Gaelic Tour 2025
(Letzte Änderung: 28.02.2026 @ 12:12)
Tag 8: 20.07.2025 (Teil 2)
Limerick ist nicht das Ende aller Tage ... äh ... ich meine, dieses Reisetages. In der Nähe gibt es eine ziemlich populäre Location: Bunratty Castle. Eine der bekanntesten und am vollständigsten restaurierten Burgen Irlands. Und nicht nur das: Die Burg ist Teil des Bunratty Castle & Folk Parks mit einem nachgebauten 19.-Jahrhundert-Dorf und historischen Cottages. Living History.
Doch als wir dort ankommen, schüttet es dermaßen, dass nicht mal daran zu denken ist, überhaupt auszusteigen. Gewaltige Regenmassen stürzen sich vom Himmel. Stört die Touristenmassen scheinbar nicht, die Parkplätze sind proppevoll. Scheinbar stört auch nicht der relativ happige Eintrittspreis: 26 EUR pro Person.
Nee, nee, nicht bei diesem Wetter. Wir schaffen zwei nicht-sehenswerte Fotos aus dem Auto und zischen ab.
Es geht stramm nach Norden an die Küste. Die Cliffs of Moher rufen. Diese sind nun wiederum eine dermaßen große Sehenswürdigkeit, dass man sie - egal welches Wetter - gesehen haben muss. Also lassen wir uns weder vom Regen unterwegs noch vom dichten Nebel beeindrucken, als wir endlich angekommen sind.
Allerdings gibt es da ein Problem: Man sieht wirklich wenig bis nichts. Jetzt Eintritt zahlen und an den Klippen in die totale Waschküche starren, ist irgendwie suboptimal. Also fahren wir erstmal zu unserer Unterkunft: Atlantic House. Der Weg dorthin hält eine kleine Geduldsprobe bereit. Eine sehr enge, sehr steile Straße, die ausdrücklich nicht für RVs freigegeben ist, lädt den Fahrer eines großen Reisebusses scheinbar dazu ein, es doch zu versuchen. Was natürlich nicht geht - gleich bei der ersten Kurve kommt das viel zu große Gefährt nicht mehr vor und nicht zurück. Inklusive Rückstau in alle Richtungen. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis der Sch...-Bus endlich zurück um die Kurve auf der Hauptstraße ist. Erst dann können wir passieren und die steile, enge, kurvige Straße in Angriff nehmen. Fünf Minuten später sind wir da: Tolles Haus, nette Gastgeberin, die uns wenig Hoffnung auf besseres Wetter macht. Auch der Wetterbericht für Morgen ist bescheiden. Von unserem Zimmer haben wir bereits einen schönen Blick auf die Klippen.
Wir kochen Kaffe und Tee.
Das Wetter wird nicht besser. Es ist neblig und es fisselt. Hilft nichts. Wir werden definitiv nicht die Cliffs of Moher sausen lassen. Dann machen wir sie eben im Nebel. Wir fahren los, in die Richtung, aus der wir gekommen sind.
Und siehe da: Je näher wir den Cliffs kommen, desto dünner wird der Nebel. Wir fahren auf den großen Parkplatz und zahlen 30 EUR. Dann schnell los, bei ganz leichtem Sprühregen, bevor das wieder übler wird. Sind ungefähr 10-15 Minuten zu Fuß vom Parkplatz aus.
Als wir an den Viewpoints ankommen, hört der Regen auf. Und plötzlich ist die Sicht - tadaa! - überhaupt nicht so übel.
Wir halten uns eine volle Stunde auf, und mit uns etliche andere Touristen - darunter eine riesige Gruppe asiatischer Kinder, die offenbar auf graduation tour sind (den schwarzen Anzügen nach zu urteilen). Es gibt diverse Viewpoints, die man hier abklappern kann und sollte.
Als wir dann genug haben, und zu unserer Unterkunft zurückkehren, ist es schon ganz schön düster. Was aber nicht an der Dämmerung liegt, sondern an den dicken Regenwolken, die sich wieder am Himmel verbündet haben. Wir machen noch ein Bild von dem malerischen Doonagore Castle. Im Hintergrund Doolin, der Miniort, wo wir wohnen.
Immerhin gibt es in Doolin einige Restaurants und Pubs - die Nähe zu den Cliffs macht´s möglich. Wir kehren im Doolin Inn Hotel ein, wo es unten eine Pizzeria gibt. Calabrese und Vegetarian - nicht übel.
Abends noch ein Blick auf die Klippen direkt von unserer Unterkunft aus gesehen: