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USA A-Z

(Letzte Änderung: 9.07.2017 @ 10:04)

Fast Food

Amerika ist Fast Food Hochburg #1. Hier wurde schnelles Essen à la Burger, Sandwich und Chicken Wings erfunden, was der eilig-gehetzten amerikanischen Seele sehr entgegen kommt. Zeit für Banalitäten des Lebens, wie Essen, ist nicht wirklich übrig.

In kaum einen Land der Welt dürfte diese Mentalität so ausgeprägt sein wie in den USA, und nirgendwo gibt es so viele exakt darauf abgestimmte Restaurantketten. Selbst wenn man nicht Fast Food zu sich nimmt, sondern in ein "richtiges" Restaurant geht, ist das Essen kaum mehr als Nahrungsaufnahme ohne weiteren sozialen Anspruch. Teller leer, zahlen, Bye... Time is money.

Meiner Familie kann man wirklich nicht nachsagen sie seinen Fast Food Junkies. Ganz im Gegenteil haben unsere Töchter im Laufe der Zeit sogar eine veritable Abneigung gegenüber Burgern, Pommes und dergleichen Gaumenfreunden entwickelt, was ihre stets in latenter Erziehungsbereitschaft befindlichen Eltern ihnen nicht wirklich krumm nehmen. Dennoch kommen auch wir während eines mehrwöchigen Aufenthalts nicht herum, hin und wieder mal in eine Burgerbude zu gehen.

Das geschieht allein schon aus praktischen Gründen, denn die eilfertigen Gourmettempel der besonderen Art haben rund um die Uhr oder zumindest lange geöffnet, sind häufig zu finden, und dass Fast Food schnell geht, weiß man durchaus zu schätzen, wenn zwischen einem selbst und der geplanten nächsten Übernachtung noch 235 Meilen und diverse Fotostopps liegen.

So kommt es, dass ich diverse fast food chains aus eigener Anschauung kenne. Ein paar kurze Portraits (wer hat schon Zeit viel zu lesen?) ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Mc Donald`s:

Mc Donald´s hat drei unbestreitbare Vorteile. Erstens sind die Läden besonders häufig und auch in Gegenden anzutreffen, wo sonst nichts Essbares aufzutreiben ist. Zweitens reagieren konditionierte Europäer, für die Mc Donald´s irgendwann in den 1980er Jahren die erste und einzige Fast Food Alternative in heimischen Gefilden war, besonders sensibel auf den güldenen Torbogen - man übersieht die Läden nicht und die Pawlow´sche Reaktion setzt unvermittelt ein. Drittens sind die restrooms tendenziell sauber. Letzterer Punkt war schon häufig Ursache dafür, dass wir beim goldenen M ein paar Dollar gelassen haben.

Speisekarte: vor allem Burger, Pommes

Burger King:

Oder einfach nur BK. In den letzten fünf Jahren bin ich in keinem BK gewesen. Trotzdem hat die Kette für mich einen gewissen Kultstatus, was auf einer frechen Werbekampagne Mitte der 1990er Jahre beruht. Damals stand auf den Tischen ein Luxus-BK beef patty aus Pappe, in das der mickrige Mc Donald´s Fleischklops reingezeichnet war. Guck mal, unseres ist viel größer! Ein Paradebeispiel für vergleichende Werbung, von denen ich ein Exemplar als Anschauungsmaterial für meinen BWL-Unterricht mitgenommen habe.

Speisekarte: vor allem Burger, Pommes

Subway:

Nach meinem Eindruck die am häufigsten anzutreffende Kette in den USA. Tendenz steigend. Der einzige Laden, in den meine älteste Tochter einen Fuß setzt. Finde ich auch allemal besser als Burger. Außerdem ist Subway bei Rundreisen sehr praktisch. Wir haben oft vormittags Sandwiches gekauft, in die Kühltasche gepackt und dann später zur Beschwichtigung des kleinen oder größeren Hungers ausgepackt.

Speisekarte: vor allem Subs

Calr`s Jr.:

Bei Carl´s Jr. war ich, glaube ich, ein oder zwei Mal. Nicht, weil die Burger dort schlecht sind - hat sich einfach nicht ergeben, und meine Fast Food Favoriten, wenn man davon überhaupt sprechen kann, sind andere Ketten. Nach meinem Eindruck hat die Kette in den letzten Jahren ziemlich expandiert, man findet sie allerdings nur im Westen und Südwesten der USA.

Speisekarte: vor allem Burger, Pommes

In-N-out Burger:

Wie der Name schon sagt: hier gibt´s Burger. Und die sind nicht von schlechten Eltern bzw. Köchen. Wenn es so etwas wie eine Burgerlieblingskette gibt - this is it. Das Speisenangebot ist an Überschaubarkeit kaum zu überbieten, entweder nimmt man Hamburger oder Hamburger mit Käse (Cheeseburger) oder Hamburger/ Cheeeseburger mit zwei beef patties. Dazu Pommes aus frisch vor Angesicht des Kunden geschnibbelten Kartoffeln. Ende.

Leider gibt es In-N-out nur im Südwesten Amerikas, vor allem in Kalifornien und seit einiger Zeit auch in Arizona, Nevada, Utah und Texas. In-N-out Läden sind häufig brechend voll, die Leute lieben die frisch gemachten Burger. Insgesamt floriert die Kette und expandiert munter vor sich hin. Die dürften meinetwegen auch gerne nach Deutschland kommen, obwohl mich die Fülle in den Restaurants im Urlaub ziemlich nervt.

Speisekarte: Burger, Pommes

Jack in the Box:

Noch eine Burger-Alternative. Ich finde die preisgünstigen Jr. Jacks nicht schlecht - hitverdächtig sind sie aber auch nicht, und man sollte sich nicht schwere Vorwürfe machen, wenn man wieder zurück in Deutschland ist und rekapituliert, dass es zu nicht einem einzigen Besuch in der Box gereicht hat.

Jack in the Box findet man vor allem in Kalifornien und Texas und anderen Staaten im Westen der USA, aber die Kette ist auch in anderen Landesteilen vertreten und operiert nationwide.

Speisekarte: vor allem Burger, Pommes

Wendy´s:

Gibt es eigentlich noch die old fashioned Burger? Die fand ich nicht schlecht, und sie hoben sich ein wenig vom üblichen Burger-Einheitsbrei ab. Bei Wendy´s war ich schon lange nicht mehr.

Speisekarte: vor allem Burger, Pommes

Dunkin` Donuts:

Immer, wenn mir im Urlaub der Sinn nach einem super-leckeren Boston Kreme steht, also quasi rund um die Uhr, behaupte ich, dass ein Abstecher zu Dunkin´ Donuts ein notwendiger Boxenstopp sei, denn Donuts machten nachweislich klug, schlank und führten unter dem Strich zu einem glücklichen, langen Leben. Meine Damen äußern dann immer schwer nachvollziehbare Zweifel, die ich aber souverän hinfort wische.

Donuts sind grundsätzlich klasse, die von Dunkin` besonders, und deren Boston Kreme pickepackevoll mit bavarian creme ist eine Legende. Im gleichen Atemzug zu nennen wie die Freiheitsstatue, Elvis Presley, die Golden Gate Bridge und noch ein paar weitere hochklassige kulturelle Errungenschaften Amerikas.

Während es Dunkin´ Donuts an der Ostküste quasi an jeder Straßenecke und sogar eingegliedert in viele Tankstellen gibt, was äußerst lobenswert ist, darbt man im Westen auf der Suche nach einem Laden dahin. Fast immer vergeblich. Es gibt aber Licht im dunklen Tunnel: 2014 eröffnete Dunkin` Donuts 63 Filialen in Kalifornien, vor allem in der Bay Area rund um San Francisco.

Speisekarte: vor allem Donuts

Taco Bell:

Exakt zwei Mal war ich dort. Das erste und das letzte Mal. Ich fand den matschigen Burrito eine Zumutung, der mir die Lust auf weitere Experimente gründlich verdarb. In meinen Augen eine Beleidigung für die vielen sehr guten mexikanischen Restaurants in Amerika, die gleichnamige Speisen anbieten.

Speisekarte: vor allem Mexican Food

Panda Express:

Reis oder Nudeln mit mehreren Beilagen, wie z.B. Orange Chicken, Sesame Chicken, Mongolian Beef, Sweet and Sour Pork and so on. Naja...

Speisekarte: Chinesisch

Sonic:

Sonic ist ein Fast Food Drive-In. Man bestellt im Auto, lässt sich das Essen zum Auto bringen (manchmal kommt die Bedienung sogar auf Rollerblades) und isst im Auto.

Speisekarte: querbeet (Burger, Hot Dogs etc.)

KFC:

Ganz selten hat es mich zu KFC verschlagen - in den letzten 10 Jahren, glaube ich, nicht ein einziges Mal. Gibt es ja auch in Deutschland und auch hierzulande verspüre ich nicht gerade einen übermächtigen Drang auf Chicken Wings, Chicken Tenders und ähnliche Kostbarkeiten.

Speisekarte: vor allem Burger, Chicken-Variationen, Pommes

Themenwechsel: Pizza. Eigentlich kein klassisches Fast Food Gericht, zumindest nicht in Europa, wo man Pizza meistens beim Italiener mit Tischdecke, Besteck und Eros Ramazotti im Hintergrund genießt. In den USA gilt Pizza hingegen als Fast Food Variante, deshalb nachfolgend ein paar Bemerkungen dazu.

Für den Touristen auf Rundreise gehört Pizza quasi zum kulinarischen Standardrepertoire. Die Vorteile liegen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand (denn Pizza ist in den USA finger food und wird ohne Besteck und anderen barocken Schnörkel gegessen): preiswert, sehr oft zu finden und in der Regel super-lecker mit viel Käse und reichlich toppings. Pizza kann man in den USA übrigens fast überall gut essen, man muss schon Pech haben, um ein wirklich schlechtes Exemplar zu erwischen.

Bestellen Sie besser nicht - wie wie als Greenhorns 1991 auf Hawai'i - eine large pizza zu zweit. Wir haben das Teil zwar geschafft, uns aber den spöttisch-respektvollen-ichkratzmichamKopf-Kommentar der Bedienung eingehandelt: "You are the first two guys who finished a large piiiiiiiiiiiza!". Wenn der Hunger nicht riesig ist, dürfte selbst eine small pizza für zwei Personen reichen.

Pizza-Ketten, die ich kenne (bzw. an die ich mich erinnere) und bedenkenlos empfehlen kann, sind Domino`s Pizza, Round Table Pizza, Papa Murphy`s, Pizza Hut (mit Abstrichen) und insbesondere Papa John´s Pizza,

Systemgastronomie ist in den USA ein weites Feld und außerordentlich beliebt. Es gibt viele weitere Restaurantketten, die ich aber nicht zur Kategorie Fast Food zähle und dementsprechend hier nur abschließend erwähne: Denny´s und Applebee´s z.B. sind typische Diner mit einem sehr reichhaltigen Angebot an Speisen und Getränken. Das sind unsere Lieblingsrestaurants in Amerika, wo wir schon unzählige Male waren.