Portugal Reisebericht 2026, 03.08.2026, Tag 14, Teil 2
Oh Miradouro
(Letzte Änderung: 5.10.2026 @ 20:05)
Ist aber eine willkommene Erfrischung, denn der Weg ist zwar nicht anstrengend, aber mit insgesamt 10,5 km nicht ganz kurz. Außerdem ist es heute ziemlich warm und drückend.
Der Weg endet hier:
Wir treten den Rückweg an.
Gegen halb drei sind wir wieder beim Auto. Erstmal alle Türen aufreißen, damit die brütende Hitze raus kann. Dann fahren wir zu unserer letzten Unterkunft auf Madeira in Santa Cruz: Residencial Santo António. Das kleine Hotel liegt mitten in Santa Cruz, aber wirklich mittendrin. Bedeutet: kein Parkplatz zu kriegen. Wir kurven und gurken durch die Gegend, natürlich in mittelgroßem Verkehrschaos, und können immer wieder nur weiterfahren. Schließlich, nach dem wievielten Versuch, tut sich eine Parklücke auf. Fünfzig Cent im Parkscheinautomaten geben uns eine Stunde. Sollte reichen, wir wollen ja nur unser Gepäck abladen. Wir schleppen Sack und Pack durch die Gassen von Santa Cruz und finden die Rezeption unseres Hotels verwaist vor.
Ein Schild verrät uns, dass in zwanzig Minuten jemand da ist. Man weiß nicht, wie lange das Schild dort schon steht, auf jeden Fall geht es schneller. Etwa zehn Minuten später checkt uns eine nette Frau ein und gibt uns noch eine Restaurantempfehlung mit auf den Weg: Bom Jesus. Außerdem klärt sie noch mal mit Doris, unserer Fahrerin, dass wir auch ja pünktlich um 3:15 nachts vor dem Haus abgeholt werden.
Wir bringen alle Sachen aufs Zimmer, marschieren zum Auto zurück und fahren zur Mietwagenstation Magic Islands. Dort stehen wir schon in der Schlange vor der Rezeption, als wir irgendwas von „tank full“ aufschnappen. Oh Mann, wir haben vergessen zu tanken!
Also scheren wir wieder aus und fahren zur nächsten Tanke, nur zwei Kreisverkehre weiter. Nun kehren wir ordnungsgemäß zu Magic Islands zurück, machen noch einmal Videos vom unversehrten Auto, und drücken einem freundlichen Mitarbeiter die Schlüssel in die Hand. Auch er hat nichts zu beanstanden und verspricht, dass die Kaution zeitnah released wird.
Der Shuttle zum Airport steht schon bereit, zwei Minuten später geht es los. Klappt alles wie am Schnürchen.
Wir orientieren uns kurz mit Hilfe von Google Maps und Gaia GPS, wie wir zu Fuß unfallfrei vom Flughafengelände über die Autobahn kommen. Erst mal mit dem Aufzug ganz runter. Dann über eine Brücke. Noch ein Blick zurück zum Cristiano Ronaldo Airport – natürlich mit dem Konterfei von CR7. Seinen Namen trägt der Flughafen seit 2017, zu Ehren des auf Madeira geborenen Fußballstars.
Wir gehen am Friedhof vorbei, dann direkt neben der Autobahn her. Nicht ohne schöne Ausblicke auf die knuspertrockenen Ilhas Desertas im Süden.
Wir gehen an einem öffentlichen Salzwasser-Pool vorbei, wo sich die Jugend Madeiras trifft. Ich würde mal sagen: 99,9% Locals sind hier am Start.
Beim ebenfalls kostenlosen Freibad ein paar Meter weiter, sieht es kaum anders aus.
Wir folgen der Promenade von Santa Cruz in den Ort …
… und kommen zum zentralen Platz.
Nicht spektakulär, aber doch ganz nett.
Anschließend geht es unter die Dusche. Dringend nötig. Außerdem müssen die verschwitzten Klamotten gewechselt werden, bevor wir dem Bom Jesus einen Besuch abstatten.
Das Restaurant liegt direkt neben der Kirche.
Die Empfehlung war gut – die Carbonara ist erstklassig.
Leider stört ein Schwarm Fliegen ein wenig. Die Biester haben scheinbar nur darauf gewartet, dass wir auf der Bildfläche erscheinen.
Nach dem Dinner machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Supermarkt, wo wir inseltypische Tangerine-Kekse kaufen. Kosten stolze fünf EUR, sind aber hausgemacht, wie uns versichert wird. Die sollen uns über den gröbsten Hunger hinweghelfen, denn das Frühstück morgen wird wohl ausfallen.
Noch ein kurzer Spaziergang in den Park am Strand.
Und an den Strand.
Wir schauen noch eine Folge „Man on Fire“, bevor wir überpünktlich um neun Uhr das Licht ausmachen.
Leider ist das Zimmer nicht klimatisiert und bullenwarm. Fenster auf, lautete der Plan, aber den durchkreuzt eine „Meute“ Kinder mit ihrem lautstarken, sehr ausdauernden Geschrei direkt unter unserem Zimmer. Also Fenster wieder zu und Betttuch vom Leibe. Es ist einfach nur warm.
Eine kurze Nacht schließt sich an.