Reisebericht Dominikanische Republik 2026, 04.04.2026, Tag 6, Teil 1
Sightseeing DomRep
(Letzte Änderung: 10.07.2026 @ 14:22)
Puuh, die Nacht hatte es in sich. Ab halb drei mache ich kaum noch ein Auge zu, denn ein Motorrad nach dem anderen knatternd in ohrenbetäubender Lautstärke über die Straße, die direkt hinter unserer Hütte liegt. Machen die da illegale Wettrennen? Alkohol im Spiel? Heftig.
Beim Frühstück dauert es heute – Schnelligkeitspreise kann die Bedienung nicht gewinnen. Muss sie aber auch nicht. Abgesehen davon haben wir es heute überhaupt nicht eilig, da ich eh noch Bayern gucken möchte um 9:30 Uhr.
Leider ist der leckere Ananassaft aus, aber die Zitronenvariante ist auch okay. Leider nicht das Schoko-Croissant, dass ich fälschlicherweise bestellt habe, ohne mir darüber im Klaren gewesen zu sein, was genau ich eigentlich bestelle.
Kleine Kalamitäten, eigentlich allesamt nicht der Rede wert.
Bayern liegt in Freiburg 2:0 zurück. Hmpffff. Ich mache etwas, was man einfach nicht macht, und schalte ab. Wir müssen heute noch weit fahren, also nichts wie los. Wir checken aus, ziehen noch mal Geld bei der ATM, die uns diesmal um umgerechnet 15 (!) EUR beraubt, und fahren los. Selber Weg zurück: Zunächst runter von der Halbinsel, dann stramm nach Süden Richtung Santo Domingo.
Irgendwann müssen wir links ab. Die Straße ist bis El Puerto asphaltiert, danach beginnt die Hoppelei über Schotter.
Geschätzt 50 km gravel. Zwar gut befahrbar, aber bei Schotter weiß man nie. Kann schnell ein Reifenschaden passieren.
Kurz hinter Hoyoncito:
In Hato Mayor treffen wir wieder auf Asphalt. Wir biegen links ab nach Norden. Vor uns liegt Sabana de la Mar. Zuvor aber kleinere Ortschaften, hier El Cabao:
Überall Defenso Civil und Policia Nacional. Wehret den Anfängen, scheint das Motto zu sein.
In Sabana biegen wir links ab auf eine vom ersten Meter an nicht asphaltierte, stellenweise schlechte Straße nach Westen. Baracken am Straßenrand, Hunde laufen über die Fahrbahn, Menschen sowieso, Motorräder knattern vorbei. Im späteren Verlauf ist die Straße in besserem Zustand – von den obligatorischen Schlaglöchern abgesehen.
Sie führt uns auf einer Länge von acht Kilometern direkt zu unserer Unterkunft: Alto Cano Hondo. Am Hang gebaut, rustikal, schön naturbelassen.
Sieht irgendwie urig aus. Dschungelatmosphäre kommt auf.
Das Zimmer ist auch klasse:
Ein kurzer WLAN-Check – Bayern hat doch noch 3:2 in Freiburg gewonnen. Ich stoße einen Jubelschrei auf und führe ein kleines Tänzchen auf. Natürlich muss ich mir erstmal die zweite Halbzeit komplett als Aufzeichnung reinziehen.
Wir fühlen uns im Alto Cano Hondo auf Anhieb wohl. Mit Resort-Leben hat das hier mal so gar nichts zu tun.
Einen Pool gibt es auch. Bzw. eine ganze Reihe Naturpools. Dafür muss man einen steilen Weg runter, denn das Hotel liegt auf einem Hügel – Alto halt.
Ich mache noch ein paar Bilder:
Hier unten ist der Bär los. Das ist anscheinend gleichzeitig ein Freibad für die Einheimischen.
Ins Wasser gehe ich heute nicht mehr, das verschiebe ich auf morgen früh.
Das Abendessen ist sehr gut und spottbillig: 6500 DOP für ein Chicken-Gericht und ein Pasta-Gericht. Dazu zwei Limonen-Säfte. Lecker.
Wir lassen den Abend mit Chicago PD im Amazon-Stream ausklingen.