Orient Tour 2025
(Letzte Änderung: 2.01.2026 @ 13:02)
Tag 9 Teil 2: 20.10.2025
Wir zeigen unsere Tickets und betreten die Moschee. Dort gibt es verschiedene Schilder, wo sich die Touren sammeln - je nach Sprache. Bei "Deutsch" steht gar niemand, also begeben wir uns zu "Englisch". Wir müssen bestimmt eine halbe Stunde warten, dem Chaos am Ticketschalter sei Dank. Während der Wartezeit gehe ich schon mal auf eigene Faust los, was kein Problem ist. Machen viele, stört keinen.
Sehr beeindruckend.
Nachdem ich schon viele Bilder im Kasten haben, kann ich den Ausführungen des Gruppenleiters sehr genau folgen. Der Mann macht anfangs einen etwas verdrossenen Eindruck, taut aber immer weiter auf. Er hat einen angenehmen Humor, vermittelt gleichzeitig eine gewisse Ernsthaftigkeit, die dem Ort angemessen ist. Außerdem schärft er allen ein, dass Fotos von der Gruppe und ihm strikt untersagt sind. Jeder hält sich dran. Immer mal wieder bezieht er die Leute ein, fragt, woher sie kommen usw. Es verwundert, wie viele Deutsche in der Englisch-Gruppe unterwegs sind, aber wenn bei "Deutsch" halt niemand war ... Die weiteste Anreise wird gesucht: Melbourne, Australien, gewinnt. Über Fußball wird nebenbei auch geredet - kommt mir sehr entgegen.
Die Tour gefällt uns richtig gut. Sie dauert ca. 45 Minuten, dann stehen wir wieder draußen von dem Gebäude. Wir machen ein paar Schritte nach links und einige Fotos.
Anja hat sich in den Kopf gesetzt, zum Strand zu wollen. Meine Argumente, dass es aber gar keine richtigen Strand in Casablanca gäbe, zählen erstmal nicht ;-) Einen längeren Marsch eine völlig unansehnliche Promenade entlang, sind wir um exakt ein akzeptables Bild reicher und die Erkenntnis, dass es tatsächlich hier in der Nähe keinen Strand gibt.
Überhaupt gilt Casablanca nicht gerade als Schönheit. Viele sind sich darin einig, dass es die Moschee ist, die man gesehen haben sollte und that´s it. Wir überlegen, noch kurz zu Rick´s Café zu gehen (der Film "Casablanca" lässt grüßen), aber das ist noch ein Stück. Und ob das so spektakulär ist?
Wir kehren zum Hotel zurück. Ich möchte auch langsam aus der Sonne. Obwohl nur 26° C und wir zudem eingecremt sind, ist die Sonneneinstrahlung mega-intensiv, dabei ist es schon spät am Nachmittag.
Wir könnten auch mal wieder was zu essen gebrauchen. Lange rumsuchen will keiner, also checken wir im Hotelrestaurant ein. Was es dort gibt, ist nicht übel, auch auch deutlich von sehr gut entfernt. Das Club-Sandwich ist eher ein Baguette, aber in Ordnung, würde ich sagen. Die Kichererbsensuppe ist lecker.
Wir sind k.o. Die Anstrengungen der letzten Tage sind nicht ohne gewesen. Also ab aufs Zimmer. Ich schaue von oben noch ein wenig beim Fußball zu. Mit Beginn der Dämmerung sind die Kunstrasenplätze quasi dauerbelegt.