Cookie Consent by Privacy Policies Generator We Just Can´t Get Enough Tour 1996
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   Mein Amerika-Roman: Im Westen ist Amerika

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we just can´t get enough tour 1996

(Letzte Änderung: 25.12.2016 @ 10:16)

San Francisco und der vergessene See

San Francisco war Start- und Endpunkt der Reise. Eine Reise, die ziemlich chaotisch begann.

Wir hatten einen Flug mit TWA über New York nach SFO gebucht. In New York brach dann am Flughafen das Chaos aus, als mitgeteilt wurde, dass alle Passagiere mit Weiterflug nach San Francisco neue Bordkarten benötigten. Eine undisziplinierte Menschentraube drängelte sich vor den Schaltern mit völlig überforderten TWA-Mitarbeitern, die jedem eine neue Bordkarte aushändigten.

Als ich dann den Flieger betrat und mich zu meinem Platz durcharbeitete, war die Überraschung groß. Mein seat war belegt und der Glückliche, der darauf saß, hatte genauso eine schöne Bordkarte für exakt diesen Platz wie ich. Anja hatte einen Platz ganz woanders im Flieger und auch ihr Platz war bereits belegt. Da wurden offenbar massenhaft Plätze doppelt oder sogar dreifach vergeben. Na super!

Wir machten das Gleiche, wie alle Anderen und setzten uns irgendwohin. Die Flugbegleiter versuchten vergeblich die Leute von ihren Plätzen zu bewegen. Langer Rede kurzer Sinn: Über eine Stunde lang wurden Freiwillige gesucht (und auch gefunden), die gegen üppige Boni bereit waren einen späteren Flug zu nehmen. Ein Spektakel ohnegleichen! Da wurde gefeilscht, dass es nur so eine Freude war.

Als wir in San Francisco landeten, hatte sich die Aufregung längst gelegt, aber der nächste Tiefschlag kam. Unser Gepäck war nicht vollständig. Ausgerechnet der Rucksack mit dem Zelt und den anderen Campingutensilien fehlte. Damit konnten wir die geplante Übernachtung auf dem Half Moon Bay Campground vergessen und mussten in ein Billighotel an der Van Ness Avenue einchecken.

Wir ließen uns die Laune aber nicht verderben und zogen unser Sightseeing-Programm in San Francisco wie geplant durch. Einer der ersten Besichtigungspunkte war der Coit Tower auf dem Telegraph Hill, von wo wir uns einen Überblick über die Stadt verschaffen konnten.

Mitte der 90er waren die lateinamerikanischen Straßenbands mit Panflöte und Poncho schwer angesagt - umso überraschter waren wir, dass beim Ghirardelli Square die Schweizer Dixieland-Band Red Garter in stilechter Verkleidung aufspielte.

Nachdem wir San Francisco erkundet hatten (wir kannten die Stadt schon von 1991 und 1994), fuhren Anja und ich Richtung Sequoia Nationalpark. Dabei machten wir eine Zwischenübernachtung an einem See, den man über eine lange Kurvenstrecke erreichte. Keine Ahnung, wie diese Location hieß, wir hatten uns an einem Campingführer orientiert und einen der mit 10/10 Punkten bewerteten Plätze ausgesucht.

Beim Fotografieren von See und Umgebung ließ ich mir ziemlich viel Zeit, was einen Campingfreund zu der Frage veranlasste, ob ich für National Geographic arbeiten würde. Muss wohl einen ziemlich professionellen Eindruck gemacht haben, wie ich da in der Hocke saß, um den optimalen Bildausschnitt zu bekommen.

Leider existiert nur noch ein Bild von unserer campsite mit unserem damaligen Mietwagen. 90er Jahre-Style, wie man sieht.

Ralf und André kamen übrigens erst am späten Abend an. Es war schon stockdunkel, als zwei Scheinwerfer die pechschwarze Landschaft erhellten. Die beiden hatten sich beim Shoppen ein wenig in der Zeit vertan und unterschätzt, welche Gurkerei notwendig war um anzukommen.

Hohn und Spott war ihnen gewiss.