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Orient Tour 2025

(Letzte Änderung: 2.01.2026 @ 12:17)

Anreise Teil 1: 10.10.2025

Annalena holt uns pünktlich um 14:45 zuhause ab und kutschiert uns zum Bahnhof. Dort verabschieden wir uns von ihr und Lola, die am liebsten genau jetzt Gassigehen möchte. Aber das geht leider nicht.

Der RE11 fährt eine halbe Stunde später ab Gleis 1 und ist rappelvoll. War zu erwarten - Ferienbeginn. Sitzplatz utopisch, Stehen ist auch problematisch, es herrscht ein Wahnsinnsgedränge. Unwürdige Zustände, abgesehen davon, dass der Zug natürlich nicht pünktlich ist und auf dem Weg nach Hamm auch noch ordentlich Verspätung anhäuft.

In Hamm verpassen wir den Anschlusszug Richtung Düsseldorf. Wir nehmen einen Zug später und haben immerhin einen Sitzplatz. Natürlich klappt auch hier nichts, der Zug fährt langsam und wird immer langsamer. Kurz vor Rheinhausen bleibt er stehen und es tut sich - nichts. Wir werden also auch den nächsten Anschlusszug verpassen. Kurzerhand steigen wir in Essen aus und fahren nach Krefeld. Abendessen in Weeze können wir schon mal knicken, deshalb decken wir uns in Essen mit Nuss-Croissants und Parmesan-Panini beim Bäcker ein.

Zum zweiten Mal heute schon: Gleiswechsel. Eine Minute vor Abfahrt die Durchsage. Und alle rennen los. Wie sollen das ältere Leute schaffen. Es ist wirklich einfach unwürdig.

Und yeaaaaaahhhh: Mit ordentlich Verspätung fahren wir endlich los und kommen doch tatsächlich um viertel vor neun in Weeze an. Locker zwei Stunden zu spät.

Wir folgen Google Maps und gehen zehn Minuten durch das in Dunkelheit liegende Weeze, wo bereits sämtliche Bürgersteige hochgeklappt sind. Es geht am Bürgerhaus vorbei, durch einen hübschen Park, so viel können wir immerhin erkennen. Unsere Unterkunft am Heideweg macht äußerlich den Eindruck eines ganz normalen Wohnhauses, und so ist es auch. Unsere Vermieterin zeigt uns das Zimmer, außer uns gibt es keine Gäste, nur sie und ihr Mann wohnen hier noch. Alles tipp-topp sauber und ordentlich. Frühstück um halb acht geht auch klar, obwohl es

Mit ein paar Minuten Verspätung schalten wir das Länderspiel Deutschland - Luxemburg in der WM-Quali ein. Gerade fällt das 2:0.

Anreise Teil 2: 11.10.2025

Beim Frühstück zwei Minuten vor halb acht sind wir ganz alleine. Aber macht nichts, steht ja alles bereit.

Orient Tour 2025

Wir verabschieden uns, sagen, dass wir gerne mal wiederkommen würden, aber das wird wohl nichts: Zimmervermietung läuft nur noch bis Dezember. Schade.

Wir gehen zum Bahnhof, suchen ein paar Minuten, bis wir Gleis 2 finden (man muss durch eine Unterführung), und siehe da: der Bus (SW1) zum Airport rollt schon an. Wir zahlen die Gebühr und fahren fünf Kilometer, bevor wir direkt vor dem Terminal rausgelassen werden.

Orient Tour 2025

Ist schon ganz schön was los. Und die Fast Track, die wir gebucht haben, unterscheidet sich scheinbar in nichts von der normalen Schlange - hmmppfff. Vielleicht haben alle Fast Track gebucht, was den Sinn dieser Maßnahme natürlich relativiert.

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Nicht weiter tragisch, denn wir haben Zeit genug, sind zwei Stunden vorher da.

Security geht ruckzuck, Passkontrolle auch. Der Rest ist das übliche Zeittotschlagen am Gate. Was umso schlimmer ist, als der Flug mit über einer Stunde Verspätung startet. Das ist jetzt mal richtig nervig, denn es mindert einfach die Zeit, die wir am ersten Tag haben, um Fès unsicher zu machen. Lässt sich aber nicht ändern, also höre ich auf zu mosern.

Draußen ist es ungemütlich. Zum Glück nicht richtig kalt, denn wir stehen eine ganze Weile vor dem Flugzeug und beobachten, wie die Leute, die gerade ankommen, aussteigen, sich zu den Bussen bewegen usw. usf.

Und da stehen wir nun:

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Als es dann endlich, endlich, endlich losgeht, ist der Flug gänzlich unspektakulär. Drei Stunden gut, nur durch interessante Ausblicke auf das Mittelmeer und die Nordküste von Afrika unterbrochen. Leider sitzen wir nicht am Fenster, können also nicht mit Fotos dienen. Was wir sehen, ist, dass sehr viel Staub in der Luft ist - die Sahara ist nicht weit. Kennen wir schon vom Anflug auf Doha und Dubai, da war das genauso.

Anja ist gut drauf. (Ich auch.)

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Beim Aussteigen, wobei wir ziemlich genau die Letzten sind, da wir genau in der Mitte sitzen und die Ausgänge hinten und vorne geöffnet sind, scheint die Sonne - natürlich. Warm ist es auch, aber nicht brütend heiß. Immigration dauert ungefähr zwanzig Minuten und läuft problemlos ab.

Der Flughafen Fès ist nicht größer als der in Weeze. Aber ganz hübsch.

Orient Tour 2025 Orient Tour 2025

Wir werden gefragt, ob wir eine Drohne mit haben, was wir verneinen. Ansonsten würde die genau hier konfisziert werden. Man glaubt uns, und unsere Koffer müssen nicht aufs Hand zum Durchchecken.

Die Türen öffnen sich und wir sehen schon von Weitem unseren Fahrer, der ein Schild mit unserem Namen hält. Ein junger Typ, sehr freundlich. Kein Problem, dass wir noch gerade zur ATM müssen, vor der sich just in diesem Moment fünf Deutsche einfinden. Das dauert eine Weile. Und zu allem Überfluss spuckt der Automat keine müden Dirham aus. Offenbar leer. Finito.

Der Fahrer trägt Anjas Tasche, meinen kleinen Trolley kann ich selbst ziehen. Wir fahren in die Stadt rein und machen noch einen Stopp bei einem funktionstüchtigen Geldautomaten. Auf dem Weg weiter in die Altstadt erklärt uns der Fahrer einiges über die Stadt, dass diese aus drei Teilen besteht zum Beispiel: die Medina, also die Altstadt, die neue Stadt und die ganz neue (teure) Stadt mit modernen Apartments und Wohnungen. Wir reden über Fußball, Fußball, Fußball. Kommt mir sehr entgegen.

Der Fahrer fährt mit uns bis an den Rand der Medina. Bis dahin, wo es mit dem Auto wirklich nicht mehr weitergeht, weil man ein paar Stufen hoch muss. Hier holt uns ein junger Bursche ab, der es sich nicht nehmen lässt, unser Gepäck zu tragen. Er legt einen zügigen Schritt an und führt uns zu unserer Unterkunft: Palais Fès Yahya. Noch etwas Smalltalk mit dem Jungen. Er ist 18 Jahre alt, hat Deutschkenntnisse und möchte nach Deutschland übersiedeln. Er freut sich, mit uns Deutsch sprechen zu können. Wir freuen uns über die sehr höfliche Begrüßung in diesem fremden Land.

Diese setzt sich fort in Form eines Begrüßungstees und Keksen sowie einer sehr ausführlichen Einweisung durch einen der "Manager", ebenfalls ein junger Mann, der gutes Englisch spricht.

Orient Tour 2025

Natürlich werden uns alle möglichen Touren empfohlen, aber nicht aufdringlich. Wir zeigen uns hinreichend desinteressiert, sodass das alles nicht konkreter wird und nur bei beiläufigen Erwähnungen bleibt.

Das Innenleben des Riads im klassischen Stil ist schon beeindruckend. Sehr klein, sehr eng, aber schmuckvoll verziert. Nichts für Fußkranke, aber optisch klasse.

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Lange halten wir uns nicht in unserem hübschen Zimmer auf - abschließen kann man das übrigens nicht, aber das scheint kein Problem zu sein. Das Haus ist immer "bewacht", da läuft keiner mal eben so unbemerkt rein. Abgesehen davon scheint Diebstahl grundsätzlich kein Problem zu sein. Also lassen wir die Wertsachen, wo sie sind, nämlich auf dem Bett, und machen uns auf den Weg.

Die Gassen der Medina kann man kaum mit Worten beschreiben. Das ist so anders als alles Straßenmäßige, was man aus Deutschland kennt, dass ich viele, viele Bilder sprechen lasse.

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Die Häuser werden mit Holzplanken gegeneinander abgestützt, damit sie nicht "zusammenwachsen".

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Das Gassengewirr wäre "very easy", hat man uns bei der Einweisung verklickert - "to get lost". Scheint wohl wirklich ein Problem zu sein und ist ein Grund, weshalb gerne Führungen vertickt werden. Auch ein Grund, warum wir oft angesprochen werden, ob wir uns verlaufen haben. Man möchte uns dann irgendwohin bringen, wo wir uns wieder auskennen, natürlich gegen ein kleines Trinkgeld. Wir lehnen stets freundlich, aber bestimmt ab, denn Gaia GPS ist Gold wert. Ja, manchmal hat man kein GPS, weil die Gassen einfach zu eng sind, aber ein paar Meter weiter, fluppt es dann wieder. Mit Offline-Karten kein Problem.