Portugal Reisebericht 2026, 05.08.2026, Tag 16, Teil 1
Oh Miradouro
(Letzte Änderung: 5.10.2026 @ 20:05)
Wir schlafen für unsere Verhältnisse lange: bis halb neun. Gut, dass es meinen Halsschmerzen, die sich zu allem Überfluss gestern auch noch eingestellt hatten, besser geht. Wir gehen runter zum Frühstück. Alles bestens, richtig gut. Wir sind positiv überrascht. Einziger Mini-Kritikpunkt: es ist arktisch kalt im Frühstücksraum. Was anscheinend nur uns tangiert. Der Rest der Gäste spricht überwiegend amerikanisch. Kein Wunder: Es gibt Direktflüge von Boston und Newark. Für Amerikaner sind die Azoren ein ziemlich erschwinglicher und fixer Europe-Getaway. Dementsprechend spricht man im Hotel do Mar auch durchgehend hervorragend Englisch – und hat die Klimaanlage auf für Amerikaner angenehme drei Grad unter Null runtergerammelt.
Es gibt sehr guten Americano, super-leckere Honigmelonen, gute Marmelade und extrem leckeres Rührei. Plus jede Menge andere Leckereien. Top!
Uns gefällt es hier. Kein überkandideltes Hotel, auch schon die eine oder andere Gebrauchsspur an der Fassade oder im Zimmer, aber das stört uns nicht.
Auch der Pool und der Whirlpool sehen gut aus. Davon später Bilder.
Wir gehen zum meu-Supermarkt schräg gegenüber und decken uns mit Coke Zero, viel Wasser und Schokolade ein. Die Auswahl ist nicht gerade riesig, aber das ist der mit Abstand größte Laden weit und breit im recht abgelegenen Osten von São Miguel.
Als wir losfahren, ist es noch bewölkt, aber das soll besser werden. Wir fahren die Serpentinenstraße, die gestern Nacht eine Quälerei war, und genießen die tolle Vegetation. Sieht einfach klasse aus. Richtig urwaldmäßig. So haben wir uns die Azoren vorgestellt.
Wir fahren an die Nordküste und machen die ersten Bilder bei strahlendem Sonnenschein an einer Picknick-Area:
Wenig später weitere Bilder beim Miradouro de Santa Iria:
Klasse! Die Landschaft, das Wetter – der Ärger mit der Anreise ist längst Geschichte für uns.
Unser erstes Ziel ist gleich eine der Hauptsehenswürdigkeiten: Lagoa Azul. Doch je näher wir kommen, desto mehr tauchen wir in dichte Wolken ein, die über dem Inselinneren hängen. Nein, keine Wolken: Nebel. Zäher, feuchter Nebel, aus dem es leicht tröpfelt. Beim Miradouro do Rei sieht man – nichts. Aber wirklich nichts. Kaum die Hand vor Augen. Die letzten paar Hundert Meter mit dem Auto im Kriechtempo. Wahnsinn, eine solch intensive Waschküche habe ich selten gesehen. Wenn überhaupt jemals.
Hier kann man einfach nur wegfahren und die Besichtigung vertagen.
Wir fahren stattdessen an die Nordküste. Kleine Straßen bringen uns dorthin und mit jedem Kilometer bessert sich die Sicht. Als wir schließlich beim Miradouro da Fonte Grande ankommen, herrscht strahlender Sonnenschein.
Die Küste ist beeindruckend schön.
Wir machen bei diversen Aussichtspunkten Halt und genießen die Sonne und die tollen Aussichten.
Schließlich kommen wir nach Ribeira Grande und folgen den Schildern zum Areal de Santa Barbara. Hier gibt es einen großen Parkplatz, auf dem noch Platz ist. Schon von weitem weht uns Gute-Laune-Mucke entgegen. Die stammt von einem Stand, der angeblich den besten Pina Colada von was auch immer kredenzt. Direkt anschließend ein teuer aussehendes Restaurant an einer hübschen Promenade mit einigen Shops und anderen Einkehrmöglichkeiten.
Und dahinter ein grandioser Strand mit dunklem Sand.
Hier ist richtig was los. Kein Wunder bei der klasse Brandung. Die Lifeguards stehen dicht an dicht und passen auf, dass das badende Volk – das überwiegend aus Amerikanern zu bestehen scheint – unversehrt zurück an Land kommt.
Ich mache jede Menge Bilder. Der Sonne-Wolken-Mix sorgt für eine eigenartige Lichtstimmung.
Weiße Wolken und dunkle Lavafelsen – eine Herausforderung für jede Kamera.
Wir fahren weiter, nehmen uns aber vor, noch mal zum Baden wiederzukommen.
Nächstes Ziel: Lagoa das Furnas. Ein Naturschutzgebiet mit See – bei dem Namen logisch – und toller, parkähnlicher Landschaft.