Headerbild1 Headerbild2 Headerbild3 Headerbild4 Headerbild3 Headerbild1
TravelogsPicturesInfoPOIRoutes
USACanadaOther Countries
headerbildmobil1 headerbildmobil2 headerbildmobil3 headerbildmobil4 headerbildmobil1
Logo
Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

Paderquellen - Bär ermittelt Neu

Wenn du auch meine Romane entdecken möchtest, findest du auf meiner Autorenseite weitere Informationen und Leseproben.

The Hamptons (NY)

(Letzte Änderung: 22.05.2026 @ 13:47)

The Hamptons und Strände auf Long Island

Das Vorurteil ist so weit verbreitet wie falsch: Die Ostküste kann man vergessen. Kein Vergleich zu den Traumstränden Kaliforniens oder der wild-romantischen Küste Oregons. Nicht mal ordentliche Lifeguards und Bikini-Schönheiten gibt's da. Florida, New York City und ein bisschen Indian Summer - mehr hat der Osten nicht zu bieten.

Alles Quatsch! Wer das glaubt, hat die Ostküste noch nicht gesehen und sollte mal Long Island, Cape Cod, die Küste von North Carolina oder Rhode Island auschecken. Da gibt es Strände, die mit den besten California Beaches locker mithalten.

Nehmen wir nur mal die Nordostspitze Long Islands. Während der Westteil der Halbinsel vor den Toren New Yorks außer urbanem Lärm und Verkehr, beengender sozialer Dichte und neurotischer Hektik wenig bietet, ist der entlegene Teil Long Islands eine andere Welt. Zweieinhalb Autostunden von DER Stadt entfernt findet man plötzlich ländliche Idylle, Ruhe und sagenhaft schöne Strände. Das ist ungefähr so, als würde man von Hamburg City nach Sylt entfleuchen.

Der Main Beach von East Hampton (s. Bild unten) wurde im Jahr 2013 übrigens zu America's Best Beach gekürt. Damit steht er in einer edlen Reihe von Vorzeigestränden, wobei Hawai'i das größte Stück vom Kuchen für sich reklamieren darf.

East Hampton, Luxusimmobilien und Main Beach

Main Beach East Hampton

Dass Long Island hier bezaubernd ist, ist natürlich längst kein Geheimnis mehr. So etwas spricht sich auch bzw. gerade unter den Schönen und Reichen rum, die hier ihre Sommer- bzw. Wochenendresidenz haben. Je weiter man nach Osten kommt, desto exklusiver wird die Halbinsel. Besonders gilt das für den Teil Long Islands, der als The Hamptons bezeichnet wird.

Benannt wurde die Region nach den Ortschaften Southampton, East Hampton, Westhampton, Bridgehampton und Hampton Bays. Hier stehen Häuser, die mit so einer trivialen Bezeichnung nicht ansatzweise beschrieben sind. Man möchte sie eher als Paläste bezeichnen. Abgeschottet durch hohe Hecken oder Mauern, mit langen kiesgedeckten Einfahrten und elektronisch gesicherten Toren. Wow!

Was das bloß kostet? Ich habe 2013 eine völlig unrepräsentative Internet-Recherche durchgeführt, die Sie leicht nachvollziehen können, wenn Sie nach "the hamptons real estate" googeln. Die Preise der ersten zehn Objekte, auf die ich gestoßen bin, lauten (Stand 2013): 8.495.000,00 USD, 5.940.000,00 USD, 2.150.000,00 USD, 1.850.000,00 USD, 4.950.000,00 USD, 4.500.000,00 USD, 3.950.000,00 USD, 12.900.000,00 USD, 1.950.000,00 USD, 1.895.000,00 USD.

Die Botschaft, denke ich, ist klar: Selbst vermeintlich bescheidene Unterkünfte können hier erstaunlich teuer werden.

Hier exemplarisch zwei der bescheidenen Hütten:

Main Beach East Hampton Main Beach East Hampton

Wer kann sich so etwas leisten (es sei ihnen gegönnt)? Der Geldadel der Ostküste z.B. Gucken Sie mal hier.

Wie überall hat Exklusivität für den Normaltouristen mit Normalbudget ihre Schattenseiten. Wir waren so unverfroren an einem Samstag eine Unterkunft in der Nähe der Hamptons zu suchen ohne dafür unsere Reisekasse sprengen zu wollen. Ca. 100 USD pro Nacht hatten wir 2013 als verhandelbare Obergrenze ausgegeben. Wie lachhaft!

Ein gutes Stück von den total unbezahlbaren Küstenorten entfernt, wurden wir fündig. 160 USD pro Nacht - ebenfalls Stand 2013. Eine Absteige. Und zwar eine richtige. Mit lebendem Teppich, komplett versautem Kühlschrank, zerrissenen Laken usw. Alternativ hätten wir in dem hochgradig unspektakulären Riverhead für 330 USD ein Holiday Inn Express bekommen. 330 USD für eine Nacht wohlgemerkt, auch das 2013. Zwei queens beds. Plus Tax. Sonst noch Fragen?

Das Preisniveau von heute ist mit dem von damals nicht zu vergleichen, sondern sehr viel höher. Zur Verstärkung ein paar offizielle Zahlen aus 2026: In East Hampton Village kostet ein saisonaler Non-Resident-Beach-Permit 750 USD, Monatspermits liegen bei 250 USD bzw. 300 USD, und ein Tagespermit kostet 50 USD. Southampton Village verlangt 2026 für ein Summer Visitor-Beach-Parking-Permit 600 USD pro Fahrzeug. Meine alten Zahlen stammen also aus einer deutlich günstigeren Zeit.

Auch wenn man übernachtungstechnisch nicht so naiv vorgehen sollte wie wir, lohnt ein Besuch der Hamptons unbedingt. Es ist einer der schönsten Flecken der gesamten Ostküste der USA.

Zum Beweis noch ein perfekter Strand: der Indian Wells Beach in East Hampton.

Main Beach East Hampton

Directions

Wenn man den schönen Teil der Hamptons ansteuern möchte, orientiert man sich am besten an East Hampton, Amagansett und Southampton.

GPS-Koordinaten Hamptons

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier)

GPS Main Beach, East Hampton: 40.9391, -72.1917
GPS Indian Wells Beach / Parkplatz, Amagansett: 40.9645930, -72.1381912
GPS East Hampton Village Hall / Village Center: 40.9619648, -72.1864892
GPS Southampton Village Center: 40.8847, -72.3903
GPS Coopers Beach / Zugang Meadow Lane: 40.8640632, -72.4064248

Good to know

Für den ersten Eindruck reichen Main Beach und Indian Wells Beach völlig aus. Wer noch etwas weiter westlich unterwegs ist, kann Coopers Beach in Southampton mitnehmen.

Im Sommer sind viele Strandparkplätze tagsüber reguliert oder kostenpflichtig. Früh da sein schadet hier also nicht. In East Hampton Village braucht man vom 15. Mai bis 15. September tagsüber einen Permit; ohne Permit darf man nur vor 9 Uhr morgens oder nach 18 Uhr auf die Village-Strandparkplätze.

Wer als Nicht-Resident einfach mal spontan mit dem Auto an den Strand rollen will, sollte sich also nicht auf Bauchgefühl verlassen. Die Regeln und Gebühren sind in East Hampton Village und Southampton Village offiziell geregelt und eher auf ein Publikum zugeschnitten, das sich von 50 USD Tagesgebühr oder 600 bis 750 USD Saisonpermit nicht erschüttern lässt.

My Visits

Die Hamptons haben wir 2011 und 2019 besucht.

My Rating Icon Ratinginfo

My Rating Icon Ratinginfo

Schön. Einfach nur schön.

Interessanter Weise ist das Strandleben da, wo wir waren (East Hampton), angenehm unprätentiös. Man muss keine Angst haben kritische Blicke auf sich zu ziehen, wenn man nicht zur High Society zählt.

sternsternsternsternleersternleer