headerbildmobil1 headerbildmobil2 headerbildmobil3 headerbildmobil4 headerbildmobil1
Logo

fort bowie national historic site (az)

(Letzte Änderung: 21.07.2018 @ 10:20)

Südost-Arizona ist Indianerland.

Einsame, wild zerklüftete Berge, die bezeichnenderweise Chiricahua Mountains heißen, so wie der berühmte Indianerstamm mit dem verwegenen Namen, bilden die Kulisse, und die Landschaft ist wildromantisch schön. Hier leisteten Geronimo und Cochise lange Widerstand gegen die Übermacht der Blauröcke, die sie schließlich doch besiegten.

In dieser Wildnis wurde 1862 ein Außenposten der U.S. Army errichtet, um die häufigen Indianerüberfälle in den Griff zu bekommen. Höhepunkt der kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Chiricahua-Apachen war die Schlacht am Apache Pass im Juli 1862. Damals griffen 140-160 Apachen-Krieger unter Führung von Mangas Coloradas und Cochise (und evtl. Geronimo, was historisch umstritten ist) eine Infantrie-Freiwilligen-Abteilung an, die von Captain Thomas L. Roberts kommandiert wurde.

Fort Bowie sollte die Region stabilisieren und zur Befriedung der Indianer führen. Während der Außenposten 1862 lediglich ein temporäres Camp war ("1st Fort Bowie"), wurde 1868 nach weiteren Indianerangriffen ein "richtiges" Fort mit entsprechender Infrastruktur etabliert ("2nd Fort Bowie").

Heute ist Fort Bowie eine National Historic Site und nur zu Fuß über einen schmalen 1,5 Meilen langen Pfad erreichbar. Dieser führt an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei, wie z.B. den Relikten einer Butterfield Stage Coach Station oder der Stelle, wo sich die Schlacht am Apachenpass (so lautet übrigens auch der Titel eines Westernklassikers von George Sherman aus dem Jahr 1952) exakt zugetragen hatte.

Von den im Adobe-Stil gebauten Mannschaftsunterkünften, Ställen und weiteren Funktionsgebäuden des Forts sind nur noch Ruinen vorhanden, die bestenfalls erahnen lassen, wie es früher aussah.

Fort Bowie

Die Inschriften auf den Grabkreuzen eines nahegelegenen Friedhofs bezeugen, dass auch Fort Bowie das Blutvergießen zwischen Apachen und der U.S. Army in Südost-Arizona nicht beenden konnte. Noch Jahre nach der Fertigstellung des Forts kam es zu wiederholten Scharmützeln, bei denen auch viele Zivilisten ihr Leben ließen.

Fort Bowie Cemetery Fort Bowie Cemetery

Directions

GPS-Koordinaten Fort Bowie NHS

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier)

GPS Fort Bowie NHS: 32.145852, -109.436417

Anfahrt

Ich zitiere die offizielle NPS-Website zu Fort Bowie:

"From Willcox, AZ: drive east for 23 miles on Interstate 10 to the the town of Bowie. Exit at the first Bowie exit and drive through the town. Follow the signs for Fort Bowie National Historic Site and turn south on Apache Pass Road. Drive 13 miles to the Fort Bowie Trailhead (the last mile of the road is unpaved). Be prepared to walk the three miles round trip to the ruins and back to your car."

Good to know

Fort Bowie ist eine walk-in location. Vom Parkplatz, der über eine gut befahrbare gravel road erreicht wird, sind es 1,5 Meilen one way per pedes über einen schmalen Pfad durch die Landschaft.

Im Hochsommer sollte man ganz früh unterwegs sein. Die Hitze später am Tag ist atemberaubend. Unbedingt reichlich Wasser mitnehmen und an Sonnenschutz denken! Weite Teile des trails sind schattenlos.

Wer den im Prinzip einfachen und fast immer eben verlaufenden trail geschafft hat, wird am Ende mit einem schönen kleinen Visitor Center belohnt. Dort gibt es auch Trinkwasser.

My Visits

Im Jahr 2014 bin ich über den Apache Pass gefahren und habe den Abstecher zu Fort Bowie mitgenommen.

My Rating

Fort Bowie ist eine abgelegene, nicht leicht zu erreichende Sehenswürdigkeit, die ich aber dennoch, oder auch gerade deshalb, empfehlen kann.

Zwar sind die Ruinen in einem, für mein ungeübtes Auge, beklagenswerten Zustand, aber alleine der wunderschön angelegte und mit zahlreichen Infotafeln versehene trail dorthin rechtfertigt einen Besuch.

Gallery

Diese Gallery besteht aus 38 Farbbildern. Die Bilder stammen aus dem Jahr 2014.