Gaelic Tour 2025
(Letzte Änderung: 28.02.2026 @ 12:12)
Tag 6: 18.07.2025 (Teil 1)
John und Mary verwöhnen uns heute Morgen mit Bagels mit Cream Cheese und Räucherlachs aus der Region. Köstlich! Dazu diverse weitere Backwaren, Obst und Joghurt.
Als wir losfahren, ist es es noch ziemlich bewölkt, doch es klart rasch auf. In Kenmare lässt sich schon blauer Himmel blicken.
Doch leider ist das Wolkenloch (zunächst) eine kurze Freude. Auf der Kerry-Peninsula, die nördlich der Beara Peninsula liegt, ist es schon wieder wolkenverhangen - leichtes Fisseln nicht ausgeschlossen.
Wir folgen dem Wild Atlantic Drive, fahren durch Sneem und biegen etwas später zum Steigue Stone Fort ab. Dabei handelt es sich um eine bronze- bis eisenzeitliche Steinringfort-Anlage. Genaues weiß man über die Anlage scheinbar nicht. Man vermutet, dass sie zwischen 300 v. Chr. und 300–400 n. Chr. (späte Eisenzeit) als Verteidigungsburg eines lokalen Herrschers, zum Viehschutz oder als ritueller Ort diente, möglicherweise in Verbindung mit Kupferabbau in der Nähe.
Auf jeden Fall zieht die Anlage das Interesse zahlreicher Touristen auf sich - der kleine Parkplatz ist voll.
Es gibt einen Zugang, durch den man in das Innere des Gemäuers gelangt.
Wir kehren zurück auf den Wild Atlantic Drive und machen bei O`Carrolls Cove einen kurzen Fotostopp.
Den ersten längeren reservieren wir für den grandiosen Derrynane Beach.
Wir parken direkt hinter den Dünen und lassen uns auf einer wunderschönen Bank häuslich nieder. Die Sonne kämpft mit den Wolken, es ist aber angenehm warm. Wir relaxen.
Aber nicht lange. Es gibt noch einen weiteren Strandabschnitt, weiter rechts. Um dorthin zu gelangen, muss man kurz zurück zur Straße, um eine Kurve und schon ist man an einem Parkplatz, von dem ein Fußweg losgeht.
Abbey Island mit den Überresten einer alten Abtei ist ebenfalls zu Fuß erreichbar - allerdings nur bei Abbey - äh ... Ebbe (schlechtes Wortspiel, ich weiß).
Wir schlendern zurück und müssen leider feststellen, dass "unsere" Bank nun besetzt ist. Dabei habe ich doch was ganz Spezielles vor! Die Sonne kommt immer mehr durch, es ist - wie gesagt - warm.
So warm, dass ich mich kurzerhand in die Fluten stürzen. Selbige sind alles andere als warm. Am besten, man rennt full speed rein, springt kopfüber rein und macht ein paar schnelle Züge. Und dann: ruckizucki zurück. (Übrigens sollte man kreislauftechnisch eigentlich genau so nicht in ein kaltes Gewässer eintauchen, sondern schön langsam akklimatisieren. Aber bei 15° Wassertemperatur ist das so eine Sache ...) Das Wasser ist übrigens super-klar. Keine Steine oder sonstigen Hindernisse. Auch nicht so salzig wie z.B. das Mittelmeer.
Ich rubbele mich schnell wieder trocken und ziehe trockene Sachen an. Mit noch nassen Haaren
Um es abzurunden: Derrynane Beach ist einer dieser vielen sagenhaft schönen irischen Strände, über die man hierzulande nicht so viel weiß. Einfach klasse!
Wir fahren weiter und kommen immer wieder an einfach nur schönen Strände vorbei. Auch der Rest der Landschaft ist schön - kein Wunder, dass der Ring of Kerry bzw. die Kerry-Halbinsel Weltruhm genießen.
Wir fahren durch Waterville und kommen zur herrlichen St. Finian´s Bay.