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Paderquellen - Bär ermittelt

Bücher von Dirk Möller

Paderquellen - Bär ermittelt Neu

Wenn du auch meine Romane entdecken möchtest, findest du auf meiner Autorenseite weitere Informationen und Leseproben.

Irland & Schottland Reisebericht 2025, 13.07.2025, Tag 1

Gaelic Tour

(Letzte Änderung: 16.07.2026)

Hübsch, das Marine Hotel. Auch am nächsten Morgen noch.

Lounge mit Sesseln und Spiegel im Marine Hotel

Das Frühstück kann mit dem Ambiente mithalten. Es gibt von allem viel, und das am Buffet. Wer möchte, kann sich mit full irish die volle Dröhnung geben inklusive black pudding etc. Wir bevorzugen die super-leckeren Croissants, Obst und Joghurt etc.

Nach dem Frühstück hüpfe ich erstmal in den Pool. Das ist ein kleines Hallenbad, es herrscht Badekappenpflicht. So ein Teil habe ich natürlich nicht. Für 2 EUR ist aber eine Kappe an der Rezeption erhältlich (nun fristet sie ein Dauerdasein in einer Schublade).

Wir checken aus und begeben uns auf die Reise. Wir fahren durch Downtown Dublin, direkt am Fußballstadion vorbei, und nehmen Kurs auf das erste Ziel: die Powerscourt House & Gardens, ein historisches Anwesen in der Nähe von Enniskerry. Dort kommen wir bei für irische Verhältnisse brütender Hitze an - locker 28°C. Mit uns leider auch eine riesige Jugendgruppe. Mehrere Reisebusse, deren Personen das herrliche Anwesen fluten. Es ist kaum möglich, Bilder zu machen, ohne Menschenmassen. Aber gut: Die Jungs und Mädel verhalten sich ganz gesittet. Den Stimmen nach Italiener/-innen.

Wir zahlen 14 EUR Eintritt und werden an der Kasse an den Kids vorbeigelotst.

Das elegante Herrenhaus entstand im 18. Jahrhundert an der Stelle einer älteren Burganlage und wurde im Stil eines repräsentativen Landsitzes für eine anglo-irische Adelsfamilie umgestaltet.

Fassade von Powerscourt House bei Enniskerry Powerscourt House hinter Terrasse mit Statue und Formschnitthecke

Berühmt ist das Anwesen vor allem für seine weitläufigen Gärten mit Terrassen, Teichen, Statuen und Ausblicken auf die Wicklow Mountains. Schon ganz idyllisch ...

Rote und weiße Blumenbeete in den Powerscourt Gardens Seerosen im Teich der Powerscourt Gardens Schwan zwischen Seerosenblättern im Teich von Powerscourt

Doch wie gesagt: Ruhe und Besinnlichkeit findet man hier heute nicht. Überall Leute.

Teilweise muten die Gärten tropisch an. Es gibt verschiedene Themenbereiche wie italienische und japanische Gärten. Bei dem reichlichen irischen Regen wächst und gedeiht hier vieles prächtig.

Große grüne Blätter im tropisch wirkenden Teil der Powerscourt Gardens Farne und Moos an einer Felswand in den Gärten von Powerscourt

Wir halten uns etwa eine Stunde auf, bevor wir nach Glendalough weiterdüsen. Über kleine bis kleinste Straßen, drei Millionen Kurven und durch dichte Vegetation. Es grünt so grün - herrlich!

Glendalough liegt am Rande des Wicklow Mountains Nationalparks. Absolutes Feriengebiet, und heute ist auch noch Sonntag ... Es ist nicht daran zu denken, einen Parkplatz beim Upper Glendalough Lake zu bekommen. Keine Chance. Zum Glück gibt es beim Lower Lake ein großes Stück Wiese, wo Stellplätze vermietet werden. 7 EUR wechseln den Besitzer, dafür haben wir hier Ruhe und müssen uns nicht in ein aussichtsloses Parkplatzsuchen-Himmelfahrtskommando stürzen.

Wir marschieren am Lower Lake vorbei zum Upper Lake. Hier gibt es den berühmten Viewpoint.

Lower Lake in Glendalough zwischen bewaldeten Hängen Glendalough: Blick über den Lower Lake ins Tal

Während Anja beim See bleibt und relaxt, marschiere ich los. Die knapp 10 km lange Spinc & Glenealo Valley Loop (weiße Route) führt zunächst über ein paar Forststraßen steil bergauf. Von hier oben hat man sensationelle Views auf den Upper Lake.

Grüne Hänge in den Wicklow Mountains oberhalb von Glendalough Blick vom Wanderweg zum Spinc auf den Upper Lake und das Tal von Glendalough Upper Lake im Tal von Glendalough aus der Höhe Weite Grashänge in den Wicklow Mountains

Höhepunkt ist der hammerharte, steile Anstieg hinauf zum Spinc-Grat, der spektakuläre Ausblicke auf die steilen Klippen und das Tal bietet. Über den Grat selbst führt ein Boardwalk, in den Eisenkrampen gehauen sind, damit man bei feuchter Witterung Halt hat. Rechts und links gibt es selbst heute, nach einigen warmen Tagen am Stück zuletzt, viele morastige Stellen, wo man bis über die Knöchel einsinkt. Wenn es hier richtig geregnet hat, könnte das eine ziemlich feuchte Angelegenheit werden.

Boardwalk durch die Heide mit Blick Richtung Glendalough Blick vom Spinc auf den Upper Lake und das Glendalough-Tal

Van Diemens Land, übersät mit Felsbrocken - man muss gut aufpassen, dass man sich nicht den Fuß verknackst.

Steinige Hänge im Glenealo Valley mit Blick auf den Upper Lake

Überreste des Van Diemens Land Mine:

Mauerreste der Van Diemens Land Mine mit Blick ins Tal Glenealo Valley von oben mit Blick Richtung Upper Lake

Schon fast wieder auf Seehöhe, geht es durch ein verlassenes Minengelände: Miners Village.

Mauerreste im verlassenen Miners Village bei Glendalough

Der Rückweg führt am kompletten nördlichen Seeufer entlang.

Beim Viewpoint baden die Leute, als ich bis auf die Knochen verschwitzt wieder zurück bei Anja bin. Das Wasser ist temperaturtechnisch ganz ok, ich möchte sooooo gerne rein, aber die Handtücher liegen im Auto ... Das ginge ja noch, aber die Badehose auch ... Das geht eher nicht.

Badegäste am Seeufer unter einem Baum am Upper Lake in Glendalough

Auf dem Weg zum Auto machen wir noch einen Stopp beim Glendalough Round Tower. Er gehörte zu einer frühmittelalterlichen Klostersiedlung und diente einst als Symbol und Orientierungspunkt für Pilger, die in dieses abgeschiedene Klostergebiet kamen. Daneben liegt ein Friedhof mit keltischen Kreuzen, verwitterten Grabplatten und jüngeren Grabsteine. Irgendwie fühle ich mich an Highlander erinnert, obwohl der Kultfilm in Schottland spielt.

Round Tower der Klostersiedlung Glendalough zwischen Grabsteinen Keltisches Kreuz auf dem Friedhof von Glendalough mit Blick ins Tal ganz ok, aber die Handtücher liegen im Auto ... Die Badehose auch ...

Grabsteine und Keltenkreuz auf dem Klosterfriedhof von Glendalough

Nun fahren wir über noch winzigere Straßen, im Gegenlicht zu unserer Unterkunft, wo wir eine halbe Stunde später ankommen: Birchdale B&B. Das Haus entpuppt sich als sehr hübsches, einfaches Bed & Breakfast. Bad auf dem Flur, Zimmer ungefähr so groß wie das Bett, aber das stört uns alles nicht. Das Preisleistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Wir bestellen schon mal French Toast fürs Frühstück.

Außer uns ist nur eine andere deutsche Familie hier. Wir quatschen ein wenig, bevor wir und auf den Weg nach Rathdrum machen - circa 5 km entfernt. Dort hat uns der Vermieter einen Restauranttipp gegeben.

Fassade eines irischen Pubs mit Hotel

Ein typischer irischer Pub. Urig, 99,99% Einheimische. Davon 99% Männer, die zu 100% Bier trinken. Fußballmonitore noch und nöcher. Und gutes Essen. Meine fernöstlich angehauchte Pasta ist top. Die Preise sind ok. Wir sitzen in einem hübschen Biergarten.

Essen und Getränke auf einem gelben Tisch auf der Pub-Terrasse

Den Abend lassen wir auf der Terrasse im B&B ausklingen.