Portugal Reisebericht 2026, 21.07.2026, Tag 1, Teil 3
Oh Miradouro
(Letzte Änderung: 5.10.2026 @ 20:45)
Überall möchte man uns zum Mittagessen in die Restaurants komplimentieren, aber wir haben uns gerade zwei mit Pudding gefüllte Mandel-Croissants beim Bäcker gekauft. Die reichen zum Lunch.
Wir kehren um, haben wir uns doch in den Kopf gesetzt, bis zur 25. April-Brücke zu spazieren.
Eine ungute Entscheidung, wie sich herausstellt. Der Weg, der vorwiegend durch die pralle Sonne führt, ist erstens nicht besonders hübsch und zweitens elendig laaaaaaang. Wir sind zwar gut zu Fuß, aber ziemlich schlapp, als sich die Erkenntnis durchsetzt, dass man drittens überhaupt nicht zu Fuß auf die Brücke kommt. Definitiv keine Chance. Kurzerhand beschließen wir, mit der Straßenbahn zurückzufahren, zumal wir hier sowieso gerade bei der Station Alcântara sind. Das Ticketkaufen stellt sich als ziemlich kompliziert heraus. So kompliziert, dass ich irgendwann die Faxen dicke habe und ein Uber bestelle. Das kommt auch zehn Minuten später und ist bereit, uns für schlappe 5 Euro irgendwas zurück zum Hotel zu kutschieren. Der Fahrer jedoch fährt eine Route, die ich merkwürdig finde – was darin endet, dass wir in einem üblen Stau landen. Es geht in den kleinen Gassen weder vor noch zurück. Gehupt wird, aber wem hilfts?
Ich überlege schon, mich zu erbarmen und dem Fahrer zu bedeuten, uns hier rauszulassen, aber dann geht es endlich weiter.
Zurück beim Hotel machen wir eine Stunde Siesta. Man bietet an, das Zimmer zu reinigen und die Betten zu beziehen, aber wir verzichten dankend. Dass es Housekeeping überhaupt gibt, wissen wir allerdings zu schätzen. Längst nicht mehr selbstverständlich, obwohl ich das, altmodisch, wie ich bin, für ein Unding halte.
Es liegt nicht an den nicht gemachten Betten, aber wir halten es in der beengten Butze nicht lange aus, sondern gehen wieder an die frische Luft. Erst mal zu den beiden Miradouros, wo wir gestern schon waren. Dann einen Streifzug durch die Altstadt südlich der Aussichtspunkte. Wir lassen uns treiben, ohne konkrete Route oder Ziel. An Fotomotiven jedenfalls mangelt es nicht.
Die alten Häuser mit der über Mini-Balkons gespannten Wäsche verströmen südländisches Flair.
Die Mosaikfassaden sind einfach klasse.
Irgendwann kommen wir bei der Kirche raus, wo wir ebenfalls schon gestern waren. Hier die Seitenmauern.
Und ein Blick ins Innere:
Und nun? Erst mal etwas essen. Da die Pizzeria, wo wir ebenfalls gestern schon waren, ganz in der Nähe ist, fackeln wir nicht lange und kehren wieder dort ein. Hat den Vorteil, dass ich ein paar Folgen Jesse Stone aufs Macbook laden kann – ich habe es in „weiser Voraussicht“ mitgenommen.
Meine Thunfischpizza ist klasse. Anjas Salat ebenfalls: eine interessante Mischung mit Lachs und nicht zuletzt Mango!
Bei herrlichem Sonnenschein, 28° C und einer luftigen Brise machen wir uns nach dem Essen auf zum modernen Lissabon. Ziel: Dom Pedro IV Square.
Das hier ist er noch nicht, sondern laut Gaia der Square of the Fig Tree (Praça da Figueira) – die Praça Dom Pedro IV, besser bekannt als Rossio, ist der historische Nachbarplatz und dient schon seit dem Mittelalter als Herz der Stadt:
Wir machen Fotos von der monumentalen Architektur in diesem Teil der Stadt:
Das Nationaltheater:
Gegenüber der Hauptbahnhof:
Wir gehen rein und fahren mit der Rolltreppe ganz nach oben, wo die Züge losfahren. Hier befindet sich eine Aussichtsterrasse mit wunderbarem Blick über die Stadt.
Noch ein kleiner Rundgang durch ein paar interessant aussehende Straßen: