Vive la France 2025!
(Letzte Änderung: 11.08.2025 @ 10:09)
Tag 2: 17.04.2025
Heute Morgen können wir es gemütlich angehen lassen und trudeln erst um kurz nach acht beim Frühstück ein. Um halb zehn lassen wir uns zum Flughafen Orly shutteln, Terminal 3, wo Air France ansässig ist. Der Verkehr ist dicht, ziemlich chaotisch, und der ältere Herr, der den Shuttle fährt, flucht herzhaft. Wir verstehen nur merde, merde und merdeur. Oder so ähnlich.
Wir sind um zehn Uhr da, unser Flug nach Guadeloupe, ein französisches Übersee-Departement, geht erst um 12:25 Uhr. Reichlich Zeit also. Allerdings brummt ORY geradezu. Klar: Wochenende, Ferien auch in Frankreich. So dauert es auch bei Security eine Weile, wo alles im Gepäck bleiben darf. Was nicht verhindert, dass ich wieder alles aufmachen darf, wie schon in HAJ. Moniert wird nichts.
Nun ist es nur noch eine Stunde bis zum Boarding. Wir suchen uns ein Plätzchen beim Gate, wo es Steckdosen gibt, und vertreiben uns die Zeit mit dem Ausfüllen eines ziemlich langen Reviews über den Flughafen, worum uns eine freundliche Dame bittet. Dafür bekommen wir Ipads in die Hand gedrückt und arbeiten uns durch die nicht enden wollenden Fragen.
Unsere Maschine steht schon bereit.
Schließlich beginnt das Boarding, wir sind Gruppe 5. Wir sitzen auf 35 J und K, also Gang und Mitte.
Der Flug geht relativ zügig vorbei, ich schaffe es sogar, eine Stunde zu dösen. Außerdem ist "Cry Macho" von und mit Clint Eastwood ziemlich gut. Auch Gladiator 2 gefällt mir. Selbst das Essen ist okay, meine Pasta zum Beispiel. Allerdings müssen wir auf das Essen ziemlich lange warten, denn es ist wohl zu wenig Pasta fertig - einige Sitzreihen, darunter wir, müssen sich gedulden. Auch kein größeres Drama.
Als wir in Pointe-a-Pitre auf Guadeloupe landen, ist es trotzdem eine Erlösung.
Wir sind natürlich ruckzuck durch, da wir kein Gepäck haben, und stehen gleich draußen in der gleißenden Sonne und suchen, wie wir zur Mietwagenstation kommen. Auf einem Plakat steht, dass man einen QR-Code scannen müsste, was bei dem schnarchigen 3G-Internet aber nur in der Theorie klappt. Ein anderer deutscher Tourist klärt uns auf, dass Jumbo einen Shuttle einsetzt, der gleich kommen müsste.
Tut er auch. Fünf Minuten später sind wir bei der Station. Auch hier dauert es nur zehn Minuten, bis wir den Wagen übernehmen können. Wir sind halt überall quasi die Ersten.
Blöderweise steuern wir das falsche Auto an - der Schlüssel passt nicht. Nochmal kurz auf den Zettel geguckt - ah, Nummer 49. Schnell ein Video vom Auto, um die kleinen Lackschäden zu dokumentieren, dann kann es auch schon losgehen.
Der Verkehr zu unserer Unterkunft Le Salako in Le Gosier, im Süden von Pointe-a-Pitre, ist am Sonntagnachmittag nicht besonders stark, aber an die zweispurigen Kreisverkehre mit ihrer eigenwilligen Vorfahrtregelung - die ich Esel einmal zum Unmut eines aufmerksamen Motorradfahrers versehentlich missachte - muss ich mich noch gewöhnen. Auch daran, dass (logischerweise) alles auf Französisch ist, einer Sprache, der wir nur rudimentär mächtig sind. Aber wir werden uns schon mit Händen und Füßen redend durchschlagen.
Eine halbe Stunde später stehen wir beim Check-in. Auch hier geht alles ganz fix. Wir bekommen ein Zimmer im Gebäudeteil Clipper, denn das Salako besteht aus zwei Komplexen.
Hier ein View von dem Gang, der zu unserem Zimmer führt, im Hintergrund das Hauptgebäude:
Der Strand direkt am Hotel ist klasse und am Wochenende auch von Einheimischen gut besucht.
Wir haben einen sehr guten Eindruck von unserer Unterkunft. Schlicht und funktional, aber Top-Preis-Leistungsverhältnis.
In einem kleinen Laden nebenan kaufe ich Getränke zu völlig überhöhten Preisen. Sechs Dosen Eistee, eine Dose Cola und eine Flasche Wasser: 13,10 EUR.
Um halb neun gehen bei uns die Lichter aus. Sechs Stunden Zeitverschiebung fordern ihren Tribut.