Timed-Entry-Reservierungen bei Nationalparks: Diese Parks brauchen 2026 eine Buchung
Veröffentlicht am 14. August 2026ca. 4 Min. Lesezeit
Wer seinen USA-Roadtrip plant, hat oft noch im Kopf: "Arches braucht eine Reservierung", "Glacier auch". Das stimmt so nicht mehr - 2026 hat sich bei mehreren der bekanntesten Parks einiges geändert, teils in die eine, teils in die andere Richtung. Hier der aktuelle Überblick.
Reservierungspflicht 2026 gestrichen: Arches, Glacier (Fahrzeugreservierung) und Yosemite verlangen keine allgemeine Voranmeldung mehr.
Weiterhin Pflicht: u.a. Rocky Mountain (Mai-Oktober), Glacier (neue Shuttle-Reservierung ab Juli), Acadia (Cadillac Summit Road), Carlsbad Caverns (ganzjährig).
Gebucht wird fast überall über Recreation.gov, meist gegen eine kleine Extra-Gebühr zusätzlich zum normalen Eintritt.
Diese Parks haben die Reservierungspflicht 2026 gestrichen
Der Arches National Park in Utah verlangt 2026 keine Timed-Entry-Reservierung mehr - Einlass ist während der regulären Öffnungszeiten jederzeit möglich. Auch der Glacier National Park in Montana hat die parkweite Fahrzeugreservierung abgeschafft, und der Yosemite National Park verlangt 2026 keine allgemeine Reservierung mehr, auch nicht während der Hochsaison oder der Februar/März-Firefall-Zeit (Quelle: National Park Service).
Diese Parks brauchen 2026 weiterhin eine Reservierung
Rocky Mountain National Park (Colorado): Timed-Entry-Reservierung vom 22. Mai bis 12. Oktober 2026, 2 $ pro Fahrzeug zusätzlich zum Eintritt. Für den beliebten Bear-Lake-Road-Abschnitt ist zwischen 5 und 18 Uhr eine separate zusätzliche Reservierung (Timed Entry+) nötig (Quelle: NPS Rocky Mountain).
Glacier National Park: Auch wenn die allgemeine Fahrzeugreservierung wegfällt, kommt ab 1. Juli 2026 neu eine Shuttle-Reservierung für den Going-to-the-Sun Road hinzu (1 $ pro Ticket) (Quelle: Earth Trekkers).
Acadia National Park (Maine): Fahrzeugreservierung für die Cadillac Summit Road, 20. Mai bis 25. Oktober 2026, 6 $ Reservierungsgebühr.
Carlsbad Caverns National Park (New Mexico): Ganzjährige Timed-Entry-Reservierung (außer an Thanksgiving, Weihnachten und Neujahr), 1 $ Gebühr zusätzlich zu 15 $ Eintritt.
Haleakalā National Park (Hawaii): Ganzjährige Reservierung für den Sonnenaufgang am Gipfel, 1 $ Gebühr.
Dazu kommen einzelne Wander- bzw. Trail-spezifische Genehmigungen, die unabhängig vom allgemeinen Parkeintritt gelten: Old Rag Trail im Shenandoah National Park (März-November), Half Dome im Yosemite (Losverfahren im März), sowie Angels Landing, The Subway und der Top-Down-Narrows im Zion National Park. Auch das Muir Woods National Monument bei San Francisco verlangt ganzjährig eine kostenlose Parkplatzreservierung (Quelle: Earth Trekkers).
Wie funktioniert die Buchung?
Fast alle diese Reservierungen laufen über Recreation.gov, die zentrale Buchungsplattform für Bundesland-Erholungsgebiete in den USA - Account anlegen, Park und Zeitfenster auswählen, kleine Reservierungsgebühr zahlen. Wichtig: Diese Gebühr ersetzt nicht den regulären Parkeintritt bzw. den America the Beautiful Pass, sondern kommt zusätzlich obendrauf. Beliebte Zeitfenster - vor allem früh morgens - sind oft schon Wochen im Voraus ausgebucht, gerade bei Rocky Mountain in der Hochsaison.
Praktische Tipps
- Für jeden geplanten Park einzeln und möglichst kurz vor der Reise nochmal auf der offiziellen NPS-Seite nachsehen - die Regeln ändern sich wie gezeigt von Jahr zu Jahr, teils sogar innerhalb einer Saison.
- Reservierungsfenster bei Recreation.gov öffnen meist zu festen Terminen Monate im Voraus - bei sehr beliebten Parks lohnt sich ein Kalendereintrag für den Buchungsstart.
- Wer keine Reservierung bekommen hat: Viele Parks lassen Einlass ohne Voranmeldung vor oder nach dem reservierungspflichtigen Zeitfenster zu, meist früh morgens oder nach 18 Uhr.
- Ein Blick auf die Nationalparks-Übersicht hilft bei der grundsätzlichen Routenplanung.
Fazit
2026 ist bei den Nationalpark-Reservierungen einiges in Bewegung - mit Arches, Glacier (Fahrzeuge) und Yosemite sind drei der bekanntesten Parks reservierungsfrei geworden, während Rocky Mountain, Glacier (neu: Shuttle) und einige kleinere Parks weiterhin eine Buchung verlangen. Wer sicher gehen will, prüft für jeden Park auf der Route kurz vor der Reise die aktuelle Lage direkt bei NPS oder Recreation.gov - verlassen kann man sich auf den Stand vom Vorjahr nicht.