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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

Paderquellen - Bär ermittelt Neu

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Israel Reisebericht 2023, 07.04.2023, Tag 4, Teil 1

Gelobtes Land

(Letzte Änderung: 30.09.2026)

Nachdem wir gestern üppig mit Kaffee und einem Joghurt gefrühstückt haben, ist heute Magerkost angesagt: Es gibt nur Kaffee, für den erfreulicherweise alle Zutaten in unserer kleinen Küche vorhanden sind.

Nach diesem Genuss fahren wir zum größten Supermarkt, den wir bei Google Maps finden - nur um festzustellen, dass es heute keine Backwaren gibt. Und zwar gar keine, jedenfalls keine frischen. Abgepackte Sachen wie Kekse usw. sind vorhanden. Wegen des Pessach-Festes sind die meisten Regale zugehängt, wir vermuten, dass nur koschere Sachen verkauft werden dürfen.

So sieht das dann in der Praxis aus:

Supermarktregal mit abgedeckten Waren an Pessach in Eilat

Immerhin können wir Getränke und Äpfel erstehen. Und Eis, welches wir im Beutel lassen und der Plastiktüte drumherum. Dann bleiben die Cola und Schokolade wenigstens kühl, schließlich haben wir heute eine lange Autofahrt vor der Brust.

Was das Frühstück angeht, unternehmen wir noch einen Versuch: In der Nähe ist ein kleinerer "Super"-Markt, der angeblich auch Backwaren vertickt. Täte er auch, wenn es denn nicht heute verboten wäre. Pessach bedeutet: kein Brot, keine frischen Teilchen, das eine geschlagene Woche lang. Wir kaufen zwei Schokoschnecken, die zwar eklig sind, aber den Magen effektiv verkleistern und entsprechend satt machen.

Unser Ziel ist der Timna-Nationalpark, den wir ja gestern zugunsten des Red Canyons verpasst haben. Er liegt nördlich von Eilat, und genau in diese Richtung müssen wir heute. Bis Haifa genauer gesagt. Nach einem Tankstopp - wieder für 100 Schekel Bargeld bei Yellow - fahren wir die #90 hoch.

Als wir ein Schild "Timna irgendwas" sehen, das nach links zeigt, biegen wir ab. Ist aber falsch, wir landen bei der Timna Copper Mine, was wir merken, als wir quasi schon auf dem Minengelände sind. Also zurück zum Highway und die Nächste links ab. Dort begrüßt uns ein großes Visitor Center nach dem Vorbild amerikanischer Nationalparks. Wir zahlen umgerechnet 25 EUR Eintritt zusammen und verschaffen uns zunächst einen Überblick über die Gegebenheiten.

Reliefkarte des Timna-Parks mit Wegen und Sehenswürdigkeiten

Dann begeben wir uns auf die asphaltierte Loop Road, die durch den Park führt.

Asphaltstraße durch die Wüste im Timna-Park

Erste Station ist der Spiral Hill, ein markanter Fels, dessen Spiralförmigkeit nur auffällt, wenn man sich von der richtigen Seite nähert und ein wenig Fantasie walten lässt.

Sandsteinwände und Wüstenebene im Timna-Park Spiral Hill im Timna-Park mit Sträuchern Spiral Hill im Timna-Park aus roten Felsen

Wir folgen den weißen Schildern (s. Bild oben), die ein Betreten des Felsens verhindern und stehen vor der weiten Ebene des Timna Valleys.

Infotafel und Wüstenebene vor den Sandsteinwänden im Timna-Park

Es ist schon jetzt, so gegen zehn Uhr morgens, mächtig warm. Was hier im Hochsommer nachmittags los ist, möchte man sich am liebsten nicht vorstellen. Oder doch, ist eigentlich ganz einfach: Dürfte verdammt leer sein, der Park.

Wir fahren zum Mushroom Rock - schon die Bezeichnung der Sehenswürdigkeit kommt sehr amerikanisch daher. Da standen bestimmt die U.S.-Nationalparks Pate bei der Konzipierung des Parks, was ja auch nicht weiter schlimm ist. Ist ja ein bewährtes System.

Pilzfelsen Mushroom Rock im Timna-Park

Wir begeben uns auf eine nicht-asphaltierte Nebenstrecke, die zu The Chariots führt - Felsritzungen.

Felswand mit Schichten im Timna-Park Felswand mit Infotafel und Höhle im Timna-Park

Leider ist das Licht nicht optimal - man sieht eher wenig.

Felsfläche mit Ritzzeichnungen im Timna-Park Uralte Felszeichnungen in einer Felswand im Timna-Park Wüstenlandschaft mit roten Felsen im Timna-Park