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USA A-Z

(Letzte Änderung: 9.07.2017 @ 10:04)

Motel

Motels sind eine amerikanische Erfindung, die ersten entstanden bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA. Sie sind ganz eindeutig Ausdruck eines gewissen Pragmatismus, der in der amerikanischen Seele tief verankert ist.

Die Gleichung Motor + Hotel = Motel ist äußerst praktisch, da man sein Auto unmittelbar vor (Erdgeschoss) oder sehr nahe dem Zimmer stehen hat. Das macht vor allem die Wege fürs Gepäckschleppen kurz und bietet daneben auch Sicherheitsvorteile. Für USA-Touristen stellen Motels eine relativ kostengünstige Alternative zu "echten" Hotels und eine bequeme Alternative zu den verschiedenen Varianten des Campings dar.

Bei den vielen USA-Reisen habe ich in Hunderten Motels übernachtet, aber ich kann mich an kaum eine Unterkunft konkret erinnern. Das ist nämlich der Nachteil amerikanischer Motels: in aller Regel sind sie uniform, komplett anonym und ohne jede individuelle Note. Egal, ob Motel 6, Super 8, Day´s Inn, Rodeway Inn, Econo Lodge oder wie sie alle heißen: Die Pools (je nach Region häufiger outdoor oder indoor) sind ähnlich (stark gechlort), das Frühstück ist tendenziell überall ein Witz und die Wände sind pappdünn.

Nachfolgend einige praktische Hinweise:

  • Grundsätzlich muss man zwischen Ketten-Motels (z.B. die o.g.) und "Individual-Motels" unterscheiden. Bei den Ketten hat man zumindest die Gewissheit, dass ein bestimmtes Mindestniveau nicht unterschritten wird und man nicht in einer Absteige mit zerrissener Bettwäsche und schimmeligen Sanitäreinrichtungen landet. Letzteres ist zwar in den USA die absolute Ausnahme, aber ich habe es schon erlebt (z.B. auf Long Island, wobei die Nacht am Wochenende dann sogar noch 180 USD gekostet hat).
  • Von den Ketten ist Motel 6 häufig am preisgünstigsten. Wo ein Motel 6 89 USD pro Nacht kostet, wird man bei den Ketten kaum billiger fündig werden.
  • Continental breakfast ist eher spärlich. Bagels, Toastbrot, Joghurt (wenn man Glück hat) und i.d.R. verschiedene abgepackte Müslisorten. Dazu Kaffee, der je nach Lust und Laune zwischen akzeptabel und grausam schwankt. Full breakfast oder auch hot breakfast ist in teureren Läden üblich, aber man sollte sich nicht zu viel davon versprechen. Selbst im Comfort Inn bekommt man häufig Rührei aus der Tüte und Bacon minderer Qualität serviert, wobei auch der Rest nichts für Gourmets ist.
  • Unbedingt Coupon-Hefte besorgen (gibt es in vielen Frühstücks-Restaurants kostenlos im Eingangsbereich). Damit kommt man - außer an Wochenenden - deutlich vergünstigt an Motelübernachtungen, wenn die Kapazität nicht erschöpft ist.
  • Übernachtungen in Motels sind grundsätzlich sicher, wobei die neighborhood natürlich auch eine Rolle spielt. Ich habe mich noch nirgendwo unsicher gefühlt, aber speziell im preisgünstigen Motel 6 scheinen auch gerne mal Typen zu nächtigen, mit denen ich nicht näheren Kontakt pflegen möchte.