Veröffentlicht am 20. August 2026ca. 5 Min. Lesezeit
Amerikanisches Frühstück. Hmmmmmmmm. Während es in Italien nicht viel mehr gibt als eine Zigarette und einen Cappuccino, sind wir in Deutschland wenigstens so kultiviert, Brötchen, Brot, Croissants oder Müsli aufzutischen. In den USA wird die alte diätetische Marschroute "morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettelmann" zumindest beim Frühstück sehr wörtlich ausgelegt - stammt vermutlich noch aus den Cowboy-Tagen, als man in aller Herrgottsfrühe mit ordentlichem Kalorienvorrat rausmusste und erst spätabends zurück zur Ranch kam.
Typisch: Hash Browns, Bacon, Sausage Links, Pancakes und vor allem Eggs in diversen Varianten - Brötchen mit Marmelade sucht man vergeblich.
Wichtigster Satz: "How do you want your eggs?" - eine kompetente Antwort sollte man parat haben.
Praktisch: Diner-Ketten wie Denny's, IHOP oder Waffle House bieten all-day breakfast rund um die Uhr an.
Was auf den Tisch kommt
Ja, richtig gelesen - das folgende Foto ist tatsächlich ein Frühstück:
Wer in den USA morgens ein Brötchen mit Marmelade sucht, wird meist enttäuscht. Zu den klassischen Frühstücks-Nascherein gibt es vielleicht Toast mit Marmelade als Beilage, aber nur Brötchen und Marmelade allein? Das kann nicht alles gewesen sein. Wo sind hash browns, bacon strips, country gravy, ham, pancakes, sausage links - und vor allem eggs?
"How do you want your eggs?" - die richtige Antwort
Eier dürfen auf einem ordentlichen amerikanischen Frühstückstisch nicht fehlen, und es gibt sie in etlichen Spielarten. Auf die in einem Restaurant so sicher wie das Amen in der Kirche gestellte Frage "How do you want your eggs?" sollte man eine kompetente Antwort parat haben: hard boiled (hart gekocht), soft boiled (weich gekocht), scrambled (Rührei), sunny side up (Spiegelei nur auf einer Seite gebraten), over easy oder over medium (gewendet, mit unterschiedlich flüssigem Eigelb) oder gleich eggs benedict.
Dass es in amerikanischen Motels und Hotels einen immer stärkeren Trend zum continental breakfast (Cerealien, Joghurt, Bagels, Toast, das war's im Wesentlichen) gibt, dürfte manchem Amerikaner wie eine Verrohung ur-amerikanischer Sitten vorkommen. Wie mager das in der Praxis ausfallen kann - und was man im Motel realistisch erwarten sollte -, steht im A-Z-Beitrag zu Motels.
All-Day Breakfast und Brunch
Praktisch für Reisende: In Diner-Ketten wie Denny's, IHOP oder Waffle House gibt es das klassische Frühstück meist rund um die Uhr (all-day breakfast), nicht nur morgens. Wer es nicht zur regulären Frühstückszeit schafft, muss also nicht auf Eggs, Pancakes & Co. verzichten. Am Wochenende, vor allem sonntags, ist brunch (eine Mischung aus breakfast und lunch, meist zwischen 10 und 14 Uhr) in vielen Restaurants ebenfalls eine feste Institution.