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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

Paderquellen - Bär ermittelt Neu

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USA A-Z

(Letzte Änderung: 9.06.2026 @ 22:05)

Sicherheit

Grundsätzliche Einschätzung

Die USA sind ein sicheres Reiseland. Das klingt angesichts der medialen Berichterstattung über Schusswaffenangriffe, Gangkriminalität und soziale Ungleichheit vielleicht überraschend – aber es stimmt. Wer sich als Tourist in den üblichen Reiseregionen bewegt, wird die USA in aller Regel als ein entspanntes, gastfreundliches und problemloses Reiseland erleben.

Das bedeutet nicht, dass Kriminalität in den USA kein Thema wäre – sie ist es, und in manchen Städten sehr ernsthaft. Entscheidend ist jedoch: Die Gewalt ist in den USA außerordentlich stark räumlich konzentriert. Bestimmte Viertel in bestimmten Städten haben Kriminalitätszahlen, die europäische Verhältnisse weit übersteigen. Diese Viertel aber hat kein Tourist als Ziel. Der Rest des Landes – Nationalparks, Küsten, Kleinstadt-Amerika, Touristenzentren in den Großstädten – ist so sicher wie die meisten westeuropäischen Reiseziele.

Schusswaffengewalt ist in den USA statistisch häufiger als in Europa. Doch auch hier gilt: Die überwiegende Mehrheit der Opfer kennt ihre Täter. Touristen geraten äußerst selten in entsprechende Situationen. Das Risiko, auf einer USA-Reise Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, ist für einen durchschnittlichen Reisenden nicht höher als in vielen anderen beliebten Reiseländern.

Praktische Sicherheitsmaßnahmen

  • Stadtpläne nutzen, nicht hilflos herumstehen. Wer orientierungslos mit Karte oder Smartphone auf einer Straßenecke steht, signalisiert Unwissenheit und macht sich zum Ziel. Routen am besten vorher planen oder dezent nachschauen.
  • Wertgegenstände nicht offen tragen. Teure Kameras, Smartphones und Schmuck in belebten touristischen Bereichen möglichst nicht auffällig präsentieren.
  • Mietwagen niemals mit Gepäck sichtbar abstellen. Einbrüche in Mietwagen – erkennbar an Aufklebern oder Kennzeichen – sind besonders in Großstadtnähe ein bekanntes Problem. Koffer immer im Kofferraum verstauen, besser noch im Hotel lassen.
  • In Großstädten auf das Viertel achten. Die meisten touristischen Innenstädte sind sicher. Wer sich jedoch in unbekannte Wohngebiete begibt, sollte vorher recherchieren. GPS-Navigation führt gelegentlich durch Gegenden, die für Fußgänger ungeeignet sind.
  • Auf Taschendiebstahl achten. Besonders in stark frequentierten Touristengebieten (Times Square, Hollywood Walk of Fame, French Quarter New Orleans) sind Taschendiebe aktiv.
  • Reisekrankenversicherung abschließen. Nicht direkt ein Sicherheitsthema, aber im Notfall entscheidend: Medizinische Behandlung in den USA ist extrem teuer. Eine gute Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransportklausel ist Pflicht.
  • Notruf: 911. In den USA gilt für alle Notfälle – Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst – einheitlich die Notrufnummer 911.

Die zehn gefährlichsten US-Städte

Die folgende Tabelle zeigt US-Städte mit besonders hoher Mordrate (Tötungsdelikte je 100.000 Einwohner, 2024, auf Basis städtischer Polizeidaten und RIT Center for Public Safety Initiatives). Wichtig: Keine dieser Städte ist pauschal gefährlich (mit Ausnahme von Compton, das ein Stadtteil von Greater L.A. ist) – die Gewalt ist auf bestimmte Viertel konzentriert. Die Touristenzonen sind in der Regel deutlich sicherer als die Gesamtstatistik suggeriert.

Stadt / Bundesstaat Mordrate
(je 100.000 Ew.)
St. Louis, Missouri
Gateway Arch / Downtown sicher
54,4
New Orleans, Louisiana
French Quarter gut gesichert
34,7
Detroit, Michigan
Downtown im Aufschwung
32,1
Washington, D.C.
National Mall / Capitol-Umgebung sicher
27,3
Atlanta, Georgia
Midtown / Downtown touristisch nutzbar
24,7
Indianapolis, Indiana
Downtown / White River State Park sicher
23,8
Richmond, Virginia
Selten Hauptziel von Touristen
23,0
Chicago, Illinois
Loop / Magnificent Mile sicher
21,7
Compton, Kalifornien
Kein Touristenziel
20,1
Oakland, Kalifornien
Jack London Square / Downtown mit Vorsicht
18,6
Zum Vergleich: USA-Bundesdurchschnitt 5,6 (2023)  |  Daten 2024  |  Hinweis: Die Studie erfasst 24 ausgewählte Städte, keine Gesamterhebung aller US-Städte
Quelle: RIT Center for Public Safety Initiatives – 2024 Homicide Statistics for U.S. Cities (PDF)

Sicherheitshinweise zu einzelnen Städten auf dieser Website

Auf folgenden Stadtseiten findest du ausführlichere Einschätzungen zur Sicherheitslage – mit Viertelbeschreibungen, konkreten Tipps und persönlichen Erfahrungen:

Persönliche Erfahrungen: 27 USA-Reisen ohne Vorfall

Ich bin 27 Mal in den USA gereist – kreuz und quer durch das Land, von den Keys bis nach Hawaii, von der Pazifikküste bis zur Ostküste. In all diesen Jahren ist mir nie etwas passiert. Kein Überfall, kein Diebstahl, kein ernsthafter Zwischenfall.

Einmal, am Walk of Fame in Hollywood, hatte ich den Eindruck, dass die Situation brenzlig werden könnte – ich hatte das Gefühl, dass es jemand auf meine Kamera abgesehen hatte. Ich bin einfach weggegangen. Das Problem war erledigt, bevor es akut werden konnte. Das Hollywood-Szenario am Walk of Fame ist an sich nicht gefährlich, aber belebte Touristenmeilen verlangen nun einmal Aufmerksamkeit.

Eine ganz andere Erfahrung machte ich 1992 in Chicago. Damals besuchte ich ein Heimspiel der Blackhawks im alten Chicago Stadium – dem unmittelbaren Vorgänger des heutigen United Center, das 1994 an derselben Stelle eröffnet wurde. Das Viertel rund ums Stadium war in jener Zeit alles andere als einladend. Uns ist nichts passiert, aber der Abend war trotzdem unerquicklich – permanent von Crack-Dealern und anderen finsteren Gestalten angesprochen zu werden ist nun einmal kein Vergnügen. Die ganze Geschichte steht ausführlicher auf der Chicago-Seite.

Mein Fazit nach all diesen Jahren: Die USA sind sicher, wenn man sich vernünftig verhält. Das bedeutet vor allem: sich nicht in Gegenden aufhalten, für die es keinen touristischen Grund gibt, und die üblichen Großstadt-Regeln beherzigen. Ich habe mich in all diesen Reisen bewusst nie in Gegenden aufgehalten, die als gefährlich gelten – und das hat sich bewährt.