Portugal Reisebericht 2026, 29.07.2026, Tag 9, Teil 1
Oh Miradouro
(Letzte Änderung: 5.10.2026 @ 20:05)
Das Frühstück ist opulent, um es mit einem Wort zu beschreiben. Doch leider, leider gibt es kein frisches Brot in irgendeiner Form. Allerdings ist das Rührei sehr lecker.
Wir lassen es heute gemütlich angehen und checken erst gegen zehn Uhr aus.
Ein kurzer Spaziergang zum Ufer. Strahlender Sonnenschein, herrlich!
Wir fahren zum Trailhead Achada do Teixeira. Schon auf dem Weg begeistert uns die üppige Vegetation. Es grünt so grün – eine einzige Pracht. Hortensienbüsche noch und nöcher in voller Blüte. Und es ist steil. Sehr steil. Und kurvig. Die Fahrt hinauf erinnert uns ein wenig an den (noch grünen Teil) des Haleakalas auf Maui.
Wir kommen den Wolken immer näher, hoffentlich ist oben noch ein wenig Sonne!
Linker Hand ein Miradouro. Wir steigen aus und folgen einem schmalen Pfad, der zu steilen Stufen führt. Dort müssen wir rauf. Und es lohnt sich!
Von links kommt der Nebel rein. Rechts ist noch alles sonnig. Wären wir ein paar Minuten später angekommen, wäre mit Sonne nix gewesen. Glück gehabt!
Es geht weiter bergauf und siehe da: wieder Sonne! Wir sind über den Wolken und unter einem strahlendblauen Himmel. Cool.
Weniger cool ist, dass der Parkplatz von PR1.2 – so die offizielle Bezeichnung für den Aufstieg zum Pico Ruivo – knüppelvoll ist. Wir drehen ein paar Ehrenrunden und haben Glück. Jemand fährt raus. Wir schnell rein. Ist ein ganz schönes Gewürge, so eng ist es, aber mit Rückfahrkamera und Anjas Hilfe geht es dann doch.
Beim Trailhead werden die Permits kontrolliert. Man muss zuvor nämlich reservieren, sogar den Time Slot. Wir sind zwanzig Minuten zu früh, aber das juckt keinen.
Die Wanderwege Madeiras sind weltberühmt und PR1.2 ist vermutlich die berühmteste Berühmtheit. Der Pico Ruivo ist mit 1.862 Metern Madeiras höchster Berg, nur knapp höher als der benachbarte Pico do Areeiro (1.818 Meter). Dementsprechend sind wir fortan Teil einer kleinen Völkerwanderung.
Alles nicht so schlimm, das Wetter entschädigt. Und die Landschaft erst. Ab hier schweige ich eine Weile und lasse Bilder sprechen.
Einfach grandios.
Ich halte immer wieder an und knipse drauflos.
Die letzten fünfhundert Meter haben es in sich. Der Weg ist jetzt sehr schmal und nicht mehr so perfekt ausgebaut. Außerdem heftig steil in manchen Passagen.
Oben angekommen, ist erstmal Durchschnaufen angesagt. Man ist hier immerhin auf knapp 1.900 Metern Höhe. Eben waren wir noch bei exakt Null.