Orient Tour 2025
(Letzte Änderung: 2.01.2026 @ 13:03)
Tag 8 Teil 2: 19.10.2025
Immer wieder muss man Lkw überholen, ansonsten dauert die Fahrt nach Marrakesch nicht 6,5 Stunden wie geplant, sondern zehn Stunden. Das ist nicht mal übertrieben.
Am Pass blockiert ein Lkw die Straße. Es geht nicht vor und nicht zurück, die Steigung ist für den Schwerlaster einfach zu stark. Wir können das Gefährt zum Glück umfahren und nutzen die Gelegenheit für einen weiteren Fotostopp. Diese Serpentinen müssen wir gleich runter:
Es geht wenig überraschend ebenso steil bergab wie zuvor bergauf. Wenig später ein weiterer Viewpoint. Hier gibt es mehrere Stände, wo die Leute Schmuck verkaufen mit bunten Kristallen eingelagert in Stein oder so ähnlich.
Im weiteren Verlauf wird die Landschaft immer flacher und öder. Die Temperaturen steigen auf über 32° C. Wir fahren nach Marrakesch rein, aber noch nicht zu unserem Riad in der Medina, sondern zunächst zur Menara Mall. Der Verkehr dorthin ist ganz ok, trubelig zwar, vor allem an den riesigen Kreisverkehren, aber kein Voll-Chaos. Wir fahren direkt an der Stadtmauer entlang und sind überrascht, wie schön hier die Häuser sind. Kein Vergleich zu Fès, wir fühlen uns eher an Rabat erinnert.
Die Menara Mall ist riesig und es gibt ein Parkhaus. Wir wollen aber nicht shoppen, sondern brauchen einfach nur Lebensmittel. Ist absolut nichts mehr da, nicht mal mehr Getränke.
Wir sind auf der Suche nach einer Bäckerei oder einem Supermarkt. Alles tot-chic hier und super-modern.
Fündig werden wir bei einem großen Carrefour. Dort kaufen wir Bananen, Baguette, Coke Zero, Wasser und ein paar Packungen Kekse mit Mandeln und Pistazien.
Nun stürzen wir uns ins Medina-Vekehrsgetümmel. Direkt am Rande der Altstadt haben wir ein Parkhaus ausgesucht, das wir nun ansteuern. Und jetzt, jetzt aber wirklich, bricht das Chaos aus. Verkehrsregeln scheinen nicht zu existieren. Pkw, Lkw, Eselfuhrwerke, Fußgänger - alle knuddeln sich in einem kaum zu entwirrenden Knäuel. Ineinander verkeilt, es geht nicht vor und nicht zurück. Und wir mitten drin. Mit Engelsgeduld geht es zentimeterweise weiter, dann ist es geschafft: Wir stehen vor dem Parkhaus. Dort nimmt uns ein Typ in Empfang, der als Erstes unsere Autoschlüssel haben will. 8 EUR an ihn und er fährt die Karre irgendwohin. Besonders vertrauenswürdig sieht das hier alles nicht aus. Und Autoschlüssel abgeben? Nee, nee, das hier ist kein Luxushotel mit Valet Parking, sondern ... irgendwie suspekt. Wahrscheinlich tue ich den Leuten komplett unrecht, aber ich verabschiede mit dankend und fahre zurück. Wieder rein ins Chaos pur.
Zum Glück finden wir nicht weit entfernt eine Alternative: privater Parkplatz, 100 Dirham/Nacht. Schlüssel können wir behalten. Vor allem sehen wir, wo das Auto steht. Bewacht ist das alles auch, auch nachts. Deal!
Wir laden alles aus, nehmen auch die Wagenpapiere mit und machen uns auf den Weg in die Medina. Ein paar Gassen später sind wir an Ort und Stelle: