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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

Paderquellen - Bär ermittelt Neu

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Portugal Reisebericht 2026, 22.07.2026, Tag 2, Teil 1

Oh Miradouro

(Letzte Änderung: 5.10.2026 @ 20:05)

Heute Nacht hat uns die Klimaanlage gerettet. Trotz der Bedenken, dass wir uns eine fette Erkältung einhandeln, haben wir das Teil angedreht. Fan auf niedrigste Stufe, Temperatur auf 20°. Hat funktioniert.

Wir sind überpünktlich um zehn vor acht beim Frühstück. Es wird noch aufgebaut, aber Kaffee gibt’s schon. Auch Joghurt mit Granola und Früchten. Kurz nach acht werden auch die Brötchen aufgetischt.

Anschließend bestellen wir ein Uber. 23,95 EUR???? So teuer????? Wir warten fünf Minuten, da kostet es nur noch 18,95 EUR. Ist wohl gerade Stoßzeit. Aber wir müssen los und in den sauren Apfel beißen. Der Fahrer ist zehn Minuten später da, die Fahrt dauert ungefähr eine halbe Stunde.

Der Vermieter, KlassWagen, befindet sich etwas nördlich vom Airport. Gar nicht mal so klein, der Laden. Wir melden uns an, bekommen einen Zettel mit Nummer 84 und sitzen fünf Minuten später einem jungen Angestellten gegenüber. Der versucht routiniert, uns diverse Versicherungen aufzuschwatzen, was wir nicht minder routiniert ablehnen. Kurze Verständigung, wie das mit dem Maut funktioniert: Der Wagen hat einen Transponder. Wir gehen mit 150 EUR in Vorleistung, davon wird abgebucht. Keine daily transponder fee (wie man das manchmal leider bei amerikanischen Vermietern erlebt).

Der Wagen ist in relativ erbärmlichen Zustand. Macken ohne Ende, die ich erst einmal ausgiebig auf Video und Bildern verewige.

Anja gibt derweil mal im Office Bescheid, dass der Wagen alles andere als ok ist. Mit Macken haben wir grundsätzlich kein Problem, dann muss man selbst nicht so vorsichtig sein. Aber der Vermieter sollte sich schon darüber im Klaren sein, was er uns da hinstellt.

Wir sollen die Bilder über eine spezielle Software nach Anweisung machen: vorne rechts, vorne links usw. Dann die ganze Gallery hochladen, damit wäre das beim Drop-Off-Team dokumentiert. Finde ich blöd, ist nämlich nicht die Aufgabe des Kunden, auf den hier offenbar gerne die Verantwortung abgewälzt wird. Klarer Minuspunkt!

Wir können es nicht ändern und tun wie geheißen. Dauert natürlich eine Weile, und ich frage mich, was wohl Leute aus Übersee machen, die vielleicht Roaminggebühren …

Egal, anderes Thema.

Und das heißt: Einkaufen. Ein riesiger Lidl ist gleich die Straße runter. Dort kaufen wir Getränke, Kekse und Weingummi. Was man halt so zum Überleben eines Roadtrips braucht und was gleichzeitig klug und schlank macht.

Ach, doch noch ein Wort zum Auto: Die Windschutzscheibe ist defekt. Kein Sprung oder so etwas, aber das Glas ist total verhunzt worden – wahrscheinlich ab Werk -, sodass man alles leicht verzerrt sieht. Ich dachte erst, es liegt an meiner Brille oder an mir selbst, aber Anja geht es auf dem Beifahrersitz nicht anders. Schwer zu beschreiben, aber wirklich störend. Wir spielen mit dem Gedanken, die Karre zu retournieren, scheuen aber den Aufwand. Die eine Woche werden wir das schon aushalten. Zweiter Minuspunkt für den Vermieter.

Anschließend geht es auf die Autobahn Richtung Süden. Wir fahren über die „Golden Gate Bridge“ Lissabons, die wir irrigerweise zu Fuß marschieren wollten. Ähem, das ist eine mehrspurige Autobahn in beiden Richtungen. Zu Fuß wären wir in die Nachrichten gekommen. Vielleicht als road kill … Mindestens als verwirrte Verirrte.

Am späten Vormittag kommen wir beim Hotel do Mar in Sesimbra an.

Schriftzug am Eingang des Hotel do Mar in Sesimbra Azulejo-Bild mit Segelbooten in der Lobby des Hotel do Mar Terrassenförmige Anlage des Hotel do Mar

Wir checken ein, das Zimmer aber ist noch nicht fertig. Was zu erwarten war und auch nicht problematisch ist. Wir dürfen sämtliche facilities benutzen, allen voran den sehr schönen Pool:

Runder Pool des Hotel do Mar zwischen Bäumen Pool des Hotel do Mar im Schatten von Pinien

Hübsch, das Hotel:

Zimmertrakt des Hotel do Mar am Hang Blick vom Hotel do Mar über den Strand und die Bucht von Sesimbra Garten und Pool des Hotel do Mar

Macht alles einen sehr guten Eindruck.

Es gibt auch einen großzügigen Innenpool, für den man allerdings eine Bademütze braucht. Gibt’s kostenpflichtig an der Rezeption.

Wir fragen zwischendurch ein paarmal, ob das Zimmer schon fertig ist. Ansonsten lümmeln wir unter schattenspendenden Bäumen auf bequemen Liegen herum.

Es ist bereits nach halb vier, als wir aufs Zimmer können. Okay, aber auch nicht mehr. Meerblick, ja. Aber nicht wirklich erquicklich. Viel Dach und Beton stören das Bild, was für uns allerdings Nebensache ist. Abgesehen davon, dass wir wieder einmal die billigste Zimmerkategorie gebucht haben.

Am späten Nachmittag brechen wir zum eigentlichen Tagesziel auf: Praia de Galapinhos. Verkehrstechnisch problematisch zwischen 2. Juni und 15. September, da der Verkehr und das Parken streng geregelt sind. Wild Parken wird mit saftigen Strafen belohnt, durften wir im Internet lesen. Glücklicherweise sind wir erst 17:15 Uhr da und bekommen einen Stellplatz auf einem der wenigen regulierten Parkplätze an der Hauptstraße nach Setúbal. Ist zu relativ später Stunde sogar kostenlos, sonst wären 5 EUR Tagesgebühr fällig.

Es folgt ein etappenweise sehr steiler, abschüssiger Pfad zum Strand. Wer mit schwerem Gepäck unterwegs oder gehandicapt ist, wird den Zugang wohl als schwierig bis unmöglich empfinden.

Schon bevor man ganz unten ist, bieten sich tolle views:

Blick vom Pfad hinunter auf die Küste bei Galapinhos Praia de Galapinhos mit türkisfarbenem Wasser von oben Praia de Galapinhos und die Bucht im Naturpark Arrábida Strand von Galapinhos mit Badegästen