Portugal Reisebericht 2026, 27.07.2026, Tag 7
Oh Miradouro
(Letzte Änderung: 5.10.2026)
Same procedure as last day: Frühstück. Dann Pool. Dann Abfahrt pünktlich kurz nach acht.
Wir fahren dieselbe Strecke wie gestern, wollen aber zur Praia da Marinha. Jetzt verstehen wir auch, wieso gestern Polizei die Zufahrt zum Parkplatz abgeriegelt hat – was sie auch heute tut. Parking full, heißt es. Weiterfahren. Besuch nur by foot possible. Okay, dann müssen wir wohl wieder auf den Parkplatz von gestern. Kostet wieder 3,50 EUR. Obwohl wir noch ein paar Minuten früher sind als am Vortag, ist der Parkplatz voller. Vielleicht, weil gestern, am Sonntag, die Leute länger in den Federn gelegen haben?
Wir marschieren an der Benagil Cave vorbei und folgen einem Geflecht aus Pfaden und inoffiziellen Wegen an der Abbruchkante entlang. Stellenweise kein Spaziergang, denn es geht bergab, bergauf. Schließlich erreichen wir einen Viewpoint, wo man die markanten Felsen mit den „Doppellöchern“ sieht – als Arcos Naturais bekannt und eine der meistfotografierten Felsformationen der Algarve, die aus bestimmtem Blickwinkel sogar eine Herzform ergeben soll.
Wenig später der nächste Viewpoint:
Natürlich wollen wir auch runter an den Strand. Viele Stufen später sind wir an Ort und Stelle und rümpfen die Nase. Hier wurden Unmengen schwarzes Seegras angeschwemmt, das ziemlich übel müffelt. Kein schöner Anblick.
Der Strand selbst jedoch ist hübsch.
Leider nur wenig Schatten, wir verkrümeln uns in eine zwischen Felsen geschützte Stelle. Hinter uns ragt die Felswand auf, dementsprechend ist der Handy-Empfang zero.
Ich gehe ein Stück am Wasser entlang, um eine Stelle zu finden, wo nicht diese losen Seegrasbüschel treiben. Brrr, einfach nur kalt. Auch hier gilt: kurz rein, fix raus.
So richtig überzeugt uns das nicht, zumal es immer voller wird. Zeit für uns, die Zelte abzubrechen.
Während Anja den kurzen Weg zu der Absperrung an der Hauptstraße nimmt, stiefele ich zurück zum Parkplatz und hole den Wagen. Nicht ohne, noch ein paar Bilder zu schießen.
Beim Auto komme ich schweißüberströmt an, denn wir haben jetzt, zur Mittagszeit, weit über 30 °.
Ich sammele Anja ein, und wir fahren nach Albufeira. Ungefähr zwanzig Minuten später kommen wir an und finden mit Ach und Krach einen (kostenlosen) Parkplatz in der Nähe vom Miradouro do Pau da Bandeira.
Für einen Stadtstrand schon nicht übel. Die Stadt scheint übrigens ziemlich in britischer Urlauberhand zu sein.
Zwei Rolltreppen (!) führen runter zum Strand.
Hier gibt es einen kurzen Steg, wo uns ein wenig Wind um die Nase weht. Bei der drückenden Hitze sehr angenehm.
In der Fußgängerzone hinter dem Strand finden wir ein Restaurant fürs Mittagessen. Die Pizzen sind gut, aber der Service … Schweigen ist Gold.
Es ist uns heute zu heiß, deshalb verzichten wir auf eine ausführlichere Stadtbesichtigung. Wir flüchten uns zurück ins klimatisierte Auto und fahren zu einem Self Service Car Wash, wo wir für schlappe 1,50 EUR die Spuren diverser dirt roads mit dem Hochdruckreiniger beseitigen. Noch ein Stopp beim Aldi in Boliqueime, dann geht es retour zum Hotel.
Den Rest des Tages verbringe ich mit Schreiben und diversen Stippvisiten zum Pool, um wieder auf Normal herunterzukühlen. Bei 36° im Schatten nicht ganz unwichtig.
Wir begleichen schon mal die Restaurantrechnung und fragen, ob wir morgen ausnahmsweise schon um 7:00 beim Frühstück aufkreuzen können. Wird schon klappen, sagt man uns. Vielleicht nicht perfekt, aber etwas Essbares sollte sich auftreiben lassen für uns.