Orient Tour 2025
(Letzte Änderung: 2.01.2026 @ 13:01)
Tag 10 Teil 2: 21.10.2025
Wir wollen zum Königspalast, der liegt hinter dem Tor und hinter dem Parkplatz, wo unser Auto steht. Dafür müssen wir durch ein anderes Tor: Bab El Mansour Laalej.
Etwas später: Bab er Rih.
Links und rechts liegen die Palastaußenmauern.
Wir gehen und gehen. Irgendwann ein Wachposten. Wir fragen, ob man den Palast besichtigen kann - kann man nicht. Aber wenn wir immer weiter gingen, rechts ab, kämen wir zu einem sehr fotogenen Tor.
Also los.
Jupp, da ist es:
Auch hier Soldaten. Auch hier nett und auskunftsbereit. Zu den Stallungen ginge es noch ein Stück weiter, dann rechts. Wissen wir eigentlich schon. Sieht man bei Gaia.
Kaum sind wir dort, möchte uns ein älterer "Gauner" weismachen, dass man die Stallungen nur besichtigen kann, wenn man bei ihm eine Privattour bucht. Alles klar, verarschen können wir uns alleine. Richtig ist zwar, dass die ehemaligen Stallungen von Sultan Moulay Ismail renoviert werden, besichtigen kann man sie aber sehr wohl. Und zwar selbstständig.
Die Stallungen von Sultan Moulay Ismail in Meknès wurden Ende des 17. Jahrhunderts errichtet und dienten als riesige Lager- und Pferdeställe für die königliche Armee. Beeindruckend ist die massive Lehmarchitektur mit großen Hallen und Torbögen sowie das komplexe Wassersystem, das über Kanäle und ein großes Wasserbecken die Tiere versorgte. Die Anlage zeigt die Macht und Organisation der Stadt unter Moulay Ismail und zählt zu den bedeutendsten historischen Bauwerken Meknès.
Hier das Wasserbecken:
Wir gehen einmal ganz rum, beschreiben einen weiten Kreis um den gesamten Palastkomplex, sehen auch weniger schöne, slumähnliche Wohngebiete und kommen schließlich wieder beim Bab Mansour raus. Wir machen noch einen kleinen Rundgang durch die Medina, außerdem möchten wir in einem Restaurant im Souk essen.
Das Restaurant finden wir auch, man muss anklopfen, damit jemand aufmacht. Wir beschließen, dass wir doch nicht so großen Hunger haben (nicht wegen des Anklopfen-Müssens). Es gibt hier doch diese schönen Bäckereien mit dem leckeren Gebäck. Anja erinnert sich an eine, also nix wie hin!
Scheint eine gute Wahl zu sein, jedenfalls stehen hier etliche Einheimische an. Hier unsere Ausbeute: sieben Teile für umgerechnet drei Euro.
Wir gehen zurück zum Riad und widmen uns endlich der herrlichen Dachterrasse. Genau der richtige Ort, um sich die fantastisch schmeckenden Herrlichkeiten zu Gemüte zu führen.
Und dazu dieser Blick:
Schon cool hier.
So cool, dass ich noch mal hierher komme, als die Sonne untergeht und der Muezzin zum Gebet ruft.
Ein würdiger Abschluss des letzten Urlaubstages.