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School´s out Tour 1992

(Letzte Änderung: 25.12.2016 @ 10:16)

Trip #6 (Teil 3)

1992 waren die Bulls DIE ganz große Nummer in Chicago. Michael Jordan war DER Super-Superstar. Auch in Deutschland war Basketball mächtig im Kommen (die älteren Semester erinnern sich vielleicht noch an Jump Ran bei SAT1).

Wir hatten vor an unserem letzten Abend in der Stadt die Bulls im altehrwürdigen Chicago Stadium zu sehen. Leider spielten die an diesem Wochenende nicht, sondern nur die Blackhawks. Eishockey fanden wir aber auch nicht schlecht, also fuhren wir gegen Abend mit unserem Mietwagen ins Westend.

Je näher wir dem Chicago Stadium kamen, desto ungemütlicher wurde die Gegend. Immer mehr zwielichtige Gestalten trieben sich herum.

Die Preisstaffelung der Parkplätze in der Nähe des Stadions haben wir zunächst nicht verstanden. Alle Hundert Meter wurde das Parken einen Dollar teurer, was wir zunächst für totale Verschwendung hielten. Als wir dann aber ein paar Hundert Meter vom Eingang entfernt parkten und Anja, (un-)passenderweise in damals modernen Leggins gekleidet, gleich von einem Typ mit "Hey babe." angemacht wurde, haben wir verstanden: Hier war jeder Meter - vor allem im Dunkeln - einer zu viel.

Augen zu und durch zum Ziel, was auch gut ging. Das Foyer der Sportstätte gefiel uns schon mal ganz gut.

Das Spiel selbst war dann eine Hommage an Sport und Vaterland. Vaterland und Sport, Pardon. Zunächst wurde mit vollster Inbrunst die Nationalhymne geschmettert. Aus Solidarität und um nicht unangenehm aufzufallen erhoben auch wir uns von unseren Sitzen. Das Stadion war rappelvoll.

Es war immerhin ein Play-Off Spiel gegen die New Jersey Devils.

Für uns war es ein tolles Erlebnis. Erfreulich war auch, dass wir den Rückweg zu unserem Auto unbeschadet überstanden und der Wagen heil und unversehrt an Ort und Stelle stand.

Am nächsten Morgen wollten wir mit dem Hotel-Shuttle zum Flughafen fahren. Wir warteten und warteten und warteten ... Nichts rührte sich. So ein Mist! Also riefen wir ein Taxi und ließen uns damit nach O`Hare chauffieren. Dem Taxifahrer, einem Jugoslawen, erzählte ich, dass wir im Chicago Stadium waren, und uns die Gegend doch ziemlich suspekt vorgekommen war. Er erklärte uns für bescheuert dorthin mit dem eigenen PKW zu fahren. Viel zu gefährlich. Na prima, das wäre dann ja geklärt.

Am Flughafen stellte sich dann heraus, dass wir reichlich früh dran waren. In der Nacht wurden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Deshalb kam auch der Shuttle nicht, als wir darauf warteten.

Ich flog dann planmäßig und ohne weiteren Vorkommnisse zurück nach Deutschland während sich Anja wieder nach Normal begab und in den folgenden Monate ein paar Scheine einsackte.