headerbildmobil1 headerbildmobil2 headerbildmobil3 headerbildmobil4 headerbildmobil1
Logo

Petrified Forest National Park (AZ)

(Letzte Änderung: 30.08.2018 @ 18:56)

Versteinerte Baumstümpfe und ganze Stämme sind wohl die Haupt-Sehenswürdigkeiten des Petrified Forest National Parks. Daher der Name: Petrified Forest - versteinerter Wald, wobei der Plural eigentlich angebrachter wäre, denn es gibt im Nationalpark mehrere Wälder dieser Art: Crystal Forest, Rainbow Forest, Blue Forest, Jasper Forest usw.

Genau genommen handelt es sich nicht um Versteinerungen, sondern um Verkieselungen. Deren Entstehungsprozess reicht zurück in die Epoche des Trias, also etwa 215 Millionen Jahre vor unserer Zeit. Wo heute das Colorado Plateau, eine Hochwüste auf ca. 1800 m ü. NN., ist, war damals sehr feuchtes, mit vielen Flüssen durchzogenes Schwemmland. Umgestürzte Bäume wurden unter Schlamm und Schlick begraben. Aufgrund fehlenden Sauerstoffs verlangsamte sich der natürliche Zerfall des Holzes. Kieselsäurehaltiges Grundwasser sickerte in die Baumstämme ein und Quarz und Chalcedon sammelten sich in den Hohlräumen der Stämme. Nach und nach ersetzten sie das Zellgewebe und erhielten so die Holzstrukturen der Stämme in Stein. (Quelle: Wikipedia)

Die an vielen Stellen im Nationalpark liegenden Stümpfe bestehen also im Wesentlichen aus harter Quarzsubstanz. Ich finde diese Relikte aus der Zeit der Dinosaurier durchaus intereressant, keine Frage (z.B. die mit Beton unterbaute Agate Bridge im Bild links oder die farbenfrohen, aufgrund von Spannungen in der Erdkruste, zerbrochenen Stümpfe im Crystal Forest, s. Bild rechts, oder anderswo).

Onyx Bridge Crystal Forest

Aber: So wie es sich für einen amerikanischen Nationalpark gehört, gibt es weitere Sehenswürdigkeiten. Und diese finde ich noch attraktiver. Nichts gegen Fossilien, Versteinerungen oder meinetwegen auch Verkieselungen. Mit der fantastischen gelb-ocker-braun-orange-weiß-grau-roten Painted Desert, für die der Petrified Forest auch bekannt ist, können diese zumindest aus fotografischer Sicht nicht mithalten.

Painted Desert

Oder sehen Sie sich doch mal die Blue Mesa an, badlands von atemberaubender Schönheit, die bei passendem Licht sogar ein wenig blau-lila schimmern. Ich kenne keine schöneren badlands in den Vereinigten Staaten (und ich habe eine Menge gesehen):

Blue Mesa

Petrified Forest = Wahnsinnsvielfalt.

So lautet meine persönliche Gleichung, denn es gibt ja auch noch die Überreste und Petroglyphen des Rio Puerco Village, die kegelförmigen Felsformationen The Tepees, den Newspaper Rock mit ebenfalls vielen Petroglyphen, das aus versteinerten Baumstümpfen gebaute Agate House ...

Vier Sterne mit der Tendenz zu einem fünften gebe ich diesem grandiosen Nationalpark, einem der schönsten in den USA.

 

Fact Sheet

Location: North East Arizona
Established: 1962
Visitation: 793.225 (2015; 94/368) 1
Size: 885 km²
Elevation: lowest 5.200 ft (1585 m)
highest 6.234 ft (1.900 m)
Information:official NPS site
Wikipedia
My Visits: 1994, 2007, 2016
My Rating:
Highlights: Blue Mesa
Kachina Point
The Tepees
Rainbow Forest
Crystal Forest  
Painted Desert
Quelle: NPS Reports

1 Absolute Besucherzahlen sowie Rangplatz unter allen erhobenen 368 National Park Sites (Jahr 2015)

Climate

Normal Daily Max (Max) and Normal Daily Min (Min) in Degrees Fahrenheit

Hiking

Es gibt zahlreiche Wanderwege, von denen ich viele empfehlen kann.

Painted Desert Rim Trail (one mile round trip), Blue Mesa (eine Meile round trip), Crystal Forest (0.75 mile round trip), Giant Logs (0.4 mile round trip). Vor allem den Crystal Forest Trail und den Blue Mesa Trail sollte man machen.

Nähere Infos finden Sie auf der Website des NPS zum Petrified Forest NP.

Camping

Im Nationalpark ist Camping verboten. Gleiches gilt übrigens for overnight parking.

Directions

In der näheren Umgebung des Nationalparks gibt es keine größeren Städte, allerdings läuft die I40 als Teil der Historic Route 66 durch den Park, sodass eine gute Verkehrsanbindung in West-Ost Richtung gegeben ist.

Entfernungen/ Fahrtzeiten zum/vom Petrified Forest National Park:

Albuquerque (NM) ca. 320 km, Phoenix ca. 400 km

GPS-Koordinaten Petrified Forest NP

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier):

GPS Onyx Bridge: 35.108611, -109.792222
GPS Blue Mesa: 34.938956,-109.753826
GPS Painted Desert Visitor Center: 35.065833, -109.781944
GPS Rainbow Forest Museum: 34.815177, -109.8657649

Good to know

Der Petrified Forest National Park wächst. Seit 2004 läuft ein Programm zur Erweiterung des Parkgebiets. Private Grundstücke wurden angekauft, so z.B. im September 2011 rund 105 km² einer Ranch.

Der Nationalpark kann grob in drei Sektionen unterteilt werden. Im Norden, oberhalb der I40 zwischen Holbrook und Navajo liegt die Painted Desert, in der Mitte die badlands der Blue Mesa und im Süden die Petrified Forests. Mein Favorit: Blue Mesa!

Es gibt "Experten" mit folgender Reiseplanung: Morgens Monument Valley, mittags Canyon de Chelly National Monument und nachmittags Petrified Forest National Park. Vergessen Sie´s! Alleine der Petrified Forest National Park ist einen vollen Tag wert.

Versuchen Sie eine Übernachtungsmöglichkeit im nahe gelegenen Holbrook oder in Gallup an der I40 zu finden. Dann können Sie die golden hour fotografisch richtig genießen und müssen nicht auf die Uhr schauen.

Der Petrified Forest National Park ist meines Wissens der einzige Nationalpark der USA, der abends schließt. Um 17.00 Uhr bzw. 18.00 Uhr wird hier je nach Jahreszeit dicht gemacht. Grund: Angst vor Diebstahl von Fossilien, denn es gibt leider genug Idioten, die meinen, dass die millionenjahrealten Überreste besser in ihrem Wohnzimmer aufgehoben wären.

Ein kurzes Teilstück der Interstate 40 führt durch den Park. Die I 0 ist hier zugleich Teil der historischen Route 66.

Gallery

Diese Gallery besteht aus 93 Farbbildern. Die Bilder stammen aus den Jahren 1994, 2007 und 2016.