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Orient Tour 2025

(Letzte Änderung: 2.01.2026 @ 13:15)

Tag 7 Teil 2: 18.10.2025

Irgendwie cool, die Wüste. Wir mögen diese spröden Landschaften mit den kargen gezackten Bergen.

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Wir nähern uns einem Wüstenkaff, dessen Name mir nicht einfallen will. Es geht in eine leichte Senke, wir bremsen ab. Plötzlich springen von rechts und links Kinder und Jugendliche auf die Straße. Manche rennen direkt vor die Kühlerhaube. Das Auto ist komplett belagert und zwar auf die aggressive Art, k. Was wollen sie - natürlich Geld. Anhalten ist nicht, ansonsten zahlen wir uns dumm und dusselig. Außerdem habe ich null Bock, vor dieser Form von Wegelagerei irgendwie zu Kreuze zu kriechen. Also gebe ich Gas. Vorsichtig, sodass die Verrückten vor unserem Auto, leicht abhauen können und nicht zu Schaden kommen, aber schnell genug, um zu demonstrieren, dass man auch besser von der Straße sollte. Und zwar jetzt! Das funktioniert auch, bringt uns aber wütende Rufe ein, ein paar Schläge auf den Kofferraum und weitere Verwünschungen. Ein Bengel hängt sich tatsächlich an die Fahrertür und rennt mit. Er will auch kein Autogramm, sondern unser Geld. Was wir ihm nicht geben. Ich warne ihn, dass ich gleich richtig Gas gebe und er besser loslässt. - Er kapiert, dass er sein Glück nicht überstrapazieren sollte.

Himmel, das war eine Scheiß-Situation! Wer möchte sich schon gerne ausnehmen lassen wie eine Weihnachtsgans? Und ob es bei ein bisschen Kleingeld geblieben wäre, war keineswegs sicher. Andererseits kann man natürlich auch nicht rücksichtslos durch die Menge brettern, vor allem nicht, wenn Kinder im Spiel sind.

Schwierig, schwierig ... Wir denken, dass wir es ganz gut gelöst haben.

Schließlich erreichen wir Zagora.


Dort büßen wir bei einer Total-Tankstelle erstmal unser gesamtes Bargeld ein. Kartenzahlung ist nicht. Als Nächstes suchen wir eine Boulangerie. Die bei Google Maps angezeigt existiert nicht. Supermarché Sahara entpuppt sich als reiner Spirituosenladen - interessanter Name für einen Schnapsladen. Nächster Versuch: Alimentaire générale. Dort gibt es fast nichts, von Großmengen Getreide, Nüssen usw. abgesehen. Ein paar abgepackte Süßigkeiten und ein Fladen Brot wechseln den Besitzer. (Das Süßzeug ist dermaßen quittesüß, dass ich es für ungenießbar erachte und gleich entsorge.)

Mit Riesenkohldampf nehmen wir nun Kurs auf unsere Unterkunft. Wir müssen wieder ganz durch Zagora, ein Stück raus aus der Stadt, dann kommt rechter Hand ein Wegweiser zur Oasis Tilogui. Einen Kilometer leicht zu befahrender Schotte später sind wir am Ziel. Wir parken vor dem Tor und werden freundlich in Empfang genommen. Und ja: Das hier ist eine richtige Oase. Super-Pool, ganz tolles Häuschen mit Luxus-Ambiente. Und vor allem eine sehr gute Speisekarte. Wir wechseln nach der Wüstendurchquerung in den Relax-Modus und bestellen erstmal Joghurt mit Honig und Pflaumen - ein Gedicht. 30 Dirham sind mehr als angemessen.

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Den Rest des Samstagnachmittags verbringe ich mit Fußballgucken in einem landestypischen Nomadenzelt - Bayern und der SCP gewinnen! Immer mal wieder zwischendurch ein Hüpfer in den Pool. Genial!

Alleine sind wir hier, am Allerwertesten der Welt, übrigens keineswegs. Eine Reisegruppe kommt später an, die meisten sprechen italienisch. Die haben garantiert eine Sahara-Tour gebucht, denn von hier ist es nicht weit dorthin. Wir haben auch mit dem Gedanken gespielt, letztendlich erschien es uns aber als zu touristisch und überteuert.

Das Abendessen ist so ziemlich das exakte Gegenteil des Desasters von gestern. Die Tajine ist superb, Anjas Kebab-Spieße ebenfalls. Auch der Joghurt mit Datteln zum Nachtisch ist super-lecker.

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Ein ziemlich aufregender Tag findet sein Ende in einer lauschigen Atmosphäre am Pool. Wunderbar.