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De-Na-Zin Wilderness Area (NM)

(Letzte Änderung: 21.07.2018 @ 10:20)

De-Na-Zin (Dééł Náázíní) bedeutet in der Navajo-Sprache so viel wie "Stehender Kranich". Damit ist nicht gemeint, dass die Hoodoos, Pinnacles, Felszinnen und anderen bizarr-erodierten Felsformationen, die es in dem Gebiet in rauen Mengen gibt, so aussehen wie die großen Zugvögel, obwohl sich mit ein wenig Fantasie auch da vielleicht etwas machen ließe. Der Name spielt vielmehr darauf an, dass es in einem Teil des Gebiets entsprechende Petroglyphen gibt. Diese liegen allerdings auf meines Wissens nach privatem Navajo-Land.

Auch wenn die Felsmalereien nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind, ist De-Na-Zin ein sehr interessantes Ziel mit wunderschönen badlands, wobei der Begriff wilderness allerdings wörtlich genommen werden kann. In der Gegend gibt es zwar einige gut in Schuss gehaltene, jedoch nicht-asphaltierte und nicht bei Nässe vernünftig befahrbare Versorgungsstraßen und Förderanlagen der Öl- und Gasindustrie, dennoch ist das San Juan Basin, in dem sich De-Na-Zin befindet, ein sehr abgelegenes und unwegsames Gebiet.

Wer dort unterwegs ist, sollte keinen "richtigen" Wanderweg erwarten. Man geht im Prinzip querfeldein, wobei divese ausgetrocknete Flussbette die Route weisen. Dieser Weg führt vom Parkplatz ins Zielgebiet.

De-Na-Zin Wilderness Area

Man kommt nach nicht einmal einer halben Meile zu einem breiten wash, in den man links abbiegt. Diesem folgt man eine ganze Weile und biegt dann rechts in einen kleineren wash ab.

Im Bildvordergrund ist der große wash. Im Hintergrund geht der kleinere wash ab, der in das eigentliche Herz der De-Na-Zin Badlands führt.

De-Na-Zin Wilderness Area

Der kleinere wash:

De-Na-Zin Wilderness Area

Mitten im Wonderland of Rocks:

De-Na-Zin Wilderness Area

Directions

Um die De-Na-Zin Wilderness Area zu erreichen, nimmt man besser nicht den NM 371 von Farmington aus, sondern den NM 550, der von Bloomfield (NM) aus nach Südosten Richtung Bandelier National Monument und weiter in die Santa Fé Area führt.

Diesen NM 550 fährt man von Bloomfield aus ca. 25 Meilen und kommt dann zu Huerfano Trading Post, wo eine dirt road (County Route 7500) nach Westen abzweigt.

Nach 11,5 Meilen auf dieser Straße kommt man zu einem Parkplatz auf der rechten Seite, von wo aus es zu Fuß weiter geht (s. Gallery unten).

Anfahrt

Man kann die De-Na-Zin Area gut mit der Bisti Wilderness Area verbinden, indem man weiter auf der County Route 7500 nach Westen fährt. Nach weiteren 13,5 Meilen vom Parkplatz aus, hat man wieder Asphalt unter den Räder und kommt auf den Highway NM 371.

Diesen muss man jetzt 7,5 Meilen nach Norden fahren, um zu der ausgeschilderten Abzweigung zur Bisti Wilderness Area zu kommen.

GPS-Koordinaten De-Na-Zin Wilderness Area

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier)

GPS Abzweig NM 550: 36.403333, -107.852778
GPS Parkplatz: 36.312222, -108.002778

Interessante Waypoints und Tracks im gpx-Format: De-Na-Zin Wilderness Area (www.zehrer-online.de)

Eine andere Streckenbeschreibung habe ich bei bei tourideas.com gefunden: "Zunächst geht es vom Trailhead hinunter in den Wash (GPS-Daten N 36°19'4", W 108°0'13"). Von hier aus wandert man Richtung Nordwesten zu einigen interessant gestreiften Lehmhügeln und dann weiter einem breiten Seitenwash folgend bis zu einer Gruppe kleiner Hoodoos (GPS-Daten N 36°19'10", W 107°59'55"). Dahinter wird der Canyon nun zusehends schmaler, bis man schließlich auf beiden Seiten von jäh ansteigenden, dunkelgrauen Lehmwänden umschlossen ist. Dabei trifft man immer wieder auf meterhohe Barrieren und quer verlaufende Dämme aus Ästen und festgebackenem Schlamm, die den Weg versperren, von der Kraft der Sturzfluten aber so stark ausgehöhlt und untertunnelt wurden, dass man mit etwas Vorsicht durch sie hindurch gehen kann (GPS-Daten N 36°19'17", W 107°59'42")."

Good to know

Wilderness bedeutet: Vorkehrungen treffen. Viel Wasser! Sonnenschutz! Etwas gegen den gröbsten Hunger! GPS zur besseren Orientierung, denn in der verwinkelten Felsenlandschaft verliert man schnell den Überblick!

Beim Versuch den Überblick wiederzufinden (obwohl ich ein GPS-Gerät hatte) bin ich einige Lehm- und Sandsteinhügel hochgekraxelt und ziemlich böse gestürzt. Also Vorsicht!

Das De-Na-Zin Gebiet wurde 1996 der bereits 1984 gegründeten Bisti Wilderness zugeschlagen. Das unter Verwaltung des Bureau of Land Management stehende zusammengefasste Schutzgebiet firmiert nun offiziell unter Bisti/De-Na-Zin Wilderness.

My Visits

De-Na-Zin habe ich zweimal besucht: 2010 und 2016.

My Rating

De-Na-Zin ist nach meinem Geschmack. Natürlich kann man solche Sachen nicht mit den ganz großen Nationalparks vergleichen, deshalb auch "nur" drei Sterne, aber die badlands sind wunderschön. Die Abgelegenheit, das Besondere, haben ebenfalls ihren Reiz.

Gallery

Diese Gallery besteht aus 46 Farbbildern. Die Bilder stammen aus den Jahren 2010 und 2016.