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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

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Fort Bowie National Historic Site (AZ)

(Letzte Änderung: 22.05.2026 @ 13:39)

Fort Bowie National Historic Site und Apache Pass

Südost-Arizona ist Indianerland.

Einsame, wild zerklüftete Berge, die bezeichnenderweise Chiricahua Mountains heißen, so wie der berühmte Indianerstamm mit dem verwegenen Namen, bilden die Kulisse, und die Landschaft ist wildromantisch schön. Hier leisteten Geronimo und Cochise lange Widerstand gegen die Übermacht der Blauröcke, die sie schließlich doch besiegten. Dabei leistete Geronimo bis in die 1880er Jahre Widerstand gegen die US-Armee, bevor er sich 1886 ergab und damit die Apachen-Kriege beendete.

In dieser Wildnis wurde 1862 ein Außenposten der U.S. Army errichtet, um die häufigen Indianerüberfälle in den Griff zu bekommen. Höhepunkt der kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Chiricahua-Apachen war die Schlacht am Apache Pass im Juli 1862. Damals griffen 140-160 Apachen-Krieger unter Führung von Mangas Coloradas und Cochise (und evtl. Geronimo, was historisch umstritten ist) eine Infanterie-Freiwilligen-Abteilung an, die von Captain Thomas L. Roberts kommandiert wurde.

Fort Bowie sollte die Region stabilisieren und zur Befriedung der Indianer führen. Während der Außenposten 1862 lediglich ein temporäres Camp war ("1st Fort Bowie"), wurde 1868 nach weiteren Indianerangriffen ein "richtiges" Fort mit entsprechender Infrastruktur etabliert ("2nd Fort Bowie").

Wer die historische Grenzland-Geschichte weiterverfolgen will, sollte auch einen Abstecher nach Tombstone machen.

Heute ist Fort Bowie eine National Historic Site und nur zu Fuß erreichbar. Vom Trailhead sind es drei Meilen round trip, also 1,5 Meilen je Richtung. Der Weg gilt als eher einfach bis moderat, man sollte aber trotzdem mindestens zwei Stunden einplanen. Entlang des Pfads liegen verschiedene Stationen, die Einblicke in das historische Leben an der Grenze geben. Zum Beispiel kommt man an den Relikten einer Butterfield Stage Coach Station vorbei und an der Stelle, wo sich die Schlacht am Apachenpass (so lautet übrigens auch der Titel eines Westernklassikers von George Sherman aus dem Jahr 1952) exakt zugetragen hatte.

Von den im Adobe-Stil gebauten Mannschaftsunterkünften, Ställen und weiteren Funktionsgebäuden des Forts sind nur noch Ruinen vorhanden, die bestenfalls erahnen lassen, wie es früher aussah.

Apachenkriege, Trail und Grenzlandgeschichte

Fort Bowie

Die Inschriften auf den Grabkreuzen eines nahegelegenen Friedhofs bezeugen, dass auch Fort Bowie das Blutvergießen zwischen Apachen und der U.S. Army in Südost-Arizona nicht beenden konnte. Noch Jahre nach der Fertigstellung des Forts kam es zu wiederholten Scharmützeln, bei denen auch viele Zivilisten ihr Leben ließen.

Fort Bowie Cemetery Fort Bowie Cemetery

Directions

GPS-Koordinaten Fort Bowie NHS

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier)

GPS Fort Bowie NHS: 32.145852, -109.436417

Anfahrt

Von Willcox fährt man auf der I-10 gut 23 Meilen ostwärts bis Bowie, dann durch den Ort und weiter auf der Apache Pass Road zum Trailhead. Die letzten Meter sind nicht asphaltiert, aber normalerweise gut machbar. Wer von Lordsburg oder der Ecke Chiricahua National Monument kommt, landet letztlich ebenfalls auf derselben Piste. Für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen gibt es zusätzlich eine ADA-Option über South Old Fort Bowie Road nach vorheriger Absprache mit dem Park.

Good to know

Fort Bowie ist und bleibt eine walk-in location. Parkgelände, Trails und Restrooms sind von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich, das Visitor Center/Museum ist derzeit freitags bis montags von 8.30 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet; dienstags bis donnerstags bleibt es geschlossen.

Im Hochsommer sollte man ganz früh unterwegs sein. Die Hitze kann locker dreistellig werden, weite Teile des trails sind schattenlos, und brauchbares Trinkwasser gibt es erst am Visitor Center. Dazu kommen die üblichen Wüstenspieler wie Gewitter, Klapperschlangen und sehr schwacher Handyempfang.

Wer den einfachen bis moderaten trail geschafft hat, landet am Second Fort mitsamt Visitor Center und kleinem Museum. Das ist dann nicht nur historisch interessant, sondern auch logistisch die angenehmste Stelle der ganzen Unternehmung.

My Visits

Im Jahr 2014 bin ich über den Apache Pass gefahren und habe den Abstecher zu Fort Bowie mitgenommen.

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Fort Bowie ist eine abgelegene, nicht leicht zu erreichende Sehenswürdigkeit, die ich aber dennoch, oder auch gerade deshalb, empfehlen kann.

Zwar sind die Ruinen in einem, für mein ungeübtes Auge, beklagenswerten Zustand, aber alleine der wunderschön angelegte und mit zahlreichen Infotafeln versehene trail dorthin rechtfertigt einen Besuch.

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