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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

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Caineville Badlands (UT)

(Letzte Änderung: 17.06.2026 @ 19:24)

Caineville Badlands und Utah-Wüstenlandschaft

Caineville ist ein Ort von bemerkenswerter Bedeutungslosigkeit. Wenn man vom Capitol Reef National Park Richtung Hanksville fährt - selbst ein überaus erbärmliches Kaff, das im Vergleich zu Caineville jedoch geradezu Weltstadtflair versprüht - liegt irgendwann auf der linken Seite ein relativ neuer Rodeway Inn. Fast möchte man sagen: das ist Caineville. Sonst gibt es nur ein paar vereinzelte Hütten auf der rechten Straßenseite, die wie in die Landschaft gewürfelt erscheinen und überwiegend schon bessere Zeiten erlebt haben.

Vielleicht ist Caineville (offiziell eine unincorporated community) tatsächlich schon eine ghost town oder aber auf dem besten Wege dorthin. Die Grenzen zwischen Noch-Siedlung, semi-ghost town und ghost town sind in den USA fließend.

Als eine der wenigen akzeptablen Unterkünfte weit und breit ist besagter Rodeway Inn vermutlich das beste Argument für die Caineville-Region. Nicht nur Ornithologen freuen sich über die Kolibris, die es zu den Vogeltränken unter der Veranda des Motels zieht.

Ein schönes morgendliches Schauspiel, das wir 2010 bestaunten.

Cathedral Valley Road, Bentonite und Badlands

Kolibris

Was sonst gibt es zu Caineville zu berichten? Hier befindet sich die Abzweigung zur Caineville Wash Road, die im weiteren Verlauf zur Cathedral Valley Road wird und ins Cathedral Valley - einem Backycountrygebiet des Capitol Reef National Parks - führt.

Und dann gibt es ja noch das eigentliche Thema dieser Seite: die Caineville Badlands. Daran scheiden sich die Geister, was zu Caineville Ghost Town ja auch gut passt. Erstmal ist völlig unklar, ob die ocker-grauen buttes wirklich offiziell Caineville Badlands heißen. Vielleicht hat auch nur irgendein Blogger den Namen erfunden und alle, die ihn heute verwenden, haben abgeschrieben oder wussten keinen besseren.

Badlands Badlands

Zweitens gibt es Leute, die finden, dass es sich hier nicht um eine Sehenswürdigkeit handelt, sondern um eine trostlose Region mit Kiesgrubencharme, die nur wegen ihrer für Süd-Utah außergewöhnlichen Hässlichkeit Beachtung verdient. Ich zitiere aus einem amerikanischen Reiseforum:

"In my opinion the land past Capitol Reef to Hanksville is the ugliest part of Utah. I always hated that part of our drives. Now they say it is Cainesville Badlands? Pfft." (Zitat aus der inzwischen toten Quelle; neuer funktionierender Link mit derselben Thematik: Capitol Reef Geology)

Vielleicht muss man dem Kind nur einen griffigen Namen geben, und schon finden es viele gut. Andererseits gehöre ich zu den Leuten, die - Namen hin, Namen her - wirklich eine Schwäche für derartig desolat wirkende Gesteinswüsten haben. Leider weiß ich viel zu wenig über diese Badlands und überhaupt scheint die Informationslage ziemlich dürr zu sein.

Gesichert scheint, dass die graue Farbe vieler mesas und buttes der Caineville Badlands auf Bentonit zurückzuführen ist, das als besonderes Mineral hier im Boden vorkommt. Die Spuren im sandigen Boden deuten darauf hin, dass die Gegend für ATV-Freunde ein El Dorado ist. Ganz in der Nähe liegt mit Swing Arm City sogar ein offizielles OHV-Gebiet. Mit anderen Gefährten ist ein Durchkommen nach meiner Einschätzung trotzdem oft schwierig. Da hilft ggf. nur Schusters Rappen.

Wer diese Ecke mag, sollte sich auch den Capitol Reef National Park und die Canyonlands NP ansehen.

Würde mich schon reizen, diese Gegend näher zu erkunden. Mal sehen ...

Directions

GPS-Koordinaten Caineville Badlands

(WGS84, Dezimalgrad, Umrechner: hier)

GPS Abzweig Caineville Wash Road: 38.334035, -111.024124

My Visits

Wie oft schon bin ich die UT 24 zwischen Capitol Reef und Hanksville gefahren und habe die merkwürdig gefärbten namenlosen Badlands auf der linken Seite der Straße bewundert? Mal überlegen: 1994, 2007, 2008, 2010 und 2012.

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Nicht jedermanns Sache, klar. Aber ich mag solche Mondlandschaften, in denen es noch viel zu entdecken gibt.

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