.
Hier bin ich schon wieder auf dem Rückweg:
Und noch ein letzter fotografischer Beweis, wie dschungelartig es hier, im Inneren der sehr gebirgigen Insel, ist: