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Gelobtes Land 2023

(Letzte Änderung: 12.05.2023 @ 15:57)

4. Tag: 07.04.2023 (Teil 3)

Wir verlassen den Park und fahren Auto.

Immer nach Norden.

Immer durch die Negev-Wüste.

Bis wir nach Mitzpe Ramon kommen. Dort gibt es touristisch alles, was das Herz begehrt: Motels, Fast Food-Ketten usw. Und einen Besuchermagneten, der erst dafür sorgt, dass hier, in der absoluten Einöde, überhaupt irgendwas los ist: der Ramon-Crater. Dieser Erosionskrater misst nicht weniger al vierzig Kilometer im Durchmesser.

Wir betrachten ihn von dem Trail, der entlang der Abbruchkante verläuft. Tief unter uns liegen urzeitliche Vulkankegel, versteinerte Baumstämme, gelb-brauner Sandstein und andere Sedimentschichten.

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Sehr windig hier oben, aber was da bläst, ist ein Fön auf volle Stärke gestellt und nahe an den Kopf gehalten. Marke: Negev-Wüstenwindturbo.

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Den nächsten Stopp machen wir erst wieder im Großraum Tel Aviv, als wir ein Mc Donalds-Schild erblicken.

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Leider gibt es hier keinen Kaffee, die Maschine ist ausgefallen. Dafür nebenan, in dem Mini-Supermarkt, der auch sehr leckere Frischkäseblätterteigteilchen und 1a-Cappuccino verkauft. Vermutlich in arabischer Hand, der Laden, ansonsten: s. Pessachfest. Wir machen zwanzig Minuten Pause, was nach der langen Fahrt gut tut. Mein T-Shirt ist klitschnass geschwitzt, aber nach nicht einmal fünf Minuten an der frischen Luft ist es wieder knochentrocken.

Ist immer noch sehr warm, allerdings ziehe erste Schleierwolken auf, die zu dem Wetterbericht passen. Es soll bewölkt werden, 100% blauer Himmel dürfte sich erst einmal erledigt haben. Wir werden sehen ...

Wir fahren weitere eineinhalb Stunden und erreichen die Vororte von Haifa. Unsere Unterkunft zu finden, ist nicht so leicht, weil bei beiden Iphones das GPS-Signal nicht funktioniert - keine Ahnung, ob das eine lokale Spezialität ist. Jedenfalls müssen wir ein bisschen suchen und stellen dabei fest, dass Haifa gar nicht mal so hübsch ist.

Viel schöner ist allerdings das German Quarter, in dem das Haifa Hostel liegt. Dort werden wir sehr freundlich in Empfang genommen und beziehen eine Stube, die einfacher nicht sein könnte.

Flug

Gemeinschaftsbad gleich nebenan. Das Hostel ist so ein richtig typisches Backpacker-Hostel, junges Personal, junge Gäste. Wir sind mit Abstand die Ältesten. Im Erdgeschoss gibt es einen großen Tisch, an dem gemeinsam isst, wer das möchte. Man kocht sich seine Sachen selbst, Gemeinschaftskühlschränke und -küche stehen zur allgemeinen Verfügung.

Abends gehen wir die Sderot Ben Gurion Straße hoch, die durch das German Quarter führt. Unverkennbar Deutsch sind die Segenssprüche auf Deutsch an manchen Häusern - eine Erinnerung an die deutsch-christliche Glaubensgruppe der Templer, die in Haifa 1860 an Land ging. Die Straße ist wohl die Prunkstraße Haifas, zumindest liegen hier viele gute Restaurants. Außerdem führt sie hoch zu den Bahai Gardens, die abends schön beleuchtet sind.

Wir essen bei Fattoush, einem Laden mit israelisch-arabischer Kost. Besonders der Hummus mit Champignons als Vorspeise ist eine Wucht, aber auch der Hauptgang (Aubergine-Tomate auf Mandeln und Reis) mundet sehr. Ganz billig ist der Laden nicht, wie die meisten Restaurants in Israel.

Als wir zum Hostel zurückgehen, hat es deutlich abgekühlt, und es ist immer noch sehr windig. Keine guten Wettervorboten.